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Colonial Pipeline Cyberangriff legt Betrieb großer Benzin-Pipeline in den USA lahm

Der Kraftstoffpipeline-Betreiber Colonial Pipeline ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen betreibt eine der größten Benzin-Pipelines der USA.
08.05.2021 Update: 09.05.2021 - 16:38 Uhr Kommentieren
Um die Bedrohung einzudämmen, nahm das Unternehmen bestimmte Systeme proaktiv vom Netz. Quelle: Reuters
Cyberangriff

Um die Bedrohung einzudämmen, nahm das Unternehmen bestimmte Systeme proaktiv vom Netz.

(Foto: Reuters)

Washington Eine der wichtigsten Pipelines der USA ist nach einem Hackerangriff lahmgelegt: Der Betreiber Colonial Pipeline schaltete am Freitag zur Eindämmung des Schadens bestimmte Systeme ab, darunter das Transportnetzwerk zwischen Houston und New York. Damit fällt eine der wichtigsten Leitung für den Transport von Benzin und Diesel vorerst aus.

„Im Moment liegt unser Hauptaugenmerk auf der sicheren und effizienten Wiederherstellung unseres Dienstes“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Ein IT-Sicherheitsdienstleister sei nun mit der Untersuchung des Falls beauftragt worden, außerdem habe man die zuständigen Strafverfolgungsbehörden kontaktiert.

Die Täter wollen Colonial Pipeline offenbar erpressen: Das Unternehmen erklärte, dass Ransomware zum Einsatz gekommen sei. Dabei handelt es sich um Software, die wichtige Dateien verschlüsselt – für die Freigabe verlangen sie ein Lösegeld. Nach Berichten von US-Medien steckt eine professionelle Gruppe namens „Darkside“ hinter dem Angriff.

Um zusätzlich Druck zu machen, hat die Gruppe zudem im großen Maßstab vertrauliche Daten kopiert – es handle sich um rund 100 Gigabyte, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf „mit dem Vorgang vertraute Personen“. „Darkside“ drohe damit, die Informationen zu veröffentlichen, falls Colonial Pipeline nicht zahle. Es ist eine Masche, die Cyberkriminelle immer häufiger nutzen.

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    Colonial Pipeline transportiert pro Tag 2,5 Millionen Barrel Kraftstoffe von Raffinerien an der Golfküste in östliche und südliche Bundesstaaten durch ihre insgesamt 8850 Kilometer langen Leitungen. Fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der US-Ostküste fließt durch diese Pipelines.

    Ein längerer Stillstand könnte die Preise an den Zapfsäulen vor der sommerlichen Hauptfahrzeit in den USA in die Höhe schnellen lassen. Das Unternehmen machte bisher keine Angaben darüber, wie lange das Leitungsnetz stillgelegt bleiben wird. Die US-Behörde für Transportsicherheit teilte Reuters mit, zusammen mit anderen Behörden werde an dem Fall gearbeitet.

    Der Fall zeigt einmal mehr die Verletzlichkeit kritischer Infrastrukturen. Die Angriffe auf den Verkehrs- und Energiesektor nehmen auch in Deutschland zu, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Herbst warnte.

    Mehr: USA wollen wegen Hackerangriffs Sanktionen gegen Russland verkünden

    • dpa
    • chk
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