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Colonial Pipeline US-Regierung unterstützt Pipeline-Betreiber nach Hackerangriff

Für US-Handelsministerin Gina Raimondo hat die Wiederherstellung des Leitungssystem höchste Priorität. US-Benzin-Futures erreichen den höchsten Wert seit drei Jahren.
10.05.2021 Update: 10.05.2021 - 07:50 Uhr Kommentieren
Ein Hackerangriff hat eine der wichtigsten Pipelines der USA lahmgelegt. Quelle: via REUTERS
Tanks des Kraftstoff-Pipeline-Betreibers Colonial Pipeline.

Ein Hackerangriff hat eine der wichtigsten Pipelines der USA lahmgelegt.

(Foto: via REUTERS)

Berlin Die amerikanische Regierung arbeitet bei der Bekämpfung des Hackerangriffs auf eines der wichtigsten Kraftstoffleitungssysteme in den USA eng mit dem Betreiber Colonial Pipeline zusammen. Handelsministerin Gina Raimondo sagte im Fernsehsender CBS am Sonntag, die Wiederherstellung des Leitungssystems habe für die Regierung höchste Priorität: „Wir arbeiten eng mit dem Unternehmen, staatlichen und lokalen Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass der normale Betrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen wird und es keine Unterbrechungen in der Versorgung gibt.“

Der Hackerangriff verteuert das Rohöl: Die Sorte Brent aus der Nordsee steigt am Montag um 1,3 Prozent auf 69,20 Dollar je Barrel. Der US-Terminkontrakt auf Benzin gewinnt 1,2 Prozent und ist mit 2,2170 Dollar je Gallone so teuer wie zuletzt vor drei Jahren.

Colonial Pipeline transportiert pro Tag 2,5 Millionen Barrel an Kraftstoffen von Raffinerien an der Golf-Küste in östliche und südliche Bundesstaaten durch ihre insgesamt 8850 Kilometer langen Leitungen. Fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der US-Ostküste fließt durch diese Pipelines. Zu den Abnehmern zählen auch mehrere Flughäfen wie der weltgrößte Airport in Atlanta. Ein längerer Stillstand könnte zudem die Preise an den Zapfsäulen vor der sommerlichen Hauptfahrzeit in den USA in die Höhe schnellen lassen.

Nach Auskunft eines früherer Regierungsmitarbeiters und zweier Quellen aus der Branche handelt es sich bei den Hackern wahrscheinlich um eine hochprofessionelle Cyberkriminelle-Gruppe. Es werde untersucht, ob es sich um die von IT-Sicherheitsfirmen als „DarkSide“ bezeichnete Gruppe handele.

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    „DarkSide“ sei bekannt dafür, Schadprogramme einzuschleusen und danach Unternehmen zu erpressen. Das Programm verschlüsselt Unternehmensdaten. Erst nach Zahlung eines Lösegeldes werden die Daten wieder nutzbar gemacht.

    Mehr: Cyberangriff legt Betrieb großer Benzin-Pipeline in den USA lahm

    • rtr
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