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Premium Compliance-Experte zum VW-Skandal „Der Aufsichtsrat hat die Pflicht, sich zu informieren“

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen erreicht immer neue Dimensionen. Compliance-Experte Matthias Elser erklärt, was der Aufsichtsrat jetzt tun muss – und welche Mitarbeiter Konsequenzen fürchten müssen.
22.09.2015 - 16:31 Uhr
Der Anwalt ist Partner in der Kanzlei Osborne Clarke und Experte für Gesellschaftsrecht. Quelle: Osborne Clarke
Matthias Elser

Der Anwalt ist Partner in der Kanzlei Osborne Clarke und Experte für Gesellschaftsrecht.

(Foto: Osborne Clarke)

Ein Fall wie der Abgasskandal bei Volkswagen ist Matthias Elser in dieser Dimension noch nicht untergekommen. Dabei kennt sich der Partner der Kanzlei Osborne Clarke und Experte für Gesellschaftsrecht durch langjährige berufliche Erfahrung in den USA, wo alles immer ein bisschen größer ist, gut aus.

Herr Elser, am Freitag wollte der VW-Aufsichtsrat den Vertrag des VW-Chefs Martin Winterkorn verlängern. Darf er das unter den gegebenen Umständen noch?
Der Aufsichtsrat muss abwägen, was dem Unternehmensinteresse dient. Wenn kein akuter Zeitdruck besteht, muss er wohl eher verschieben und aufklären lassen.

Könnten Aufsichtsräte in persönliche Haftung genommen werden, wenn sie in der Annahme, Winterkorn sei nicht betroffen, den Vertrag absegnen würden?
Ja, wenn sie ohne Faktengrundlage eine Entscheidung treffen. Sie haben die Pflicht, sich zu informieren; wegen der enormen Bedeutung dürfen sie nicht nur auf der Basis von Annahmen entscheiden.

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