Continental Fünf Millionen Airbags in den USA zurückgerufen

Rund fünf Millionen fehlerhafte Airbags hat der Autozulieferer Continental zwischen 2006 und 2010 in die USA geliefert. Nun ruft der Konzern die betroffenen Exemplare zurück. Die Börsen reagierten prompt.
Als betroffene Hersteller nannte Continental Daimler, Fiat Chrysler und Honda – weitere Kunden nannte das Unternehmen nicht explizit. Quelle: Reuters
Zentrale in Hannover

Als betroffene Hersteller nannte Continental Daimler, Fiat Chrysler und Honda – weitere Kunden nannte das Unternehmen nicht explizit.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Autozulieferer Continental ruft in den USA fünf Millionen Airbags wegen möglicher technischer Probleme zurück. Grund sei ein Steuerungsgerät, das unter bestimmten Bedingungen korrodieren könne, teilte die US-Straßensicherheitsbehörde NHTSA mit. Ein Conti-Sprecher sagte am Donnerstag, die Airbags seien unter anderem an Daimler, Fiat Chrysler und Honda geliefert worden. Weitere Hersteller seien angeschrieben worden. Deren Namen nannte Conti jedoch nicht. „Es liegt an den Herstellern, mögliche nächste Schritte einzuleiten.“ Betroffen sind Airbags, die zwischen Januar 2006 und Dezember 2010 gefertigt wurden.

Die Aktie des Dax-Konzerns aus Hannover weitete ihre Verluste am Nachmittag aus und fiel um fast vier Prozent.

Chrysler rief wegen der Conti-Airbags 112.000 Fahrzeuge zurück, Honda beorderte mehr als 341.000 Wagen in die Werkstätten. Ein Daimler-Sprecher sagte, die Halter der betroffenen Fahrzeuge seien bereits im Herbst angeschrieben worden. Conti zufolge ist das Problem an der Airbagsteuerung durch einen Prozessfehler bei einem Lieferanten entstanden. Ein Defekt an dem Steuerungsgerät kann dazu führen, dass der Airbag bei einem Unfall nicht ausgelöst wird und der Gurtstraffer nicht funktioniert.

Unterdessen weitete sich der Airbag-Skandal bei dem japanischen Zulieferer Takata aus. Honda beorderte weitere 2,2 Millionen Autos in Nordamerika in die Werkstätten, deren Airbags ausgetauscht werden müssen. Seit 2008 hat Honda allein in den USA mehr als sechs Millionen Fahrzeuge wegen defekter Takata-Airbags repariert.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

  • rtr
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