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Continental-Tochter Autozulieferer Vitesco plant zweiten Anlauf für Börsengang

Der Zulieferer plant einen zweiten Versuch an der Börse. Der Mutterkonzern Continental will dabei auf alle Gewinne aus Vitesco-Anteilen verzichten.
22.01.2021 - 15:20 Uhr Kommentieren
Vitesco verdient vor allem mit Verbrennungsmotoren Geld, will sich in Zukunft aber auch auf Elektroantriebe konzentrieren.
Vitesco

Vitesco verdient vor allem mit Verbrennungsmotoren Geld, will sich in Zukunft aber auch auf Elektroantriebe konzentrieren.

München Der zu Continental gehörende Autozulieferer Vitesco will nach dem im vergangenen Jahr abgeblasenen Börsengang im zweiten Halbjahr einen neuen Anlauf wagen. „Wir waren wirklich gut unterwegs, dann kam Corona“ sagte Vitesco-Chef Andreas Wolf der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorabbericht. „Jetzt streben wir eine Abspaltung im zweiten Halbjahr an, vorausgesetzt die Continental-Hauptversammlung stimmt Ende April zu.“

Der Autozulieferer Continental hatte sich im Herbst 2019 entschieden, die Anteile an Vitesco an die Aktionäre zu verschenken und damit auf alle Einnahmen aus dem Börsengang zu verzichten. Bei einer vollständigen Abspaltung entspreche die Aktionärsstruktur von Vitesco zunächst der von Continental, sagte Wolf. Ankeraktionär werde daher die Schaeffler-Holding sein.

Derzeit erwirtschafte Vitesco mehr als 90 Prozent seines Umsatzes von insgesamt 7,8 Milliarden Euro mit Verbrennungsmotoren. Wolf kündigte aber an, das Geschäft mit Elektromobilität auszubauen. In etwa fünf Jahren seien hier auch Gewinne zu erwarten: „Den Break-even wollen wir mittelfristig schaffen“, sagte Wolf. Im alten Geschäft mit Einspritzdüsen oder Hochdruckpumpen für Benzin- und Dieselfahrzeuge werde es dagegen Einschnitte geben.

Mehr: Überlebensstrategien für Autozulieferer

  • rtr
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