Continental Zulieferer hofft auf Aufträge für Apples iCar

Das iCar soll Continental neue Aufträge bescheren: Der Reifenhersteller hofft auf eine Zusammenarbeit und hat sich Apple bereits angeboten. Durch eine Tochter im Silicon Valley hat der Konzern gute Kontakte zu Apple.
Kommentieren
Der Zulieferer arbeitet bereits mit dem IT-Riesen IBM, dem Netzwerkspezialisten Cisco und der Nokia-Tochter Here zusammen. Quelle: dpa
Reifenhersteller Continental

Der Zulieferer arbeitet bereits mit dem IT-Riesen IBM, dem Netzwerkspezialisten Cisco und der Nokia-Tochter Here zusammen.

(Foto: dpa)

HamburgDer Autozulieferer Continental macht sich konkrete Hoffnungen auf eine Zusammenarbeit mit Apple beim iCar. Conti-Vorstand Helmut Matschi verwies am Donnerstag im Interview der Nachrichtenagentur Reuters darauf, dass der Dax-Konzern aus Hannover bereits an der Vernetzung von Autos arbeitet und durch eine Tochter im Silicon Valley zudem über gute Kontakte zu Apple und Google verfügt.

Diese wolle Conti nutzen, um an möglicherweise millionenschwere Aufträge von Apple zu kommen, sollte der US-Kontern tatsächlich ein Elektroauto, das iCar, bauen. „Dass man mit den Leuten kontinuierlich im Gespräch bleibt, ist ja nur sinnvoll“, sagte Matschi.

In den vergangenen Wochen hatten sich Hinweise verdichtet, dass der Hersteller von iPhone und iPad aus Kalifornien an einem eigenen Elektroauto arbeitet. Sollte sich dies bewahrheiten, trauen Experten dem finanzstarken US-Konzern zu, die Autobranche regelrecht umzukrempeln.

Die Zulieferer rangeln bereits um die besten Plätze, um mit Apple ins Geschäft zu kommen. Conti hat sich Apple bereits angeboten. Vorstandschef Elmar Degenhart hatte Anfang März gesagt, die Niedersachsen seien interessiert, sollte sich Apple entscheiden, in die Automobilindustrie zu expandieren.

Die Hannoveraner sind schon vor Ort. Die Conti-Tochter „Intelligent Transportation System“ mit Sitz in Santa Clara bei Los Angeles wird von der ehemaligen Google-Managerin Seval Oz geleitet, die bei dem Internet-Giganten maßgeblich an der Entwicklung des selbstfahrenden Autos mitgewirkt hat.

Sie gilt als Expertin für Fahrzeugvernetzung und Automatisierung. „Wir haben uns schon vor längerem mit den industrieübergreifenden Kooperationen auf diese Veränderungen eingestellt und sind jetzt dabei, diese aktiv mitzugestalten“, sagte Matschi.

Conti arbeitet bereits mit dem IT-Riesen IBM, dem Netzwerkspezialisten Cisco und der Nokia -Tochter Here zusammen, die Navigationssoftware und -Karten anbietet. Die Niedersachsen wollen vorne mitmischen, wenn Autos künftig von Robotern gesteuert werden.

Bei der Integration von Mobilfunkgeräten in Autos ist die Conti bereits präsent. Die technologischen Umwälzungen treiben die Pkw-Industrie derzeit an. Experten rechnen damit, dass IT-Technik und Automobilbau in den nächsten Jahren zusammenwachsen, um selbstfahrende Autos auf den Markt zu bringen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Continental - Zulieferer hofft auf Aufträge für Apples iCar

0 Kommentare zu "Continental: Zulieferer hofft auf Aufträge für Apples iCar"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%