Continental Zulieferer profitiert von robusten Automärkten

Die hohe Nachfrage in Europa und USA beflügelt Continental. Der Autozulieferer konnte 2015 Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern allerdings ein deutlich geringeres Wachstum.
Update: 11.01.2016 - 09:49 Uhr
Der Zulieferer hat 2015 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Quelle: dpa
Continental-Werk

Der Zulieferer hat 2015 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Autozulieferer Continental hat dank hoher Nachfrage in Europa und den USA Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Die Erlöse legten um 14 Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um gut zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Der Dax-Konzern erwirtschaftete damit 11,7 Prozent Gewinn vom Umsatz.

Das Marktwachstum in Europa und den USA habe geholfen, die Wachstumsdelle in China und die Rezession in Russland und Brasilien auszugleichen, erklärte Vorstandschef Elmar Degenhart. Für Rückenwind sorgte zudem der positive Umrechnungseffekt der Euro-Schwäche zum Dollar.

Diese Zulieferer arbeiten besonders eng mit VW zusammen
Platz 15: Thyssen-Krupp
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Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Thyssen-Krupp durch Geschäfte mit Volkswagen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Die Summe macht allerdings lediglich 5 Prozent am Gesamtumsatz aus.

Angaben beruhen auf Geschäftsberichte, Unternehmenspräsentationen, Berechnungen und Schätzungen. Quelle: Bloomberg, HRI
Stand: 28. September 2015

Platz 14: Leoni
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Die Leoni AG aus Nürnberg ist als Hersteller von Kabeln und Drähten auf Bordnetz-Systeme spezialisiert. Als Zulieferer für Volkswagen machte das Unternehmen 2014 einen Umsatz von 243 Millionen Euro, das waren 6 Prozent des Gesamtumsatzes.

Platz 13: Rheinmetall
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Auch Rheinmetall erzielt 6 Prozent seines Gesamtumsatzes mit VW, 294 Millionen Euro waren es im Geschäftsjahr 2014.

Platz 12: ZF Friedrichshafen
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Rund 1,5 Milliarden Euro erlöste der Konzern mit den Wolfsburgern, 9 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014.

Platz 11: Continental
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Der Dax-Konzern erwirtschaftete durch VW-Aufträge im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro, die immerhin 9 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten.

Platz 10: Delphi
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Der US-Zulieferer Delphi Automotive setzte bei Geschäften mit VW 2014 rund 1,2 Milliarden Euro um – 10 Prozent des Gesamtumsatzes.

Platz 9: Elring-Klinger
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Der unter anderem auf Zylinderkopf und Spezialdichtungen spezialisierte Konzern machte durch Geschäfte mit VW absolut den geringsten Umsatz in der Rangliste: lediglich 142 Millionen Euro. Die Summe machte trotzdem 10 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014 aus.

Im laufenden Jahr will Continental den Umsatz um etwa fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro steigern und die Rendite über 10,5 Prozent halten, wie Degenhart ankündigte. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen werde nur leicht auf 89 Millionen Stück zunehmen. Die Eckdaten für 2015 entsprachen weitgehend den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten. Doch hatten Anleger angesichts des kräftigen Anstiegs 2015 einen zuversichtlicheren Ausblick erwartet. Continental-Aktien verbilligten sich zeitweise um drei Prozent, drehten später aber in einem freundlicheren Gesamtmarkt ins Plus.

Das Geschäft mit Elektronik, Sensorik und Software, die zur Vernetzung von Autos für Sicherheits- und Assistenzsysteme eingesetzt wird, spiele eine immer stärkere Rolle, erklärte der Conti-Chef im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Digitalisierte Technologien steuerten derzeit schon mehr als ein Drittel des Umsatzes bei, der Anteil werde steigen. Der Konzern aus Hannover will sich auf die Technik für Mobilitäts-Dienstleistungen konzentrieren. Ab 2020 könne sich das Marktvolumen auf 70 Milliarden Euro insgesamt belaufen.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

„Etwa 20 Milliarden davon sind interessant für uns. Wir können uns vorstellen, in den nächsten Jahren einen schönen Marktanteil davon zu bekommen.“ Am traditionellen Reifengeschäft will Conti trotzdem festhalten. Das Unternehmen mache derzeit noch ein Viertel des Umsatzes mit Reifen. „Und dieses Viertel ist lebenswichtig“, sagte Degenhart.

  • rtr
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