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Corona-Staatshilfe Autozulieferer Leoni erhält neue Kredite in Höhe von 330 Millionen Euro

Der angeschlagene Bordnetzspezialist bekommt für neue Kredite Garantien von Bund und Ländern. Ein Gutachten bestätigte bereits im März die Sanierungsfähigkeit der Firma.
20.04.2020 - 16:03 Uhr Kommentieren
Automobilzulieferer Leoni sichert Überleben mit Staatshilfe Quelle: dpa
Leoni-Zentrale in Nürnberg

Der Bordnetzspezialist hat sich wegen der Coronakrise Staatshilfe gesichert.

(Foto: dpa)

München Der angeschlagene Autozulieferer Leoni bekommt Staatshilfe und hat sein Überleben so erst einmal gesichert. Der Kabelnetz-Spezialist erhält neue Kredite in Höhe von 330 Millionen Euro, für die Bund und Länder zu 90 Prozent bürgen. „Mit der neuen Betriebsmittellinie wird finanzieller Spielraum geschaffen zur Sicherung des Fortbestands des Geschäftsbetriebs und zur Durchfinanzierung der Gruppe“, teilte Leoni am Montag mit.

Leoni hatte wegen der Coronakrise eine Reihe von Werken zwischenzeitlich schließen müssen. Vorstandschef Aldo Kamper räumte bereits Ende März ein: „Wir benötigen Staatshilfen, um die Geschäftstätigkeit aufrechterhalten zu können.“

Der Betriebsmittelkredit werde zu marktüblichen Konditionen von Kernbanken der Leoni AG gewährt, hieß es. Die Bürgschaft deckt 90 Prozent des Betriebsmittelkredits, der bis zum 31. Dezember 2022 läuft. Der Abschluss des Kreditvertrags erfolgt laut Mitteilung zeitnah.

Leoni war schon vor der Pandemie in Schwierigkeiten gerate. Das SDax-Unternehmen wuchs zu schnell und hatte kostspielige Anlaufschwierigkeiten in einem Werk in Mexiko. Im März einigte sich das Unternehmen – noch bevor die Coronakrise voll durchschlug – mit den Banken auf einen Sanierungskurs und erhielt Liquiditätshilfen.

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    Das Sanierungsgutachten, das damals erstellt wurde, half Leoni nun dabei, Corona-Staatshilfen zu bekommen. Denn damit wird belegt, dass die neuen Probleme auch tatsächlich auf die Pandemie zurückzuführen sind, und dass das Unternehmen grundsätzlich sanierungsfähig ist. Das Gutachten soll nun auch – angepasst an die neuen Bedingungen – weiterhin Basis für den Restrukturierungskurs in den kommenden Jahren sein.

    Handelsblatt Morning Briefing - Corona Spezial

    Im vergangenen Jahr war der Leoni-Umsatz um fünf Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gesunken. Unter dem Strich stand ein Verlust von 435 Millionen Euro. Der Free-Cash-Flow war mit einem Minus von 308 Millionen Euro ebenfalls negativ.

    Neben Leoni haben sich schon viele andere Unternehmen Staatshilfe gesichert. So besorgte sich zum Beispiel der Sportartikelhersteller Adidas ein Darlehen von 2,4 Milliarden Euro bei der staatseigenen Förderbank KfW.

    Mehr: So kommen Unternehmen an Kredite.

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