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Coronakrise Absatz von GM bricht in den USA um mehr als ein Drittel ein

Der US-Autoabsatz ist rückläufig: Wegen der Coronakrise verkauften Autobauer dort deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch VW und BMW spüren ein Absatzminus.
01.07.2020 Update: 02.07.2020 - 00:04 Uhr Kommentieren
Mit rund 4,9 Millionen Fahrzeugen verkaufte das Unternehmen von April bis Juni in den USA 34 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Quelle: AFP
GM-Zentrale in Detroit

Mit rund 4,9 Millionen Fahrzeugen verkaufte das Unternehmen von April bis Juni in den USA 34 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

(Foto: AFP)

Detroit Die Coronavirus-Krise hat dem US-Autohersteller General Motors in seiner Heimat einen Absatzrückgang von mehr als einem Drittel eingebrockt. Mit rund 493.000 Fahrzeugen verkaufte das Unternehmen von April bis Juni in den USA 34 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang habe sich aber zum Ende des zweiten Quartals verlangsamt, teilte GM am Mittwoch mit. Während Privatkunden inzwischen sogar überraschend schnell wieder neue Autos kaufen wollen, seien Fahrzeuge für Mietwagenfirmen sowie Dienstwagen für Unternehmen und Behörden kaum loszuschlagen.

Auch die deutschen Autobauer verzeichnen in den USA ein Absatzminus: Volkswagen verkaufte den drei Monaten bis Ende Juni nur 69 933 Neuwagen, wie das Unternehmen am Mittwoch am US-Hauptsitz in Herndon, Virginia, mitteilte. Das entspricht einem dicken Minus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete VW einen Verkaufsrückgang um 22 Prozent.

Auch BMW hat im zweiten Quartal in den USA deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Absatzzahlen über die Marken BMW und Mini schrumpften um rund 40 Prozent auf gut 56 000 Autos, gab das Unternehmen am Mittwochabend bekannt. Durch die Pandemie hatten viele Autohändler geschlossen. Für die zweite Jahreshälfte gibt sich Nordamerika-Chef Bernhard Kuhnt „vorsichtig optimistisch“.

Wie bei GM belief sich auch bei Toyota der Rückgang im zweiten Quartal auf rund 34 Prozent. Die Japaner schlugen knapp 400.000 Fahrzeuge los. Der US-italienische Rivale Fiat Chrysler musste zwar im zweiten Vierteljahr sogar ein Minus von fast 39 Prozent auf rund 367.000 Fahrzeuge hinnehmen, sieht aber seit April ein wieder wachsendes Interesse der US-Kunden am Autokauf. Dies werde befeuert durch stabile Treibstoff-Preise und günstige Verbraucherkredite, so Fiat Chrysler.

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    GM erklärte, jetzt gelte es, die Autohäuser möglichst schnell wieder mit Fahrzeugen zu beliefern. Die Produktion war im Frühjahr zwei Monate lang gestoppt worden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

    Das mangelnde Interesse an Miet- und Dienstwagen bekam vor allem Hyundai besonders stark im Juni zu spüren. Im letzten Quartalsmonat sank der US-Absatz des südkoreanischen Autobauers um 22 Prozent. Doch während das Kundengeschäft um sechs Prozent wuchs, drückte ein Minus beim Verkauf von Fahrzeugflotten von 93 Prozent die Gesamtzahl nach unten.

    Für das ganze zweite Quartal ergibt sich mit etwa 142.000 Fahrzeugen ein Minus von knapp 24 Prozent. In einer ähnlichen Größenordnung bewegt sich mit einem Rückgang von 20 Prozent auch das Minus bei Porsche. Rund 12.200 Fahrzeuge des Sportwagen-Herstellers fanden in den USA Käufer. Die US-Absatzzahlen von Daimler lagen zunächst noch nicht vor.

    Mehr: Gewinn von GM bricht im ersten Quartal um 88 Prozent ein

    • rtr
    • dpa
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