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Coronakrise General Electric macht Verluste – Triebwerkssparte besonders betroffen

Der US-Mischkonzern bekommt die Folgen der Coronakrise vor allem in seiner Triebwerkssparte zu spüren. Doch auch andere Bereiche schreiben rote Zahlen.
29.07.2020 - 14:23 Uhr Kommentieren
Der US-Konzern leidet unter der schwachen Nachfrage nach großen Gasturbinen. Quelle: AFP/Getty Images
Gasturbinen-Fertigung von General Electric in Belfort

Der US-Konzern leidet unter der schwachen Nachfrage nach großen Gasturbinen.

(Foto: AFP/Getty Images)

München Die einstige Industrie-Ikone General Electric wird von der Coronakrise schwer gebeutelt. „Wir hatten ein sehr herausforderndes zweites Quartal“, sagte Vorstandschef Larry Culp. Die industriellen Umsätze brachen um vergleichbar 20 Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar ein. Unter dem Strich stand ein Minus von rund zwei Milliarden Dollar.

Besonders schwer getroffen ist die Triebwerkssparte von GE, die lange für stabile Erträge gesorgt hatte. Der Segmentverlust betrug 680 Millionen Dollar, der Auftragseingang brach um 56 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar ein. GE hatte bereits die Streichung jedes vierten Arbeitsplatzes in der Sparte angekündigt. Betroffen sind damit rund 25.000 Stellen.

Doch auch die Kraftwerkssparte und die erneuerbaren Energien schrieben im zweiten Quartal rote Zahlen. GE hatte schon vor Corona mit vielen Problemen zu kämpfen. So leidet das Energiegeschäft unter dem Einbruch des Marktes für große Gasturbinen, auf dem sich GE mit der Alstom-Übernahme vor fünf Jahren noch einmal teuer verstärkt hatte.

Um den Schuldenberg abzubauen, will GE in den nächsten drei Jahren nun auch seine restliche Beteiligung am Öl- und Gas-Ausrüster Baker Hughes zu Geld machen. 2019 war sie bereits auf weniger als 50 Prozent gesunken. 

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    Beim Schweizer Konkurrenten ABB waren die Erlöse im zweiten Quartal um vergleichbar zehn Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar gesunken. Das operative Ergebnis ging um 20 Prozent auf 651 Millionen Dollar zurück. „Die operativen Margen des Konzerns sind besser als erwartet ausgefallen, wobei sich der Geschäftsbereich Antriebstechnik besonders gut entwickelt hat“, sagte Vorstandschef Björn Rosengren.

    Auch der deutsche Konkurrent Siemens hat in den vergangenen Monaten die Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Für das Quartal von April bis Juni kündigte Konzernchef Joe Kaeser im Gespräch mit dem Handelsblatt „eine deutliche Verschlechterung der gesamten Eckdaten“ an. Der Technologiekonzern, der sich gerade aufspaltet, legt seine Quartalszahlen in der kommenden Woche vor. Insgesamt hat sich Siemens in den vergangenen Jahren deutlich besser entwickelt als der frühere Dauerrivale General Electric.

    GE-Chef Larry Culp hatte bereits Ende Mai vor einem deutlich negativen Free Cashflow gewarnt. Dieser betrug nun rund minus zwei Milliarden Dollar.

    Allerdings hatte der US-Konzern Anfang des Jahres sein Biopharma-Geschäft für mehr als 21 Milliarden Dollar an den Industriekonzern Danaher verkauft, was ein finanzielles Polster verschaffte. Im Mai kündigte GE zudem an, sein traditionsreiches Beleuchtungsgeschäft an den Smarthome-Spezialisten Savant Systems zu veräußern.

    Mehr: Warum Konglomerate out sind.

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