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Coronakrise Renault steigt aus Joint-Venture mit Dongfeng aus

Renault steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Dongfeng aus. Beide Firmen betonten aber, dass sie auch in Zukunft zusammenarbeiten wollten.
14.04.2020 Update: 14.04.2020 - 11:59 Uhr Kommentieren
Renault steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng aus. Quelle: AP
Produktion in Wuhan

Renault steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng aus.

(Foto: AP)

Paris, Peking Renault zieht sich aus dem verlustreichen Pkw-Geschäft mit Dongfeng zurück und verkauft den Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen an den chinesischen Partner. Dongfeng werde keine Fahrzeuge der Marke Renault mehr herstellen, sagte eine Sprecherin des chinesischen Autobauers am Dienstag. Durch den Rückgang der Verkäufe auf dem weltgrößten Pkw-Markt hat sich der Druck auf kleinere Hersteller erhöht, denen die Corona-Krise an die Substanz geht.

Das Joint-Venture, an dem Renault und Dongfeng je zur Hälfte beteiligt waren, verkaufte im vergangenen Jahr lediglich rund 18.600 Autos, ein Bruchteil der Jahreskapazität von 110.000 Fahrzeugen. Der Verlust türmte sich auf 1,5 Milliarden Yuan (umgerechnet knapp 200 Millionen Euro).

Ganz zurückziehen aus China will sich Renault allerdings nicht. Man wolle sich nun auf das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen mit dem Partner Brilliance konzentrierten, teilten die Franzosen mit. Dieses Gemeinschaftsunternehmen will bis 2023 fünf neue Modelle an den Start bringen und plant den Export von Fahrzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Elektroautos, die Renault zusammen mit Jiangling baut.

Mit Dongfeng will Renault weiter bei der Vernetzung von Fahrzeugen kooperieren und arbeitet außerdem mit dem gemeinsamen Partner Nissan an Motoren der nächsten Generation. „Wir werden uns auf Elektrofahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge konzentrieren, die beiden Hauptantriebskräfte für eine zukünftige saubere Mobilität, und wir werden unsere Beziehung zu Nissan effizienter nutzen“, erklärte Renaults China-Chef Francois Provost.

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