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Coronavirus BMW stoppt Produktion in Europa für vier Wochen

Der deutsche Premiumhersteller BMW reagiert auf die Corona-Pandemie. Die Produktion wird gestoppt. Der Gewinn wird niedriger ausfallen.
18.03.2020 Update: 18.03.2020 - 10:07 Uhr Kommentieren
Der Autohersteller wird durch die Coronakrise getroffen. Quelle: dpa
BMW-Werk Leipzig

Der Autohersteller wird durch die Coronakrise getroffen.

(Foto: dpa)

München BMW stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch in München: „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.“

Außerdem kürzt der Konzern wegen der Coronakrise seinen Ausblick für dieses Jahr drastisch. Für 2020 geht der Münchener Autobauer von einem Absatz „deutlich unter Vorjahresniveau aus“. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einer operativen Rendite von nur noch zwei bis vier Prozent – vier Prozentpunkte weniger als bislang geplant.

BMW will bei der geplanten Produktionsunterbrechung auch eigene betriebliche Vereinbarungen zur Kurzarbeit nutzen. „Diese regelt, dass das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus beträgt“, erklärte Betriebsratschef Manfred Schoch. Weitere Instrumente seien die Nutzung von Arbeitszeitkonten und Möglichkeit zur Heimarbeit.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesen drei Instrumenten unsere Belegschaft sinnvoll und sicher durch diese Coronakrise steuern“, sagte Betriebsratschef Manfred Schoch. Trotz der Krise soll die Zahl der weltweit 133.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

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    Zipse erklärte, BMW wolle die Balance zwischen Gesundheit der Mitarbeiter und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens wahren. „Denn es gibt eine Zeit während Corona und eine Zeit nach Corona.“

    Trotz der Krise will BMW seine Investitionen in Zukunftstechnologien hochhalten. Konzernchef Oliver Zipse kündigte an, bis 2025 rund 30 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung zu investieren. Damit schreibt BMW in den kommenden Jahren den Rekordwert von rund sechs Milliarden Euro fort, den das Unternehmen 2019 vor allem für den Einstieg in die Elektromobilität investiert hat.

    Handelsblatt Morning Briefing - Corona Spezial

    BMW bestätigte erstmals, dass die neue 7er-Reihe ab 2022 auch als Elektromodell angeboten wird. Der Konzern will bis 2025 ein Dutzend vollelektrische Modelle anbieten, rund ein Drittel der verkauften Autos in Europa sollen dann einen Hybrid- oder Elektroantrieb haben.

    Die Polster sind jedenfalls da: Für 2019 meldet BMW einen Rekordumsatz von knapp über 100 Milliarden Euro, erstmals wurden mehr als 2,5 Millionen Autos verkauft. Der Konzernüberschuss sank allerdings um ein Viertel auf rund fünf Milliarden Euro.

    Mehr: Coronakrise legt die Wirtschaft lahm – Immer mehr Fabriken müssen schließen

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