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Covid-Vakzin Johnson-&-Johnson-Impfstoff wirkt offenbar gut gegen Delta-Variante

Labordaten des Impfstoffherstellers deuten auf eine solide Antikörper-Konzentration gegen die Virus-Mutante hin. Auch zur Dauer der Schutzwirkung äußert sich der US-Konzern.
02.07.2021 - 12:30 Uhr Kommentieren
Der Impfstoff zeigt auch eine hohe Antikörper-Konzentration gegen die in Südafrika beobachtete Beta-Variante. Quelle: AFP
Johnson & Johnson

Der Impfstoff zeigt auch eine hohe Antikörper-Konzentration gegen die in Südafrika beobachtete Beta-Variante.

(Foto: AFP)

Frankfurt Johnson & Johnson hat als vierter der etablierten Covid-Impfstoff-Hersteller positive Labordaten mit Blick auf die Wirksamkeit gegen die Delta-Variante vorgelegt. Das erklärte der Pharma-Konzern am Freitag in einer Mitteilung. Zugleich verwies der Pharmahersteller darauf, dass die generelle Schutzwirkung seines Impfstoffs mindestens acht Monate anhalte und sich in diesem Zeitverlauf sogar verstärke.

Der US-Konzern stützt seine Einschätzungen auf die Analyse der Blutproben von Personen, die an der großen Studie mit dem Impfstoff des US-Unternehmens teilgenommen hatten. Die Untersuchung habe gezeigt, dass der Impfstoff gegen die Delta-Variante eine höhere Antikörper-Konzentration erzeuge als gegen die in Südafrika zuerst beobachtete Beta-Variante.

In der 2020 gestarteten Zulassungsstudie hatte der J-&-J-Impfstoff eine Gesamtwirksamkeit von 64 Prozent gegen die Beta-Variante gezeigt und eine Schutzwirkung von 82 Prozent gegenüber schweren Covid-Erkrankungen.

Die Wirkung gegen die Beta-Variante war damit zwar etwas schwächer als die gegenüber dem Ursprungsvirus, blieb aber solide. Die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante spielte damals beim Infektionsgeschehen in westlichen Ländern noch keine Rolle. Daher können die Impfstoffhersteller aus den Zulassungsstudien keine direkten Schlüsse ziehen.

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    Vor wenigen Tagen hatte auch das US-Biotechunternehmen Moderna positive Laboranalysen für seinen mRNA-Impfstoff publiziert, die auf eine solide Antikörper-Generierung gegen die Delta-Variante deuten. Hier war die Antikörper-Konzentration mit Blick auf die Delta-Variante nur leicht niedriger als bei der Ursprungsvariante.

    Biontech und Astra-Zeneca liefern guten Schutz gegen Delta

    Noch deutlicher sind die Wirksamkeitsbelege für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astra-Zeneca. Denn für diese beiden Vakzine wurden inzwischen auch Praxisdaten mit Blick auf die Delta-Variante analysiert.

    So kam eine Beobachtungsstudie aus Schottland zum Ergebnis, dass die beiden Vakzine 14 Tage nach der zweiten Impfung einen guten Schutz gegenüber Infektionen und schweren Erkrankungen durch die Delta-Variante bieten. Im Vergleich zur zuerst in Großbritannien entdeckten Alpha-Variante wirken die Vakzine aber etwas schlechter. Die in der Fachzeitschrift „Lancet“ publizierte Studie hat 19.500 Infektionsfälle mit 377 stationär behandelten Fällen ausgewertet.

    Der Biontech-Impfstoff zeigte eine Schutzwirkung von 79 Prozent gegenüber der Delta-Variante (gegenüber 92 Prozent bei der Alpha-Mutation). Für den Impfstoff ChADOx1 von Astra-Zeneca wurde eine Effektivität von 60 Prozent (gegenüber 73 Prozent bei der Alpha-Variante) errechnet.

    Der Impfstoff zeigt auch eine hohe Antikörper-Konzentration gegen die in Südafrika beobachtete Beta-Variante. Quelle: AP
    Johnson & Johnson

    Der Impfstoff zeigt auch eine hohe Antikörper-Konzentration gegen die in Südafrika beobachtete Beta-Variante.

    (Foto: AP)

    Noch günstiger sehen die Daten der Regierungsbehörde Public Health England aus, die im vergangenen Monat publiziert wurden. Demnach reduziert der Biontech-Impfstoff das Risiko für schwere, stationär zu behandelnde Covid-Infektionen mit der Delta-Variante um 96 Prozent, das Astra-Zeneca-Vakzin um 92 Prozent. Analysiert wurden dabei rund 14.000 Infektionsfälle mit der Delta-Variante, wovon 177 ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

    Die Schutzwirkung der Impfstoffe gegenüber schweren Infektionen ist damit gegen die Delta-Variante ähnlich hoch wie bei anderen Virus-Varianten.

    Bereits im Mai hatte die Behörde Daten publiziert, wonach der Biontech-Impfstoff das Risiko von symptomatischen Infektionen mit der Delta-Variante nach der zweiten Impfung um 88 Prozent senkt – verglichen mit 93 Prozent Effektivität gegenüber der Alpha-Variante. Für das Astra-Zeneca-Vakzin lauten die vergleichbaren Werte 60 Prozent und 66 Prozent.

    Fazit: Die diversen Analysen sprechen stark dafür, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe relativ guten Schutz gegenüber der Delta-Variante bieten. Damit wäre es bislang auch noch nicht notwendig, spezifische Varianten der Impfstoffe gegen die Mutationen zu entwickeln.

    Mehr: Hoffnung im Kampf gegen die Delta-Variante: Impfkampagne beschleunigt sich weiter.

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