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Curevac erhält Finanzspritze 100 Millionen Euro für den Biotech-Star

Dietmar Hopp und Bill Gates sind bereits an Bord. Jetzt landet das Tübinger Biotech-Unternehmen den nächsten großen Coup: Internationale Investoren verpassen der Firma eine beeindruckende Finanzspritze.
Firmenchef Ingmar Hoerr sieht das Unternehmen nun bis 2018 durchfinanziert. Quelle: dpa
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Firmenchef Ingmar Hoerr sieht das Unternehmen nun bis 2018 durchfinanziert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Vor einem halbem Jahr rückte Microsoft-Gründer Bill Gates Curevac ins internationale Rampenlicht, als er sich über seine Stiftung mit 46 Millionen Euro beteiligte. Nun ist der Tübinger Biotechfirma ein weiterer, finanziell sogar noch größerer Coup gelungen: In einer neuen Finanzierungsrunde sichert sich das Unternehmen zusätzliche 100 Millionen Euro an Eigenmitteln und vollzieht damit eine der bisher größten Kapitalerhöhungen im deutschen Biotechsektor.

Der Deal ist damit ein weiteres Signal, dass sich vor allem ausländische Geldgeber zusehends für die deutsche Biotechszene interessieren. Das neue Kapital kommt von einer Investorengruppe unter Führung des britischen Vermögensverwalters Baillie Gifford. Zu den Geldgebern gehören unter anderem Chartwave Limited, Coppel Family, Northview und Sigma Group. Curevac-Chef Ingmar Hoerr sieht das Unternehmen, das bisher noch keine eigenen Produktumsätze erzielt, damit bis 2018 durchfinanziert. Man gewinne damit weiteren Spielraum, die Produktentwicklung auf Grundlage der eigenen Technologiebasis deutlich auszubauen.

„Wir wollen unsere Plattform künftig noch stärker nutzen, um eigene Produkte zu entwickeln“, sagte Hoerr. Im Vorfeld der Kapitalerhöhung wurde Curevac zudem in eine AG umgewandelt. Einen späteren Börsengang schließt Hoerr nicht aus. „Diese Option halten wir uns offen, und wir wollen die richtige Struktur dafür haben. Aber ein Börsengang hat derzeit keine Priorität.“

Die im Jahr 2000 gegründete Curevac wurde in der Vergangenheit vor allem von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp finanziert, der nach wie vor eine deutliche Mehrheit bei dem Unternehmen halten dürfte. Bisher hat Curevac rund 200 Millionen Euro an Eigenmitteln eingesammelt.

Die Stiftung von Gates und seiner Frau Melinda war im März eingestiegen und hält seitdem vier Prozent der Anteile. Als größte private Stiftung der Welt verfügt sie über ein Vermögen von mehr als 43 Milliarden Dollar, das sie für die Bekämpfung von Armut und die Verbesserung der Gesundheitsvorsorge in den Entwicklungsländern einsetzen will. Gut 13 Milliarden Dollar sind für die Beschaffung, Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen vorgesehen.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Die Bewertung des Unternehmens bewegt sich nach Angaben Hoerrs nach der neuen Kapitalerhöhung bei rund 1,5 Milliarden Euro. Allein seit dem Einstieg von Gates hat sich damit der rechnerische Wert des Tübinger Unternehmens um rund 30 Prozent erhöht.

Interesse an der Technologie steigt wieder
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