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CVS kauft Omnicare Neue Milliarden-Übernahme in US-Medizinbranche

Druck formt Diamanten: Der intensive Wettbewerb unter amerikanischen Pharma-Dienstleistern und Drogerieketten bringt viele Zusammenschlüsse mit sich. Der jüngste Milliarden-Deal: CVS Health kauft Omnicare.
21.05.2015 - 15:34 Uhr Kommentieren
CVS ist die zweitgrößte Drogeriemarkt-Kette der USA, Omnicare betreut 1,7 Millionen Betten in 47 US-Bundesstaaten. Quelle: ap
Gigant schluckt Gigant

CVS ist die zweitgrößte Drogeriemarkt-Kette der USA, Omnicare betreut 1,7 Millionen Betten in 47 US-Bundesstaaten.

(Foto: ap)

New York Der harte Preiskampf führt zu einer neuen Milliarden-Übernahme in der US-Medizinbranche: Die landesweit zweitgrößte Drogeriemarkt-Kette CVS Health kauft den Pharma-Dienstleister Omnicare einschließlich Schulden für 12,7 Milliarden Dollar. Die Führungsgremien beider Seiten hätten sich darauf geeinigt, teilte CVS am Donnerstag mit.

Mit einem Preis von 98 Dollar je Aktie ist CVS der Deal einen Aufschlag von vier Prozent auf den Omnicare-Schlusskurs von Mittwoch wert. CVS verspricht sich von der Übernahme des wichtigsten US-Anbieters von Medizin-Dienstleistungen für Senioren, bessere Möglichkeiten beim eigenen Einkauf und eine Umsatzsteigerung.

An der Börse kam das Vorhaben gut an: Die CVS-Aktie legte vorbörslich rund zwei Prozent zu. Die Papiere von Omnicare stiegen um 1,4 Prozent.

Diese Übernahmen scheiterten spektakulär
Bank of Scotland - National Westminster Bank 1999
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NatWest-Vorstandsvorsitzender Sir David Rowland (r.) im Jahr 1999: Die National Westminster Bank (NatWest), eine der größten britischen Banken, hat 1999 nach zweieinhalb Monaten den Kampf um ihre Unabhängigkeit verloren. Bieter waren die Royal Bank of Scotland und der Konkurrent Bank of Scotland. Die Bank of Scotland bot 41,74 Milliarden Dollar – zu wenig für die NatWest. Den Übernahmekampf hat die RBS gewonnen.

Quelle: Dealogic

(Foto: Reuters)
France Telecom - TeliaSonera 2008
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France Telecom-Chef Stephane Richard auf einer Konferenz 2015: Vor sieben Jahren erhoffte sich France Telecom, mit der Übernahme des schwedisch-finnischen Konkurrenten TeliaSonera zum viertgrößten Telekommunikationskonzern der Welt aufzusteigen. Doch beide Konzerne konnten sich auf kein passendes Angebot einigen. Die Franzosen wollten den Konkurrenten für 41,78 Milliarden Dollar kaufen.

(Foto: Reuters)
Bell Atlantic - Airtouch 1999
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Bell-Atlantic-Chef (l., hier mit GTE-Chef Charles R. Lee) auf einer Pressekonferenz 1998: Um die amerikanische Telekommunikationsfirma AirTouch Communications war im Jahr 1999 offenbar ein Übernahmekampf entbrannt. Obwohl die geplante Übernahme des Telefonkonzerns GTE noch nicht perfekt war, wollte Bell Atlantic den Mobilfunkanbieter kaufen – für 44,05 Milliarden Dollar. Doch zur Übernahme kam es dann doch nicht. Als Grund nannte Bell Atlantic die anstehende Fusion von Airtouch mit dem britischen Mobilfunkunternehmen Vodafone.

(Foto: Reuters)
General Electric - Honeywell 2000
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General-Electric-Chef Jeffrey R. Immelt spricht vor Mitarbeitern im Jahr 2014: Zunächst schien der umfangreichsten Fusion der Welt im Jahr 2000 nichts im Weg zu stehen. General Electric hat die Bieterschlacht um Honeywell International gewonnen. Die Übernahme kostete General Electric (GE) 44,16 Milliarden Dollar. Doch die EU-Kommission hat die Übernahmeofferte des US-Mischkonzerns General Electric für den Technologieriesen Honeywell kurz darauf abgelehnt. Die Fusion würde für GE eine marktbeherrschende Stellung in der Luftfahrtindustrie schaffen oder verstärken, war die Begründung der Kommission damals.

(Foto: ap)
Comcast - Time Warner Cable 2014
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Ein Fahrzeug von Comcast: Es sollte die Mega-Hochzeit im US-Fernsehmarkt werden. Comcast, der größte Kabelfernseh-Anbieter in den USA, wollte die Nummer zwei, Time Warner Cable, übernehmen. Mitte April 2015 ist der Deal (45,25 Milliarden Dollar) geplatzt. Wettbewerbshüter und Regierung senkten die Daumen. Sie fürchteten eine zu große Marktmacht des neuen Konzerns.

(Foto: ap)
Microsoft - Yahoo 2008
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Microsoft-Chef Satya Nadella im Jahr 2014: Nach einem drei Monate langen Tauziehen hat der Softwareriese Microsoft 2008 sein milliardenschweres Übernahmeangebot für den Internet-Konzern Yahoo zurückgezogen. Beide Seiten konnten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen. Nachdem Microsoft das Angebot von 47,48 Milliarden Dollar zum zweiten Mal verbessert hatte, war Yahoo damit nicht zufrieden. Yahoo lehnte das Microsoft-Angebot ab und verlangte weit mehr als 50 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Comcast- Mediaone 1999
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Mediaone-Chef Charles M. Lillis (l.) und Comcast-Chef Brian Roberts bei einer Pressekonferenz im Jahr 1999: Es hätte wieder eine Elefantenhochzeit gegeben – eine rein US-amerikanische. Comcast hatte 48,65 Milliarden Dollar in Aktien für die Mediaone Group angeboten und damit den Kürzeren gezogen. Mediaone Group hat das Übernahmeangebot des größten US-Telefonkonzerns AT&T akzeptiert.

(Foto: ap)

Derzeit kommt es angesichts des intensiven Wettbewerbs unter den amerikanischen Pharma-Dienstleistern und Drogerieketten verstärkt zu Zusammenschlüssen. Die Unternehmen wollen so höhere Preise durchsetzen. Im März kaufte der Krankenversicherer UnitedHealth für rund 12,8 Milliarden Dollar den Rezept-Abrechnungsspezialisten Catamaran .

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    Auch die Pharmabranche ist vom Fusionsfieber erfasst. So will der US-Konzern Mylan seine Einkaufstour fortsetzen und den irischen Arzneimittel-Hersteller Perrigo für 34 Milliarden Dollar schlucken. Erst kürzlich schloss das Unternehmen die milliardenschwere Übernahme von Geschäften mit Nachahmer-Präparaten des Diagnostik-Konzerns Abbott ab. Mylan ist allerdings selbst zum Übernahmeziel geworden. Eine Offerte der israelischen Ratiopharm-Mutter Teva über 40 Milliarden Dollar wies der Konzern zuletzt zurück.

    • rtr
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