Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dacia treibt Verkaufszahlen Renaults Sparkurs zeigt Erfolge

Einen deutlichen Anstieg des Gewinns meldet der Renault-Konzern. Grund dafür sind gute Verkaufszahlen der Billigtochter Dacia und ein harter Sparkurs. Noch im vergangenen Jahr machte das Sparprogramm Renault zu schaffen.
Update: 29.07.2014 - 12:17 Uhr Kommentieren
Die guten Verkaufszahlen der Billigtochter Dacia bescheren dem französischen Auto-Hersteller Ranault einen deutlichen Gewinn. Quelle: ap

Die guten Verkaufszahlen der Billigtochter Dacia bescheren dem französischen Auto-Hersteller Ranault einen deutlichen Gewinn.

(Foto: ap)

ParisDer harte Sparkurs von Renault macht sich bezahlt. Der Betriebsgewinn stieg im ersten Halbjahr um ein Viertel auf 729 Millionen Euro, wie der französische Autokonzern am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank dagegen um drei Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Doch dank besonders strenger Kostenkontrolle konnte die Rendite verbessert werden, wie Finanzvorstand Dominiqe Thormann betonte. Der Volkswagen -Rivale streicht Tausende Arbeitsplätze. Zudem habe die enge Partnerschaft mit Nissan aus Japan zu Einsparungen im Einkauf geführt, erläuterte das Management.

Das Unternehmen konnte seinen Nettogewinn in der ersten Jahreshälfte auf 801 Millionen Euro mehr als verachtfachen, wie das Management mitteilte. Der Überschuss war im Vorjahreszeitraum jedoch durch Abschreibungen von mehr als 500 Millionen Euro auf das Iran-Geschäft belastet worden. Operativ lief es deutlich besser. Allerdings hat Renault inzwischen mit der Währungsschwäche in einigen Schwellenländern zu kämpfen. Doch gerade die Präsenz in diesen neuen Märkten hatte den Franzosen während der Autokrise in Europa über die Runden geholfen.

Renault blickt nun wieder verstärkt auf den alten Kontinent, wo der Markt nach jüngsten Schätzungen des Unternehmens 2014 um drei bis vier Prozent wachsen wird. Bisher war der Konzern von zwei bis drei Prozent ausgegangen. Ob die steigende Nachfrage auch beim angeschlagenen Rivalen Peugeot spürbar wird, dürfte dessen Zahlen am Mittwoch zeigen.

Der ebenfalls in Frankreich beheimatete Reifenhersteller Michelin profitiert von der Markterholung in Europa. Dem Continental -Rivalen verhalfen aber auch niedrigere Rohstoffkosten im ersten Halbjahr zu einem Gewinnplus von 23 Prozent auf 624 Millionen Euro. Der Umsatz sank dagegen um 4,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Wie Renault bekommt auch Michelin zu spüren, dass ein Währungsverfall in Auslandsmärkten auf die Erlöse drückt.

Renault war nicht zuletzt dank seiner Billigmarke Dacia noch vergleichsweise gut durch die vergangenen sechs Krisenjahre der Autobranche gekommen. In Kürze will das Unternehmen neue Versionen wichtiger Modelle wie des Twingo auf den Markt bringen. Um diesen Wechsel auch in den Autohäusern vorzubereiten, bleiben immer mehr ältere Modelle zunächst in zentralen Renault-Lagern. Die Zahl der Fahrzeuge stieg dort auf fast 160.000 nach 100.000 ein Jahr zuvor. Analysten bemängelten die negativen Effekte auf den Barmittel-Zufluss. Das Cashflow-Defizit weitete sich auf 360 Millionen Euro aus nach minus 31 Millionen ein Jahr zuvor.

Dies sorgte an der Börse für Verdruss: Renault-Aktien gaben mehr als vier Prozent nach. Peugeot-Scheine verbilligten sich um gut zwei Prozent. Michelin-Papiere machten dagegen Verluste wett und notierten 0,2 Prozent im Plus.

  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Dacia treibt Verkaufszahlen - Renaults Sparkurs zeigt Erfolge

0 Kommentare zu "Dacia treibt Verkaufszahlen: Renaults Sparkurs zeigt Erfolge"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote