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Daimler Autobauer strebt Holding-Struktur an

Daimler-Chef Dieter Zetsche wandelt den Konzern in eine Holding. Geplant ist eine Dreiteilung in das Mercedes-Benz-Pkw- und Transportergeschäft, Lkw und Busse sowie Finanzservices. Auch Teilbörsengänge sind dann möglich.
24.08.2017 - 13:21 Uhr 2 Kommentare
Der Daimler-Chef baut den Konzern um. Quelle: AFP
Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef baut den Konzern um.

(Foto: AFP)

Frankfurt Daimler-Chef Dieter Zetsche plant nach einem Medienbericht den Umbau des Konzerns in eine Holding mit drei Teilgesellschaften spätestens bis 2019. Zetsche und Finanzchef Bodo Uebber hätten eine entsprechende Grundsatzentscheidung getroffen, berichtete das „Manager Magazin“ am Donnerstag vorab.

Vorgesehen sei eine Dreiteilung in das Pkw- und Transportergeschäft Mercedes-Benz, Lkw und Busse sowie Finanzdienstleistungen. Ein Daimler-Sprecher erklärte, der Dax-Konzern prüfe kontinuierlich, wie er im sich ändernden Wettbewerb und Marktumfeld ideal positioniere. Daimler will sich demnach in der aktuell ertragsstarken Phase überlegen, wie das Unternehmen am besten künftigen Herausforderungen begegnet. Die größte Herausforderung für Daimler – wie auch für die anderen deutschen Autobauer – ist derzeit, die enormen Investitionen in die Trends Elektromobilität, autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen zu stemmen.

Nach Informationen des Handelsblatts wollen Vorstand und Aufsichtsrat aber zunächst einen externen Berater mit einer „Machbarkeitsstudie“ beauftragen. Das Gutachten soll die Vor- und Nachteile einer Holding-Struktur klären, heißt es in Konzernkreisen.

Das sind die Bestseller von Daimler
Starke Absatzzahlen
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Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

(Foto: Reuters)
Kompaktklasse
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2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Kompaktklasse
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Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Mittelklasse
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Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Obere Mittelklasse
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Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

(Foto: dpa)
SUV
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Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

(Foto: Pressefoto Daimler)
SUVs
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Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

(Foto: Pressefoto Daimler)

Unklar sei zum Beispiel, ob die Kleintransporter (Vans) der Lastwagen- oder Pkw-Sparte zugeschlagen würden. Auch die in „Moovel“ gebündelten Geschäfte mit Mobilitätsdienstleistungen könnten rechtlich eigenständig werden, hieß es am Donnerstag. Geprüft werden müsste auch, ob bei einer Umwandlung nicht zu hohe Steuerzahlungen anfielen. Für die Arbeitnehmer sei zudem entscheidend, ob in der neuen Struktur die Mitbestimmung eingehalten werde.   

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Standort erkennen

    Uebber hatte bereits im Juli angekündigt zu prüfen, ob und wie die bisher fünf Divisionen (Pkw, Vans, Busse, Trucks, Financial Services) des Konzerns in rechtlich selbstständige Einheiten umgewandelt werden können. „Wir glauben, dass wir mit geänderten Strukturen den Konzern kundenagiler und fokussierter in den Märkten aufstellen können und damit Wachstumschancen heben“, sagte der Finanzchef.

    Was neu ist an der neuen S-Klasse
    Mercedes S-Klasse
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    Pünktlich zur Vorstellung des neuen Audi A8 schickt Mercedes die aufgefrischte S-Klasse ins Rennen um die Oberklassekundschaft. Um auch in den kommenden Jahren an der Segmentspitze mitfahren zu können, haben die Stuttgarter nicht nur die Optik mit neuen Scheinwerfern und Schürzen sichtbar überarbeitet, sondern über 6.500 Teile angefasst...

    (Foto: Hersteller)
    Mercedes S-Klasse
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    Herzstück der ab sofort für mindestens 84.639 Euro bestellbaren S-Klasse ist aber der neue Reihensechszylinder, der mit 48-Volt-Unterstützung und E-Booster mächtig Druck macht.

    (Foto: Hersteller)
    Mercedes S-Klasse
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    Der neue Dreiliter-Motor kommt im S 450 mit 367 PS sowie in einer auf 435 PS hochgezüchteten Variante als S 500 auf den Markt und verdrängt mit rund 500 Newtonmeter Drehmoment den bisherigen Achtzylinder von seinem Platz. Mit der Einführung des 48-Volt-Netzes hat ein integrierter Startergenerator (ISG) Einzug gehalten, der den Riementrieb überflüssig macht und kurzfristig bis zu 16 kW/22 PS und 250 Nm Drehmoment beisteuern kann.

    (Foto: Hersteller)
    Mercedes S-Klasse
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    Das bringt Extra-Schub und gleichzeitig übernimmt der ISG auch die Rekuperation und speist zurückgewonnene Energie in die 0,9-kWh-Lithium-Ionen-Batterie ein. Doch damit nicht genug: Ein zusätzlicher elektrischer Verdichter macht dem Turboloch endgültig den Garaus und drückt schon bei niedrigen Drehzahlen genug Luft in die Brennkammern, um den Motor zu Hochleistungen zu animieren.

    (Foto: Hersteller)
    Mercedes S-Klasse
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    Das Ergebnis: Äußerst knackiges Ansprechverhalten, unmittelbare Kraftentfaltung und jede Menge Fahrspaß – bei gleichzeitig reduziertem Durst. Mercedes verspricht für den S 500 einen Verbrauch von 6,6 Liter Benzin, der bisherige Achtzylinder verbrannte gut zweieinhalb Liter mehr.

    (Foto: Hersteller)
    Blick in den Innenraum der S-Klasse
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    Einzige Schwachstelle: Bei höherem Tempo geht dem Reihensechser ein wenig die Puste aus und die Kraftentfaltung lässt spürbar nach. Das fällt vor allem im Vergleich zur Vehemenz, mit der sich der Motor beim Anfahren ins Zeug legt, deutlich auf.

    (Foto: Hersteller)
    Abhilfe schafft der S 560:
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    Der ebenfalls neu entwickelte Vierliter-Achtzylinder stemmt 469 PS und 700 Newtonmeter auf die Kurbelwelle und nimmt selbst kurz bevor der elektronische Begrenzer bei 250 km/h den Riegel vorschiebt noch artig Gas an und legt nochmal eine Schippe drauf.

    (Foto: Hersteller)

    Es sei nicht geplant, sich von einzelnen Geschäftsbereichen zu trennen. Die Analyse habe aber erst begonnen. Spekulationen, damit laufe es auf einen Börsengang der zweitgrößten Sparte Daimler Trucks hinaus, wollte Uebber nicht kommentieren.

    Das „Manager Magazin“ berichtete zudem, Teilbörsengänge seien möglich, eine komplette Aufspaltung des Unternehmens sei aber nicht geplant. Neben Zetsche gelte Uebber als Kandidat für den Posten des Holding-Chefs, abhängig davon, wie schnell das Vorhaben umgesetzt werde. Zetsches Vertrag läuft noch bis Ende 2019. Bisher galt der jetzige Forschungschef Ola Källenius als aussichtsreichster Kandidat, auf den langjährigen Daimler-Chef zu folgen.

    • fas
    • rtr
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    2 Kommentare zu "Daimler: Autobauer strebt Holding-Struktur an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • HERVORRAGEND!
      DIE DREITEILUNG IST ABSOLUT NÖTIG:
      Dann erkennt auch jeder kleine Aktionär, dass Daimler der Weltmarktführer bei LKW/Busse ist. Zusätzlich können die Bereiche flexibler und Markt und Kunden orientierter arbeiten.
      BAYER und Siemens machen es vor und auch bei Daimler ist es eine sehr gute Strategie.
      Bei einem Börsengang eines Bereiches wäre es sehr wünschenswert, dass die Daimler Aktionäre jene Anteile erhalten. Inzwischen dürften die Anteile von Daimler in den Händen der "Hartgesottenen" sein - vergleiche Kostolany. Die Hartgesottenen sollte man nicht vergraulen. Da vertraue ich Herrn Zetsche,

    • WEITER SO DAIMLER !!!

      UND SCHÖN WEITER BESICHTIGUNGSTAGE VERANSTALTEN, damit die Konkurrenz auch dann kommt um bei seine Werke danach die abgeschaute bessere Anlagen bei sich auch einzusetzen !!!

      SPIONAGE IST HEUTE EINFACHER durch Besichtigungen der Werke für die Konkurrenten und sogar obere Etagen der Konkurrenten !!!

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