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Daimler, BMW, Audi US-Behörde erlaubt Autobauern Übernahme von Nokia Here

Keine Bedenken: Das ist das Urteil der US-Wettbewerbsaufsicht zu den Plänen von Daimler, BMW und Audi, den Kartendienst Here zu kaufen. Wichtige Technologien stehen auf dem Spiel – und das Wettrennen mit der Konkurrenz.
02.09.2015 - 18:24 Uhr
Mit dem Kauf des Kartenanbieters Here will das Konsortium aus Daimler, BMW und Audi verhindern, dass Schlüsseltechnologien in die Hände von Google oder Apple fallen. Quelle: dpa
Kartenhersteller Here

Mit dem Kauf des Kartenanbieters Here will das Konsortium aus Daimler, BMW und Audi verhindern, dass Schlüsseltechnologien in die Hände von Google oder Apple fallen.

(Foto: dpa)

Stuttgart/Washington Die US-Wettbewerbsaufsicht hat den Autobauern Daimler, BMW und Audi grünes Licht zur Übernahme der Nokia-Navigationssparte Here gegeben. Die Genehmigung wurde am Mittwoch im vereinfachten Verfahren erteilt, wie die Handelskommission FTC auf ihrer Internetseite bekannt gab. Die Kartellwächter haben damit keine Bedenken, dass der Wettbewerb durch die Übernahme beschränkt wird. Die Transaktion müssen noch weitere Aufseher, darunter das deutsche Kartellamt, absegnen, ehe sie vollzogen werden kann. „Wir begrüßen die Entscheidung und hoffen auf Zustimmung der anderen Behörden“, erklärte die VW-Tochter Audi.

Die drei deutschen Oberklasse-Hersteller übernehmen Europas größten Anbieter von Navigationsleistungen für rund 2,5 Milliarden Euro. Das Trio will damit verhindern, dass die Schlüsseltechnologie für Assistenzsysteme, Navigation und autonomes Fahren in die Hände von Google, Apple oder anderen Internetfirmen gerät. Nokia Here wird in Europa in vier von fünf Autos genutzt. Die Sparte ging aus dem Navigations-Anbieter Navteq hervor, den der finnische Konzern 2008 für rund acht Milliarden Dollar gekauft hatte.

Zum Kauf gründeten die drei Autobauer dem Antrag zufolge eine Gesellschaft nach niederländischem Recht namens There Holding. Sie sind zu gleichen Teilen an dem Übernahmekonsortium beteiligt.

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    Wie BMW, Daimler und Audi künftig die Welt vermessen
    Kameraauto von Here
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    Die Kamerautos von Here vermessen mit teuren Apparaturen die Straßen. Auf dem Dach sind zahlreiche Sensoren montiert. Wilfried Ness (am Steuer) gehört zu einem Kartenteam der Nokia-Tochter, die jetzt an die deutschen Premiumhersteller verkauft wird.

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    Aufbau mit Sensoren
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    Die Kameras zeigen nach vorne, hinten, links und rechts – sie schießen hochauflösende Bilder. Lasertaster vermessen die Häuserfronten – Lidar nennen Experten diese Technologie, bei der aus vielen kleinen Punkten ein Bild zusammengesetzt wird. Ganz oben...

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    GPS-Empfänger
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    ... thront ein GPS-Empfänger. Er soll die Position des Fahrzeugs möglichst genau orten. Der gesamte Aufbau kostet mehr als das Auto selbst.

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    Kabelstrang
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    Den Aufbau montiert Nokia auf einem herkömmlichen Dachgepäckträger, die Kabel laufen von dort ins Innere...

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    Blick ins Auto
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    ... zu einem Computer, der im Fußraum des Beifahrersitzes steht. Dort werden die Daten gespeichert – die Festplatte fasst ein Terabyte, also 1024 Gigabyte. Binnen einer Woche ist sie voll, mit Fotos und Daten.

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    Tablet als Navigationsgerät
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    Hier geht's lang: Ein Tablet-Computer dient als Navi und Kontrollstation. Der Fahrer kann sich die Routen anzeigen lassen...

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    Perspektiven der vier Kameras
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    ... und die Ergebnisse kontrollieren. Hier Aufnahmen der hochauflösenden Kameras, die in vier Richtungen zeigen.

    • rtr
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