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Daimler

Abschied an der Spitze: Daimler ist zum Abschied von Dieter Zetsche (l.) im Renditevergleich weltweit die Nummer eins. Auch sein Nachfolger Ola Källenius kann sich freuen.

(Foto: dpa)

Daimler, BMW, Toyota Das sind die rentabelsten Autohersteller der Welt

Weltweit ist der Autoabsatz gesunken, die Gewinne brechen ein. Der rentabelste Hersteller der Welt kommt wieder aus Deutschland.
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DüsseldorfDer Automarkt steckt zu Jahresbeginn weltweit in der Krise. In allen wichtigen Märkten ist der Absatz von Januar bis März deutlich gesunken. Um sich für die neue Autowelt zu rüsten, müssen die Hersteller darüber hinaus kräftig in Forschung und Entwicklung investieren, was die Kosten steigen lässt.

Doch einige Hersteller schaffen es trotzdem, dem Trend zu trotzen. Ein Ranking der Unternehmensberatung EY zeigt, welche Marken besonders rentabel arbeiten – und welche nicht. Im Vergleich fehlen allerdings die französischen Hersteller Renault und Peugeot Citroën (PSA), da beide im ersten Quartal keine Angaben zum Ebit gemacht haben.

Platz 14: Nissan

Nicht nur der Ghosn-Skandal hält die Marke in Atem, auch operativ läuft es alles andere als rund. Im wichtigen US-Markt, aber auch in Europa sind die Fahrzeugverkäufe der Japaner deutlich gesunken. Mit 1,36 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit gehörte die Renault-Schwester in den ersten drei Monaten zu den großen Verlierern im Automarkt.

Der Gewinn zu Jahresbeginn fiel mit 36 Millionen Euro deutlich schmaler aus als im Vorjahr, in dem Nissan noch 1,68 Milliarden Euro erwirtschaften konnte. Die Ebit-Marge liegt noch bei mageren 0,2 Prozent.

Nissan-Chef Hiroto Saikawa steht vor großen Herausforderungen: Sowohl personell als auch operativ geht es dem Hersteller schlecht. Quelle: AFP
Nissan

Nissan-Chef Hiroto Saikawa steht vor großen Herausforderungen: Sowohl personell als auch operativ geht es dem Hersteller schlecht.

(Foto: AFP)

Platz 13: Honda

Anders sieht die Lage beim japanischen Autohersteller Honda aus. Auch hier sank der Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich auf 339 Millionen Euro (nach 1,01 Milliarden Euro im Vorjahr). Allerdings investieren die Japaner auch deutlich mehr in Forschung und Entwicklung als die Konkurrenz. Mit 1,85 Milliarden Euro stecken sie sogar mehr in die Forschung als Daimler oder BMW.

Trotz eines steigenden Absatzes ist die Ebit-Marge mit 1,0 Prozent nicht gerade üppig.

Der japanische Konzern steckt mehr in die Forschung als Daimler oder BMW. Quelle: AP
Honda

Der japanische Konzern steckt mehr in die Forschung als Daimler oder BMW.

(Foto: AP)

Platz 12: Mazda

Im Konzert der großen Konzerne war Mazda lange in der Nische erfolgreich. Doch die Erfolgsjahre sind allmählich vorbei. Der Gewinn fiel in den ersten drei Monaten mit 188 Millionen Euro sehr schmal aus, die Verkäufe sackten weltweit um zwölf Prozent auf 391.000 verkaufte Fahrzeuge ab. Mit einer Ebit-Marge von 2,5 Prozent sind die Japaner im Industrievergleich weit unten.

Der kleine japanische Hersteller hat einen schwierigen Jahresstart hinter sich. Der Mazda 4 soll 2020 die Wende einleiten. Quelle: Reuters
Mazda

Der kleine japanische Hersteller hat einen schwierigen Jahresstart hinter sich. Der Mazda 4 soll 2020 die Wende einleiten.

(Foto: Reuters)

Platz 11: BMW

Es ist ein jäher Absturz für die Münchener: Vom Spitzenplatz stürzt der deutsche Premiumhersteller im ersten Quartal ganz aus den Top Ten. Der Gewinn sackte von 2,7 Milliarden Euro auf 589 Millionen Euro ab. Denn die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind zu Jahresbeginn deutlich gestiegen – auf nun insgesamt 1,4 Milliarden Euro.

Dabei stagnieren die Verkäufe. Die Ebit-Marge von 2,6 Prozent ist allerdings weit von den eigenen Ansprüchen entfernt.

BMW-Chef Harald Krüger muss den deutschen Premiumhersteller schnell wieder in die Spur kriegen. Quelle: dpa
BMW

BMW-Chef Harald Krüger muss den deutschen Premiumhersteller schnell wieder in die Spur kriegen.

(Foto: dpa)

Platz 10: Hyundai

Die Koreaner trotzen dem Trend und schaffen die Rückkehr unter die besten zehn. Der Gewinn legte um satte 21 Prozent auf 645 Millionen Euro zu. Und auch beim Absatz steht unter dem Strich ein leichtes Plus. Allerdings sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung mit 192 Millionen Euro auch deutlich geringer als bei jedem anderen Hersteller mit globalem Anspruch.

Die Ebit-Marge ist mit 3,4 Prozent auch immer noch deutlich unterdurchschnittlich.

Trotz Absatzplus sinkt der Gewinn der kleinen japanischen Partnermarke von Renault und Nissan. Quelle: Reuters
Mitsubishi

Trotz Absatzplus sinkt der Gewinn der kleinen japanischen Partnermarke von Renault und Nissan.

(Foto: Reuters)

Platz 9: Mitsubishi

Der kleinste Hersteller im Vergleich kann seine Verkäufe in den ersten drei Monaten zwar leicht auf 350.000 Fahrzeuge steigern. Doch den Hersteller schwächen weiterhin deutliche Kostenprobleme. Trotz winziger Entwicklungsausgaben von 127 Millionen Euro sank der Gewinn um 20 Prozent auf 214 Millionen Euro. Das entspricht einer unterdurchschnittlichen Ebit-Marge von 3,7 Prozent.

Bei Ford regiert ein Sparkurs. So will sich der Konzern fit für neue Technologien wie das autonome Fahren machen. Quelle: Reuters
Ford

Bei Ford regiert ein Sparkurs. So will sich der Konzern fit für neue Technologien wie das autonome Fahren machen.

(Foto: Reuters)

Platz 8: Ford

Der Konzern steckt mitten in einem radikalen Kostensenkungsprogramm. Das sorgt für hohe Sonderkosten. Und auch der Absatz ist weltweit im ersten Quartal um 14 Prozent eingebrochen. Mit einem Gewinn von 1,35 Milliarden Euro liegen die Amerikaner im ersten Quartal allerdings nur leicht unter dem Vorjahr. Und mit 1,8 Milliarden Euro an Forschungs- und Entwicklungsausgaben stellt sich der Konzern für die Zukunft auf.

Die Ebit-Marge ist mit 3,8 Prozent im Branchenvergleich allerdings nicht besonders hoch.

Die Koreaner können den Gewinn deutlich steigern, investieren aber wenig in Forschung und Entwicklung. Quelle: Reuters
Hyundai

Die Koreaner können den Gewinn deutlich steigern, investieren aber wenig in Forschung und Entwicklung.

(Foto: Reuters)

Platz 7: General Motors

GM-Konzernchefin Mary Barra hat den Konzern radikal auf die Zukunft ausgerichtet. Im Gewinn schlägt sich das bislang aber noch nicht nieder. Mit 1,33 Milliarden Euro brach der Gewinn im ersten Quartal um 24 Prozent ein. Und auch der Absatz ging weltweit um zehn Prozent auf 1,88 Millionen verkaufte Autos zurück. Mit einer Ebit-Marge von 4,3 Prozent ist GM auch nicht mehr der rentabelste US-Autokonzern.

Den meisten Umsatz macht GM weiterhin mit großen Pick-up-Trucks. Quelle: Reuters
General Motors

Den meisten Umsatz macht GM weiterhin mit großen Pick-up-Trucks.

(Foto: Reuters)

Platz 6: Fiat Chrysler (FCA)

Die offensiven Verhandlungen über eine Allianz der Italo-Amerikaner mit Renault bestimmten die Schlagzeilen. Operativ läuft es dagegen alles andere als gut für Fiat Chrysler: Der Gewinn brach im ersten Quartal um 18 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro ein. Und auch die Verkäufe sanken um 14 Prozent auf 1,04 Millionen Fahrzeuge.

Die operative Rendite ist mit 4,5 Prozent zwar ordentlich, allerdings investiert Fiat Chrysler mit 657 Millionen Euro auch deutlich weniger in Forschung und Entwicklung als die direkte Konkurrenz.

Um im Konzert der Großen weiter mitspielen zu können, suchen die Italo-Amerikaner einen Partner. Quelle: AFP
Fiat Chrysler

Um im Konzert der Großen weiter mitspielen zu können, suchen die Italo-Amerikaner einen Partner.

(Foto: AFP)

Platz 5: Kia

Die Koreaner konnten gegen den Markttrend den Gewinn in den ersten drei Monaten auf 465 Millionen Euro fast verdoppeln – und das bei stagnierendem Absatz. Sie haben damit auch ihre Ebit-Marge auf 4,8 Prozent verdoppelt. Doch bei Forschung und Entwicklung landet Kia mit Ausgaben von 214 Millionen Euro weit unten.

Die Koreaner legen beim Profit deutlich zu und sind der große Gewinner im Ebit-Vergleich. Quelle: Reuters
Kia

Die Koreaner legen beim Profit deutlich zu und sind der große Gewinner im Ebit-Vergleich.

(Foto: Reuters)

Platz 4: Volkswagen

Im VW-Reich schwächelt der Renditemeister Audi. Darum macht der größte deutsche Autokonzern auch nicht mehr den höchsten Gewinn der Industrie. Da der Gewinn um acht Prozent auf 3,87 Milliarden Euro gesunken ist, musste VW den Spitzenplatz räumen. Ein Sparprogramm soll auch die Ebit-Rendite von derzeit 6,4 Prozent wieder steigern.

Allerdings: In Sachen Forschung und Entwicklung ist VW zumindest bei den Investitionen der Konkurrenz enteilt. Satte 3,23 Milliarden Euro fließen in die Entwicklung – unter anderem für eine Reihe neuer Elektroautos.

Der rein elektrische VW ID 3 gibt einen Ausblick auf die neuen Elektroautos des Konzerns. Quelle: AFP
Volkswagen

Der rein elektrische VW ID 3 gibt einen Ausblick auf die neuen Elektroautos des Konzerns.

(Foto: AFP)

Platz 3: Suzuki

Jahrelang rangierten die kleinen Japaner bei der Rendite auf den Spitzenplätzen. Doch die Branchenschwäche lässt auch Suzuki nicht kalt. Zu Jahresbeginn schrumpfte der Gewinn um 41 Prozent auf 540 Millionen Euro. Mit einer Ebit-Marge von 6,5 Prozent sind die Japaner aber immer noch besser als die meisten direkten Konkurrenten.

Die Japaner haben ihren Gewinn fast halbiert. Für Bronze im Renditevergleich reicht es trotzdem noch. Quelle: Reuters
Suzuki

Die Japaner haben ihren Gewinn fast halbiert. Für Bronze im Renditevergleich reicht es trotzdem noch.

(Foto: Reuters)

Platz 2: Toyota

Der profitabelste Volumenhersteller der Welt ist Toyota, und das obwohl der Gewinn des globalen Riesen zu Jahresbeginn um 16 Prozent auf 4,23 Milliarden Euro abgesackt ist. Mit 2,6 Millionen verkauften Autos verkaufte kein Hersteller mehr als die Japaner. Und die Ebit-Marge von 6,8 Prozent ist besser als bei allen anderen Volumenherstellern.

Unter den Volumenherstellern ist keiner profitabler als die Japaner – obwohl der Gewinn eingebrochen ist. Quelle: Reuters
Toyota

Unter den Volumenherstellern ist keiner profitabler als die Japaner – obwohl der Gewinn eingebrochen ist.

(Foto: Reuters)

Platz 1: Daimler

Die Krone der profitabelsten Autohersteller geht nach Deutschland. Zum Abschied des langjährigen Konzernchefs Dieter Zetsche mussten die Schwaben im ersten Quartal einen Gewinneinbruch von 16 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro hinnehmen.

Doch die Ebit-Marge von 7,1 Prozent ist höher als bei allen anderen Autoherstellern weltweit. Und auch bei Forschung und Entwicklung bewegt sich Daimler mit Ausgaben in Höhe von 1,7 Milliarden Euro im Spitzenfeld.

Abschied an der Spitze: Daimler ist zum Abschied von Dieter Zetsche (l.) im Renditevergleich weltweit die Nummer eins. Auch sein Nachfolger Ola Källenius kann sich freuen. Quelle: dpa
Daimler

Abschied an der Spitze: Daimler ist zum Abschied von Dieter Zetsche (l.) im Renditevergleich weltweit die Nummer eins. Auch sein Nachfolger Ola Källenius kann sich freuen.

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