Daimler Die neue Stärke des Dr. Z

Nach dem Abgang von Kronprinz Renschler ist der Daimler-Chef Zetsche im Konzern unangefochten - sogar eine Vertragsverlängerung scheint möglich. Seine Nachfolge ist dagegen wieder völlig offen.
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Daimler-Chef Zetsche könnte länger an der Konzernspitze bleiben. Quelle: dpa

Daimler-Chef Zetsche könnte länger an der Konzernspitze bleiben.

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StuttgartDer überraschende Abgang von Daimler -Produktionsvorstand Andreas Renschler heizt Spekulationen an, Vorstandschef Dieter Zetsche könnte den Autobauer über 2016 hinaus führen. Renschler galt als ein Kandidat für Zetsches Nachfolge. Nun werden die Karten neu gemischt - einige Auto-Analysten sehen den ebenfalls als Kronprinz gehandelten Lkw-Chef Wolfgang Bernhard als Favoriten. Auch Finanzvorstand Bodo Uebber werden gute Aussichten zugeschrieben. Doch trotz all der gehandelten Namen - Gewinner könnte Zetsche selbst sein. Sein Vertrag könnte verlängert werden, wenn sich unter seiner Führung die ersten Erfolge mit den vielen neuen Modelle zur Glückssträhne auswachsen. „Zetsches Position ist unangefochten“, hieß es in Unternehmenskreisen nach der Entscheidung von Renschler.

Die Entscheidung über Zetsches Zukunft fällt voraussichtlich Ende 2015. Sein Vertrag läuft Ende 2016 aus. Zetsche selbst hat sich zu seiner Zukunft bislang nicht geäußert. Viele Beobachter halten Zetsches Ausscheiden Ende 2016 für besiegelt, denn auf Druck der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat war sein Vertrag 2013 nur um drei statt wie üblich um fünf Jahre verlängert worden. Die Betriebsräte hatten Zetsche schlechten Führungsstil und fehlende Absprachen etwa über das jüngste Sparprogramm vorgeworfen. Diese Klippe will Zetsche künftig offenbar umschiffen: Inzwischen gehe er mit einer Charme-Offensive auf die Beschäftigten zu, die zurzeit ein enormes Arbeitspensum bewältigen, hieß es in Kreisen des Betriebsrats. So besuche der Daimler-Chef spontan die Produktion oder stelle sich im Intranet-Chat den Fragen der Mitarbeiter.

Von wegen Baby-Benz
25th annual North American Interational Auto Show in Detroit
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Seit 1993 steht die C-Klasse als Synonym für die Mittelklasse bei Mercedes. Eine im wahrsten Sinn des Wortes vitaminreiche Zutat zum Produktportfolio der Schwaben. Nur die E-Klasse ist für Umsatz und Ertrag bei den Schwaben wichtiger als die C-Klasse, deren neueste Generation jetzt auf der Automesse in Detroit ihre Premiere feierte.

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Mehr als zehn Millionen Einheiten hat Mercedes von seiner Mittelklasse in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten gefertigt. Kommen noch die 1.879.629 Exemplare des von 1982 bis 1993 gebauten Vorhängers Mercedes 190 hinzu, unterstreichen alleine die Produktionszahlen die Bedeutung der Modellreihe für den Hersteller.

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Im März steht die neue Generation der Baureihe zu Preisen ab 33.558 Euro für den C 180 bei den deutschen Händlern. Wenig später folgt die Kombi-Variante, die ihre Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon feiern wird.

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Inzwischen hat die einst als „Baby-Benz“ gestartete Baureihe in den Abmessungen fast die E-Klasse erreicht. Sie rollt als eine Art Miniatur-Ausgabe der S-Klasse zu den Kunden und setzt damit eine Tradition fort. Als vor inzwischen gut 30 Jahren der Mercedes 190 entwickelt wurde, hatten die Ingenieure den Auftrag, sich vor allem an der größten Stuttgarter Baureihe zu orientieren. Mit einer Länge von 4,69 und einem Radstand von 2,8 Metern kommt die neue C-Klasse nun also der E-Klasse nahe, bringt aber trotz des Zuwachses um zehn Zentimeter in der Länge gut 100 Kilo weniger auf die Waage.

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Wie bisher gibt es das Modell mit zwei Gesichtern: einer konservativen Front mit Stern auf der Motorhaube (hinten im Bild) und einer aggressiver gestalteten Frontpartie mit wuchtigem Stern, der in den Kühlergrill integriert ist.

huGO-BildID: 34621916 A new Mercedes C-Class sedan is presented, Monday, Jan. 13, 2014, at the North American International Auto Show in Detroit, Mic
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Doch auch mit dem vermeintlich konservativeren Kühlergrill trägt die neue C-Klasse dick auf. Nicht nur im Rückspiegel des Vordermanns kann die „kleine“ Limousine leicht mit der großen S-Klasse verwechselt werden.

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Beim Design setzen die Stuttgarter Kreativen bewusst auf eine neue Formensprache, die sich vollkommen vom Vorgänger-Modell löst und nicht auf Evolution setzt. Die neue C-Klasse ist dennoch auf Anhieb als Mercedes erkennbar und kombiniert Elemente aus der A- und S-Klasse, was aber alles andere als widersprüchlich wirkt und einen Auftritt zur Folge hat, bei dem eine unerwartet harmonische Mischung aus Dynamik und Gediegenheit entsteht.

Gleichzeitig mit der verkürzten Verlängerung von Zetsches Vertrag hatten die Arbeitnehmervertreter durchgesetzt, dass Wolfgang Bernhard, bis dahin Produktions-Vorstand für Mercedes-Benz Cars, den Vorstandsposten mit Renschler, damals Lkw-Chef, tauschen musste. Das angespannte Verhältnis des Effizienztrimmers Bernhard mit den Arbeitnehmervertretern, allen voran mit dem noch bis zur Betriebsratswahl im Frühjahr amtierenden Gesamtbetriebsrats-Chefs Erich Klemm, gilt als größtes Hindernis für seinen Weg an die Daimler-Spitze.

Ein McKinsey-Berater in Lauerstellung
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2 Kommentare zu "Daimler: Die neue Stärke des Dr. Z"

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  • Das selbe habt ihr über Steve Jobs gesagt. Nun merkt ihr er ist ein Held. Das gleice ist jetzt beim Dr. Z. Er ist auch ein Revolutioner. BMW & AUDI und co. haben es jetzt bemerkt und ziehen ihen Hut ab. Du & co. braucht noch ne weile bis der groschen fällt.

  • Dr. Z. steht für Milliardenverluste bei Chrysler und große Sprüche. Z. B. A Klasse - der Angriff - in der Zulassungsstatistik auf Platz 18 fernab der Konkurrenz; die einzige Rettung für Mercedes die Amis und der farblose Audichef Rudi Stadler der auch nicht viel zustande bringt; - wenn die Amis mal merken dass bei Mercedes nicht viel dahinter ist wird es sehr eng da sie auf den anderen Märkten nicht bestehen können.

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