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Daimler E-Auto-Streit legt Mercedes-Produktion zum Teil lahm

Der Streit über die Zukunft des Mercedes-Werks Untertürkheim zieht die Produktion in Mitleidenschaft. Die Frühschicht in der E-Klasse-Fertigung fällt am Samstag aus. Es geht um die Umstellung auf Elektroautos.
29.06.2017 - 10:29 Uhr Kommentieren
Das Daimler-Management sagte für diesen Samstag die Frühschicht im Sindelfinger Werk zur E-Klasse-Produktion ab. Quelle: dpa
Mercedes-Werk Sindelfingen

Das Daimler-Management sagte für diesen Samstag die Frühschicht im Sindelfinger Werk zur E-Klasse-Produktion ab.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der Streit zwischen der Chefetage und der Arbeitnehmerseite im Daimler-Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim legt Teile der Produktion lahm. Nachdem der örtliche Betriebsrat die Genehmigung von Überstunden ab Samstag verweigert hatte, sagte das Management für diesen Samstag nun die Frühschicht im Sindelfinger Werk zur E-Klasse-Produktion ab.

Die Arbeitnehmervertretung will damit den Druck in der Verhandlung mit dem Management über die Umstellung des Standortes auf die Elektromobilität verstärken. „Das Unternehmen muss merken, dass es jetzt ernst wird“, hatte Betriebsratschef Wolfgang Nieke erklärt.

Beide Standorte sind eng miteinander verzahnt, Sindelfingen bekommt Bauteile aus Untertürkheim. Weil an einem Teil der Lieferkette die Fertigung gedrosselt werden muss, tritt die Geschäftsführung nun auch in einem anderen Teil – in Sindelfingen – auf die Bremse.

Bei Mercedes-Benz läuft die Pkw-Fertigung derzeit auf Hochtouren mit Überstunden und Wochenendschichten. Ausfälle in Untertürkheim treffen den Autobauer daher empfindlich. Werksleiter Frank Deiß bekräftigte, das Management habe den Beschäftigten faire Vorschläge gemacht. „Eine weitere Eskalation halten wir angesichts unseres Angebotes nicht für angemessen“, ergänzte er.

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    Das sind die Bestseller von Daimler
    Starke Absatzzahlen
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    Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

    (Foto: Reuters)
    Kompaktklasse
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    2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

    (Foto: Pressefoto Daimler)
    Kompaktklasse
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    Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

    (Foto: Pressefoto Daimler)
    Mittelklasse
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    Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

    (Foto: Pressefoto Daimler)
    Obere Mittelklasse
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    Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

    (Foto: dpa)
    SUV
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    Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

    (Foto: Pressefoto Daimler)
    SUVs
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    Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

    (Foto: Pressefoto Daimler)

    Hintergrund des schon länger schwelenden Streits ist die Umstellung der Produktion auf den beschlossenen raschen Ausbau von Elektroautos bei dem Premiumhersteller. Bis 2025 soll rund ein Fünftel des Absatzes auf Pkw mit Batterieantrieb entfallen. Da die Elektromotoren aus viel weniger Teilen bestehen als Verbrennungsmotoren, könnte das Komponentenwerk auf längere Sicht weniger Arbeit bieten. Beschäftigte fürchten um ihre Jobs.

    Daimler wolle den Mitarbeitern weiterhin gute Perspektiven bieten, erklärte Deiß. Doch müsse gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesichert werden. Denn es sei nicht selbstverständlich, dort die Batterieproduktion anzusiedeln. „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Standort nicht optimal“, ergänzte der Werksleiter und Chef der Antriebstechnik.

    • dpa
    • rtr
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