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Daimler-Gewinn steigt rasant Der Stern glänzt – auch in China

Daimler steigert seinen Gewinn um rund ein Drittel. Die neuen Mercedes-Modelle reißen dabei den gesamten Konzern mit. Vorstandschef Dieter Zetsche hat derzeit vor allem einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.
22.10.2015 Update: 22.10.2015 - 09:16 Uhr 2 Kommentare
Mercedes glänzt dank zahlreicher neuer Modelle. Quelle: dpa
Dieter Zetsche mit dem GLE Coupe

Mercedes glänzt dank zahlreicher neuer Modelle.

(Foto: dpa)

Stuttgart/München Weder der mauere Automarkt in China noch Schwächen im Lkw-Geschäft können Daimler bremsen: Der Autobauer hat im dritten Quartal den Betriebsgewinn aus dem laufenden Geschäft erneut kräftig gesteigert und die Rendite im Pkw-Geschäft über der Zielmarke von zehn Prozent gehalten. Vorstandschef Dieter Zetsche wertete dies als Beweis, „dass wir die richtige Strategie verfolgen und mit den richtigen Produkten sowie Technologien unterwegs sind“.

Das Lkw-Geschäft schwächelte zwar wegen der Schwierigkeiten auf dem lateinamerikanischen Markt, doch in der Kernsparte lief es prächtig. Bei Mercedes-Benz zog das operative Ergebnis (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von Juli bis September um 34 Prozent an auf 2,161 Milliarden Euro. Das entsprach 10,4 Prozent vom Umsatz, wie Daimler am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Im zweiten Quartal hatten die Schwaben erstmals seit Jahren wieder eine zweistellige Marge erreicht – ein Wert, den Konkurrenten wie BMW und Audi schon lange einfuhren. Mercedes glänzt dank zahlreicher neuer Modelle mit immer neuen Absatzrekorden.

Der Konzernumsatz legte im dritten Quartal um 13 Prozent zu auf 37,276 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um zwei Prozent zurück, allerdings war im Vorjahr ein hoher Sondereffekt aus dem Verkauf des Anteils am Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems enthalten. Bezogen auf das laufende Geschäft kletterte der operative Konzerngewinn um 31 Prozent auf 3,657 Milliarden Euro.

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    Mit den guten Quartalsergebnissen ist Daimler bei seinen Prognosen auf Kurs. Konzernchef Zetsche hatte zu Beginn des Jahres angekündigt die Profitabilität des Unternehmens auf Ebit-Basis 2015 „deutlich“ steigern zu wollen. Dazu profitiert Daimler auch von den Kosteneinsparungen des Sparprogramms „Fit for Leaderhip“ und dem schwache Euro, der die Exporte in den Dollarraum sehr profitabel macht. Hinzu kommt die verjüngte Produktpalette: Mercedes profitiert von der Einführung der neuen Geländewagen GLA, GLC und GLE.

    „C“ wie „coupéhaft“ statt „K“ wie „kantig“
    Mercedes ändert bei seinem Mittelklasse-SUV nicht nur den Namen von GLK in GLC, sondern auch das komplette Styling.
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    Statt als kerniger Quasi-Geländewagen in G-Klassen-Tradition tritt der Allrader nun als schnittiges Sport-UV mit sanft abfallender Dachlinie auf. Trotzdem wachsen Platzangebot und Gepäckraum. Die Markteinführung des Fünftürers erfolgt Mitte September zu Preisen ab 44.500 Euro.

    (Foto: PR)
    Die Umbenennung ist dabei weniger dem geänderten Design-Konzept geschuldet als der groß angelegten Umfirmierung der Mercedes-Modellpalette.
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    Wie künftig bei allen anderen Modellen mit drei Buchstaben, weist die letzte Letter der Bezeichnung nun auf die zugrundeliegende Fahrzeugklasse hin. In diesem Fall ist das (wie auch schon beim GLK) die C-Klasse.

    (Foto: PR)
    Der GLK-Nachfolger soll im September ab 44.506 Euro in den Handel kommen.
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    Eine Verwandtschaft, die nun auch äußerlich zu erkennen ist, hat der GLC doch mit der Limousine die durchaus gelungene Mischung aus Eleganz und Dynamik gemein. Dafür sorgen die auch bei Wettbewerbern wie Audi Q5 und BMW X3 angewandte Optik-Tricks, etwa leicht ansteigende Schultern und ein abfallendes Dach sowie scharf gezogene Karosseriefalze.

    (Foto: PR)
    Blick auf den Fahrer-Arbeitsplatz
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    Ecken und Kanten gibt es beim GLC hingegen keine mehr. Auch der Innenraum wirkt nun runder, orientiert sich mit der geschwungenen Mittelkonsole, dem freistehenden Bildschirm und den runden Lufteinlässen ebenfalls an der aktuellen C-Klasse.

    (Foto: PR)
    Dank der fülligeren Formen ist das Platzangebot gegenüber dem kastenartigen Vorgänger gewachsen.
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    Der um knapp 12 Zentimeter auf 2,87 Meter gestreckte Radstand verspricht vor allem mehr Fußraum in Reihe zwei, die um das gleiche Maß erhöhte Gesamtlänge (4,66 Meter) sowie das Plus von 5 Zentimetern in der Breite dürften auch ganz allgemein zu einem luftigeren Raumgefühl führen.

    (Foto: PR)
    50 Liter mehr Stauraum
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    Der Grund-Laderaum hat um 80 Liter auf 550 Liter zugelegt, maximal passen 1.600 Liter hinter die große Klappe (plus 50 Liter). Dazu soll eine verstellbare Lehne die Variabilität im Alltag verbessern – einer der Kritikpunkte beim Vorgänger.

    (Foto: PR)
    Zum Start im Herbst gibt es zunächst drei bekannte Motoren, darunter zwei Diesel.
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    Als Einstieg fungiert ein 2,1-Liter-Vierzylinder mit 125 kW/170 PS, darüber rangiert eine hubraumgleiche Variante mit 150 kW/204 PS. Beide Triebwerke übertragen ihre Kraft über eine Neungangautomatik an alle vier Räder. Gleiches gilt auch für den einzigen Benziner, einen 2,0 Liter großen Vierzylinderturbo mit 155 kW/211 PS. Gegenüber den Motoren des Vorgängers sollen die überarbeiteten Aggregate um bis zu 19 Prozent sparsamer geworden sein; der kleine Diesel etwa soll mit fünf Litern Kraftstoff auskommen.

    (Foto: PR)

    Noch dazu hat der Autobauer derzeit einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Daimler spürt im Gegensatz zu den Konkurrenten Audi und BMW nichts von der Krise in China. Die Stuttgarter haben seit Jahresbeginn ihren China-Absatz um ein Drittel gesteigert. Im September rückte China auch erstmals auf Platz Nummer eins in der Mercedes-Verkaufsstatistik, noch vor dem bislang größten Einzelmarkt USA.

    Bei Pkw-Nachfrage bleibt Zetsche vorsichtig
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    2 Kommentare zu "Daimler-Gewinn steigt rasant: Der Stern glänzt – auch in China"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • >> Der Stern glänzt – auch in China >>

      (...)

      Die Frage ist, wie lange ! Die Qualität von Daimler ist für die Sau ( insbesondere bei der Electrik und Elektronik ) !

      Die Abhängigkeit des Motoranlassers von dem Deckel des Handschuhfaches ( ohne dass der Deckel zu ist, läßt sich so manch Daimler NICHT starten ) bleibt wohl ein Geheimnis für das Haus Daimler !

      Wenn man sich permanent mit Firmenkäufen, Beteiligungen, Verkäufen beschäftigt, bleibt KEINE Zeit mehr für die Technischen Innovationen und Qualitätsmerkmale.

      Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Jetzt, wo bei VW die Fetzen fliegen, ist es wohltuend, wenn man mal wieder etwas Gutes von der deutschen Automobil-Industrie hört.

      Mercedes selbst kommt heraus aus dem Tal der Tränen. Die Amis ( chrysler) haben diesem Nobelunternehmen auch fast 100 mrd. Euro gekostet. Ich hoffe, dass Volkswagen nicht so viel Transfer-Leistung an die Amis zahlen müssen.

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