Daimler-Konzern Minus 8 Prozent – Verkaufszahlen von Mercedes brechen im Juli stark ein

Nach Jahren steigender Verkäufe verzeichnet die wichtigste Daimler-Marke ihr zweites Minus in Folge. Besonders betroffen: das US-Geschäft.
1 Kommentar
Die Daimler-Kernmarke verkaufte im Juli weltweit nur noch 167.500 Fahrzeuge. Quelle: dpa
Mercedes-Produktion in Bremen

Die Daimler-Kernmarke verkaufte im Juli weltweit nur noch 167.500 Fahrzeuge.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Motor von Daimler gerät zunehmend ins Stottern. Die Kernmarke des Stuttgarter Pkw- und Lastwagenherstellers, Mercedes-Benz, leidet im diesjährigen Sommer unter Absatzschwund. Nach 63 Monaten, in denen Mercedes einen Verkaufsrekord nach dem anderen feiert, gingen die Absätze im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals zurück. Und auch im Juli schwächeln die Schwaben.

Wie Daimler am Montag mitteilte, verkaufte Mercedes im Juli weltweit nur noch 167.500 Fahrzeuge. Das ist ein Minus von fast acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Europa brach der Absatz um rund 14 Prozent ein, in den USA sogar um beinahe 23 Prozent. Einzig in Asien brummt noch das Geschäft. In China verzeichnet Mercedes im Juli einen Zuwachs bei den Verkäufen von mehr als acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Global betrachtet ist der Trend bei Mercedes aber klar negativ. Die Gründe für die neue Absatzschwäche sind vielfältig. So kämpft Daimler in Europa mit dem neuen, verschärften Zertifizierungsstandard WLTP.

Auch in Übersee wird die Zulassung von Modellen immer aufwendiger. Ein Brand bei einem Zulieferer in den USA sorgte beim Mercedes-Werk in Alabama über Wochen für eine eingeschränkte Produktion.

In Amerika kam im Juli noch erschwerend hinzu, dass der Autobauer mit IT-Problemen zu kämpfen hatten. Viele Kunden konnten deswegen tagelang keine neuen Autos ordern. Zu guter Letzt hat Mercedes den Zenit beim Produktzyklus scheinbar überschritten. Während die Flotte der Stuttgarter altert, greifen Konkurrenten wie BMW und Audi mit frischeren Modellen an.

Die Folge: Mercedes-Benz-Cars, die Kernsparte von Daimler, die für mehr als die Hälfte des Umsatzes des Dax-Konzerns steht, musste zum Halbjahr einen Gewinneinbruch von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in Kauf nehmen. Daimler verspricht sich nun aber beispielsweise durch die neue C-Klasse, deren Markteinführung in den vergangenen Monaten in Europa gestartet ist, eine Geschäftsbelebung für das zweite Halbjahr.

Vertriebsvorständin Britta Seeger gibt sich unterdessen ohnehin recht zufrieden. Denn betrachtet man den Absatz der ersten sieben Monate des Jahres 2018 im Vergleich zu 2017 konnte Mercedes sogar um 2,3 Prozent mehr Autos verkaufen.

„Noch nie zuvor haben so viele Kunden in den ersten sieben Monaten eines Jahres ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang genommen“, erklärte Seeger.

Startseite

Mehr zu: Daimler-Konzern - Minus 8 Prozent – Verkaufszahlen von Mercedes brechen im Juli stark ein

1 Kommentar zu "Daimler-Konzern: Minus 8 Prozent – Verkaufszahlen von Mercedes brechen im Juli stark ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Noch nie zuvor haben so viele Kunden in den ersten sieben Monaten eines Jahres ihren neuen Mercedes-Benz in Empfang genommen
    SO HÄTTE DIE ÜBERSCHRIFT AUCH LAUTEN KÖNNEN (SIEHE TEXT) STATTDESSEN:
    Minus 8 Prozent – Verkaufszahlen von Mercedes brechen im Juli stark ein
    DER HUBIK MAG DAIMLER WOHL NICHT - IST DAS QUALITÄTSJOURNALISMUS

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%