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Premium Daimler-Manager Ernst Lieb Das Gespenst aus der Vergangenheit

Die Mercedes-Mutter Daimler prüft neue Compliance-Verstöße. Zwei ehemalige Manager sollen sich über Jahre hinweg Geschäfte zugeschoben haben. Im Mittelpunkt steht ein alter Bekannter.
01.07.2015 - 12:41 Uhr
Auch er soll profitiert haben, weil er seinen Golfkumpel Campbell im Konzern installierte. Quelle: dpa
Ex-Daimler-Manager Lieb

Auch er soll profitiert haben, weil er seinen Golfkumpel Campbell im Konzern installierte.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Melbourne Das Ende war hässlich. Ernst Lieb saß auf einem unbequemen Stuhl im Landesarbeitsgericht Stuttgart. Neben ihm sein Anwalt, ihm gegenüber die Anwälte des Unternehmens, für das Lieb 35 Jahre lang gearbeitet hatte. Durch die ganze Welt war er für seine geliebten Autos gereist. Toronto, Melbourne, New Jersey. Lieb war für Daimler schon tätig gewesen, als noch Fokker-Flugzeuge zum Konzern gehörten. Aus Daimler-Benz wurde im Laufe der Jahre Daimler Chrysler, dann Daimler. Lieb blieb immer Lieb.

Doch im Oktober 2011 schmiss Daimler „den Ernst“, wie er genannt wurde,  hochkant raus. Der Manager habe abgerechnet, was nicht hätte abgerechnet werden dürfen, hieß es. Einen privaten Weinkühlschrank für 2500 Dollar. Ein Fitnesscenter für 22.000 Dollar, ein Heimkino für 89.000 Dollar. In einem öffentlichen Gerichtssaal musste Lieb erklären, warum er Daimler für die Weihnachtsbeleuchtung seiner Villa 20.000 Dollar zahlen ließ. Viele grinsten im Gerichtssaal.

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