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Daimler Mercedes-Absatz sinkt im August zum dritten Mal in Folge

Der Abwärtstrend bei Mercedes-Benz setzt sich vorerst fort. Ganz anders lief es im August beim Premium-Rivalen Audi.
Update: 10.09.2018 - 11:55 Uhr Kommentieren
Der Autobauer hofft im vierten Quartal auf eine Rückkehr zu alter Absatzstärke. Quelle: dpa
Mercedes C-Klasse

Der Autobauer hofft im vierten Quartal auf eine Rückkehr zu alter Absatzstärke.

(Foto: dpa)

FrankfurtModellwechsel und Verzögerungen bei der Zertifizierung von Fahrzeugen haben Daimlers Pkw-Sparte Mercedes-Benz im August den dritten Monat in Folge einen Absatzrückgang eingebrockt. Die Marke mit dem Stern verkaufte knapp 156.000 Fahrzeuge, das waren 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Von Januar bis August sei der Absatz hingegen um 1,1 Prozent auf 1,51 Millionen Pkw gestiegen, teilte der Stuttgarter Autobauer am Montag mit. Die Marke von 1,5 Millionen Auslieferungen sei damit so früh im Jahr wie noch nie erreicht worden, erklärte Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger.

Bei der Zertifizierung neuer Modelle habe Mercedes Priorität auf den seit September in Europa geltenden neuen Standard für Abgas- und Verbrauchsmessungen WLTP gelegt, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Die Modellpalette in Europa sei jetzt zwar komplett danach zugelassen, doch sei es dadurch zu Verzögerungen bei Zertifizierungen an anderen Märkten gekommen.

„Wir gehen davon aus, dass sich das im vierten Quartal wieder normalisiert. Die Nachfrage weltweit ist unverändert hoch.“ Neben einem Modellwechsel bei den Kompaktwagen A- oder C-Klasse dämpften außerdem die Importzölle Chinas auf Autos aus den USA die Nachfrage, was zum Beispiel das SUV-Modell GLE betrifft.

Die Umstellung auf WLTP sorgte dagegen bei Audi für ein Kontrastprogramm. Die Marke mit den vier Ringen lieferte mit 153.900 Fahrzeugen fast elf Prozent mehr aus als vor Jahresfrist. Die VW-Tochter drückte weiterhin Modelle, die nach dem auslaufenden Prüfverfahren NEFZ zugelassen sind, mit Rabatten in den Markt. „Mit zunehmender Leerung der Lager flaut der Trend nun wieder ab“, erläuterte Audi dazu am Montag.

Der Tesla-Jäger von Mercedes im Detail
Mercedes legt den Schalter um
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Im Stockholmer Kunstmuseum Artipelag präsentierte Autobauer Mercedes am Dienstagabend sein erstes reines Elektro-SUV: den EQC.

(Foto: Reuters)
Dieter Zetsche präsentiert
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Der Daimler-Chef ließ es sich nicht nehmen, den neuen Hoffnungsträger des Konzerns selbst vorzustellen. „Mit dem EQC legen wir den Schalter um“, blieb „Doktor Z“ im Bild. In der Modellreihe sollen mehr als zehn Fahrzeuge folgen. Ein Viertel des Umsatzes sollen die Elektro-Ableger künftig ausmachen.

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Grüner wird's nicht
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450 Kilometer Reichweite soll der Stromer schaffen, der einfach an den Hausstrom angeschlossen wird. Das Thema Schnellladung vernachlässigt der Konzern erst einmal. „Wie oft kommt das wirklich vor?“, entgegnete der Entwicklungschef für E-Antriebe bei Daimler, Jochen Hermann.

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Ola Källenius
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Daimlers Entwicklungschef ist sichtlich zufrieden mit dem Fahrzeug. Neben Audis E-Tron ist der EQC die Speerspitze der deutschen Premiumhersteller im Konkurrenzkampf mit Primus Tesla. Analysten erwarten, dass der Markteintritt die Kräfteverhältnisse zugunsten Europas verschiebt.

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Daimler verzückt sich selbst
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„Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik“, soll der Pkw laut Daimler-Chefdesigner Gorden Wagener sein. Die Mercedes-Gene sind im Innenraum klar erkennbar – was für den klassischen Markenkäufer nicht die schlechteste Eigenschaft sein dürfte.

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Anleihen an den GLC
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Der Elektro-SUV erinnert etwas an Mercedes' bisherige Verbrennermodelle. Allerdings ist der EQC komplett neu entwickelt und nicht ein mit E-Motor ausgestopfter Benziner.

(Foto: Reuters)
Daimler ist Feuer und Flamme
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„Es ist der Mercedes unter den Elektroautos“, erklärte Zetsche vor Ort. Der Konzern steckt in den kommenden Jahren über zehn Milliarden Euro in den Angriff auf Tesla.

(Foto: AFP)

Besonders groß war der Gegensatz der beiden Autobauer am US-Markt. Audi konnte die Auslieferungen im August um 5,5 Prozent auf gut 20.900 Fahrzeuge steigern. Bei Mercedes brach der Absatz um fast 20 Prozent ein auf gut 20.300 Pkw. Die Schwaben verteidigten allerdings ihren Vorsprung von Januar bis August: Mit 1,51 Millionen verkauften Wagen erreichten sie die Marke von 1,5 Millionen so früh im Jahr wie noch nie zuvor, erklärte Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger.

Audi erhöhte den Absatz bis Ende August um 5,5 Prozent auf fast 1,27 Millionen Fahrzeuge. Vor allem die Geländewagen Q5 und Q7 seien in den USA gefragt, erklärte Audi. Auf ihrem wichtigsten Automarkt China konnten Mercedes und Audi mit 13,9 beziehungsweise 15,8 Prozent Zuwachs weiterhin am stärksten punkten.

Audi, BMW und Mercedes stellen in diesem Monat alle drei die ersten Modelle ihrer neuen Elektroautoserien vor, für die sie sich in den kommenden Jahren starke Nachfrage erhoffen. „Wir werden mit dem EQC zusätzliche Akzente und Impulse auf dem Markt setzen“, erklärte die Mercedes-Vertriebschefin. Mit dem Audi e-tron leite das Unternehmen eine neue Ära ein, sagte der kommissarische Audi-Chef Bram Schot.

  • rtr
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