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Daimler schließt Ausstieg nicht mehr aus Mitsubishi im Elchtest

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Morgen soll der wohl künftige Chef, Andreas Renschler, jetzt noch bei Smart, mit einer Crew von Konzernexperten eintreffen, um das Desaster aus der Nähe zu besichtigen. Man erwartet ihn gespannt, um nicht zu sagen bang. An den Grundproblemen kann jedoch auch sein Sanierungsplan nichts ändern. „Mitsubishi fehlt es einfach an neuen Modellen“, meint Analyst Tsuyoshi Mochimaru von Daiwa Securities.

Was also tun? Ein Ausstieg bei Mitsubishi Motors wird von Daimler-Chrysler grundsätzlich nicht mehr ausgeschlossen. Wie dazu aus Unternehmenskreisen verlautete, soll Renschler „alle Optionen“ prüfen. Der Mitsubishi-Sanierer hat bis Ende April Zeit, sein Prüfergebnis über den angeschlagenen japanischen Autohersteller vorzulegen. Danach soll eine Sondersitzung des Daimler-Aufsichtsrats über die Zukunft Mitsubishis entscheiden.

Noch ist es wahrscheinlich, dass das Kontrollgremium eine Kapitalerhöhung für Mitsubishi beschließen wird. Sollte Renschler allerdings zu dem Schluss kommen, dass es keine Hoffnung mehr für Mitsubishi gibt, würde der Daimler-Konzern auch die schmerzliche Trennung von den Japanern beschließen, heißt es. Die Mitsubishi-Führung, verlautet dazu aus dem Konzern, habe nicht rechtzeitig auf die bestehenden Schwierigkeiten hingewiesen und zu spät reagiert.

Während in Stuttgart also eine Drohkulisse aufgebaut wird, sieht man in Tokio die Rettung eher in einer noch engeren Zusammenarbeit mit Daimler-Chrysler.

Jetzt zeigen sich tatsächlich die ersten Früchte der Zusammenarbeit. In der kommenden Woche soll in Genf der neue europäische Colt vorgestellt werden, der mit dem Viersitzer-Smart viele Bauteile gemeinsam hat – das Paradebeispiel, wie sich künftig die Allianzpartner im von Schrempp anvisierten Weltkonzern gegenseitig aus dem Schlamassel ziehen sollen. Der Motor für beide Wagen wird seit Dezember in einem neuen Werk im thüringischen Kölleda produziert, bei der MDC Power GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von Mitsubishi und Daimler.

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