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Autobosse

Im Fokus der deutschen Autobauer: Wie sieht die Förderung von Autoantrieben der Zukunft aus?

(Foto: Bongarts/ Getty Images, Axel Schmidt/Reuters, Dirk Bruniecki/laif [M])

Daimler, VW, BMW Entspannung nach Krisentelefonat: Autohersteller einigen sich auf E-Auto-Strategie

Der angedrohte Rückzug von Volkswagen aus dem Branchenverband VDA hat hohe Wellen geschlagen. Die Chefs von BMW, Daimler und VW haben nun im direkten Gespräch eine Lösung gesucht.
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Frankfurt Letztlich hat das Telefonat der Vorstandsvorsitzenden von Daimler, BMW und VW rund 40 Minuten gedauert. Nach zehn Minuten sei bereits klar gewesen, dass alle an einem Strang ziehen würden, berichteten Branchenvertreter dem Handelsblatt im Anschluss an die Konferenzschalte.

Die Zukunft gehöre der Elektromobilität, und diese werde im kommenden Jahrzehnt die einzige Technologie sein, mit der die Umweltgesetze in der Europäischen Union einzuhalten seien. Diese Ansicht wurde von VW-Chef Herbert Diess sowie von Daimler-Boss Dieter Zetsche und dem obersten BMW-Verantwortlichen Harald Krüger geteilt.

Diese Einigkeit an sich ist schon ein Erfolg. In den vergangenen Tagen waren die Emotionen hochgekocht, weil Diess eine massivere Förderung von E-Autos zulasten von Verbrennern gefordert hatte. Letztlich hatte er damit den Verbleib des VW-Konzerns im Verband der Automobilindustrie (VDA) infrage gestellt.

Diese Gefahr dürfte gebannt sein. Ein Vertreter des VDA sagte nach dem Telefonat, es sei ein konstruktives Gespräch gewesen. Es sei eine gemeinsame Position gefunden worden, über die der Verband zeitnah informieren werde.

Laut Branchenkreisen werden die drei Hersteller ihre jeweiligen Konzepte für eine Förderung der Elektromobilität dem VDA übermitteln. „Auf der Basis dieser Konzepte soll der Verband dann ein Konsenspapier ausarbeiten“, hieß es. Dieses soll dann die gemeinsame Position gegenüber der Politik sein.

Im Kern will die Industrie das Konsenspapier als Grundlage für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie eine zukünftige Förderkulisse positionieren. Strittig ist bislang, inwiefern der Verkauf von Verbrennern steuerlich gefördert werden soll. VW etwa will die finanziellen Vorteile für Diesel in Zuschüsse für E-Autos umwidmen. BMW und Daimler lehnen dies ab.

Die Unternehmen stehen bei der Ausarbeitung einer einheitlichen Position unter Zeitdruck. Bereits kommenden Monat könnte im Kanzleramt ein Mobilitätsgipfel stattfinden, bei dem über die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität diskutiert werden soll. Es wäre fatal, wenn die Hersteller keine einheitliche Linie vertreten würden, sagte ein hochrangiger Branchenvertreter.

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4 Kommentare zu "Daimler, VW, BMW: Entspannung nach Krisentelefonat: Autohersteller einigen sich auf E-Auto-Strategie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Guter Beitrag von Herrn Peter.
    Seit nunmehr knapp fünf Jahren fahre ich einen PHEV plug-in Hybriden zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ideal für den urbanen Bereich (emissionsfrei) und voll tauglich für lange Stecken. 70km rein elektrisch wären schön, da schaffe ich im Sommer ‚nur‘ 50. Eine PV Anlage trägt massgeblich zur Akkufüllung bei.
    Allerdings ist es auch ein Fakt, dass es für die meisten viele kaum eine Möglichkeit gibt ihr Fahrzeug ohne öffentliche Ladesäule aufzuladen. Da bietet es sich an technologieoffen zu bleiben und den Wasserstoffantrieb ebenso zu fördern ...

  • Die "drei von der Ladesäule" beugen sich ganz pragmatisch dem Unsinn, der in Brüssel erdacht wurde. Der zwingt sie zur Elektromobilität, weil dann die unsinnigen EU-Formeln mit scheinbarer CO2-Freiheit befriedigt werden. Jede Kilowattstunde, die fürs Laden verwendet wird, muss aber zusätzlich erzeugt werden. Durch welche Art Kraftwerke wohl? Nur durch solche, die eine Leistungsreserve haben. Meistens werden es Kohlekraftwerke sein. Und ganz schnell kommt indirekt mehr CO2 raus als beim Benziner.

  • Kluge Ausführung Herr Peter. Ich kann das aus der Praxis bestätigen: fahre elektrisch (EQ smart) und Hybrid (Q7 e-tron).

  • Aufgrund des hohen Energie- und Ressourcen- Aufwandes für Batterien sind nach m.E. Hybird- Autos mit einer Reichweite von ca. 70 km sinnvoll:
    Der Batterie Produktionsaufwand und die Kosten halten sich in Grenzen,
    damit sind die Hybrid- Autos auch für den Normalverdiener erschwinglich,
    dadurch kann sehr viel früher eine Marktdurchdringung erfolgen.

    Die Anzahl der zu reduzierenden Arbeitsplätze würde geringer.

    Mein Wunsch wäre eine Förderung ähnlich wie bisher 5000 Euro für einen Hybrid oder eAuto - ohne Unterschied! Die Regeln sollten einfach gehalten werden: Förderung nur für Privatpersonen, die Mehrwertsteuer zahlen müssen. Man könnte auch auf die Mehrwertsteuer verzichten....

    Warum kein Unterschied in der Förderung von Hybrid und eAutos?
    Hybride verbrauchen nur etwa ein Zehntel der Ressourcen und Energie bei der Batterieproduktion und nutzen die Batterie deutlich extensiver als eAutos.
    Sie sind erschwinglich und der Pendler wird Hybride gerne nutzen.
    Hat der Pendler eine eigene Photovoltaik Anlage auf dem Dach, belastet er zudem nicht die Ladeinfrastruktur.

    Also bitte meine Herren Vorstände: Keine Revolution! Da gibt es zu viele Leidende (Arbeitnehmer/Entlassungen/Wartende vor Ladesäulen). Eine Revolution wäre strategisch ähnlich fatal wie die Bayer-Monsanto oder Daimler-Chrysler Übernahme.
    Ich wünsche mir eine EVOLUTION:
    Die ersten Hybride sollten eine Reichweite von mindestens 70 km haben, dann sollte über die Jahre die Reichweite gesteigert werden, bis man schließlich ganz auf den Verbrenner verzichten kann.

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