Deutscher Autozulieferer China-Flaute lässt Leoni kalt – noch

Brummende Geschäfte mit Fahrzeugbauern und ein starker US-Dollar lassen den Umsatz beim Autozulieferer Leoni wachsen. Der Konzern stellt sich aber auch auf ein schwächeres Chinageschäft ein.
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Von der Absatzkrise der Autobauer in China hat der Zulieferer bislang nichts abbekommen. Quelle: dpa
Leoni

Von der Absatzkrise der Autobauer in China hat der Zulieferer bislang nichts abbekommen.

(Foto: dpa)

MünchenDer Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni hat im abgelaufenen Quartal dank des starken Dollar und brummender Geschäfte mit den Fahrzeugbauern mehr verdient. Das Betriebsergebnis (Ebit) kletterte binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 50,4 Millionen Euro, wie die Nürnberger am Dienstag mitteilten.

Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro zu. „Vergrößert hat sich vor allem das Geschäftsvolumen mit Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen für die exportstarken deutschen Automobilhersteller, aber auch das Geschäft mit internationalen Kunden entwickelte sich positiv“, erklärten die Franken. Anders als im Vorquartal verzeichnete der Autozulieferer von April bis Juni auch wieder einen wachsenden Konzernüberschuss; er stieg um 17,3 Prozent auf 35,1 Millionen Euro.

Die neuen Fabriken in Mexiko und China machten sich bezahlt. Von der jüngsten Absatzkrise der westlichen Autobauer in China hat Leoni bislang nichts abbekommen. Angesichts der schwächeren Autonachfrage in China stellt sich der Kabelspezialist allerdings auf ein schwächeres Chinageschäft ein. Es sei nicht auszuschließen, dass der Autozulieferer sein angepeiltes Ziel von 710 Millionen Euro China-Umsatz 2015 und von rund 750 bis 770 Millionen Euro im Jahr 2016 verfehle, sagte der neue Leoni-Vorstandschef Dieter Bellé am Dienstag in Nürnberg. „Bislang haben wir von diesem Effekt aber noch nichts gespürt“, sagte er.

Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognose. Demnach werde der Umsatz auf 4,3 Milliarden Euro von zuletzt 4,1 Milliarden Euro klettern und der Betriebsgewinn (Ebit) auf mehr als 200 Millionen Euro von zuletzt 182,5 Millionen steigen.

  • rtr
  • dpa
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