Diesel-Abgase VW stoppt Bulli-Auslieferung

Auch der VW-Transporter hat Probleme mit den Diesel-Abgasen. Hersteller Volkswagen stoppt nun bis auf Weiteres die Auslieferung des beliebten Bulli T6 – und kommt damit offenbar einem Zulassungsstopp zuvor.
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VW stoppt Auslieferung des Bulli T6 Quelle: Volkswagen
VW-Transporter T6

Das beliebte Modell läuft weiter im VW-Werk in Hannover vom Band, wird aber nicht an die Händler ausgeliefert.

(Foto: Volkswagen)

HamburgWegen Problemen bei Diesel-Abgaswerten liefert Volkswagen das beliebte Bulli-Modell T6 bis auf Weiteres nicht mehr aus. Man gehe intern Hinweisen nach, dass „bestimmte technische Werte“ der Fahrzeuge mit Pkw-Zulassung nicht mit den behördlichen Vorgaben übereinstimmten, sagte ein Sprecher am Freitag in Hannover. Dies sei dem Kraftfahrt-Bundesamt mitgeteilt worden. Hintergrund ist demnach, dass die bei der Zulassung angegebenen Stickoxid-Werte von VW zu niedrig angesetzt wurden. Die Software der Motorsteuerung schloss Volkswagen als Ursache dafür aus.

Der „Spiegel“ hatte als erstes darüber berichtet. Laut dem Nachrichtenmagazin haben die Wolfsburger bei Tests festgestellt, dass der zulässige Grenzwert für Stickoxide bei den Fahrzeugen teilweise erheblich überschritten wird. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe deswegen sogar einen Zulassungstopp erwogen. Als Reaktion habe Volkswagen der Behörde angeboten, ein Softwareupdate zu entwickeln und in die betroffenen Fahrzeuge einzuspielen. Von der Behörde war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Volkswagen erklärte, um den Abweichungen auf den Grund zu gehen, seien mit der Flensburger Zulassungsbehörde zusätzliche Messungen vereinbart worden. Vorsorglich habe man die Auslieferung der betroffenen Fahrzeuge ausgesetzt. Das beliebte Modell laufe weiter im VW-Werk in Hannover vom Band, werde aber nicht an die Händler ausgeliefert. Angaben zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge und den Motortypen machte VW nicht.

Der Wolfsburger Konzern hatte vor gut zwei Jahren die Manipulation von Diesel-Abgaswerten mit einer Software zugegeben. Diese erkennt, wenn ein Fahrzeug auf dem Prüfstand steht. Weltweit sind davon rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Darunter ist auch der Geländewagen Amarok und der Stadtlieferwagen Caddy der VW-Transportersparte.

Das sind die Bestseller von VW
Platz 10: VW Up - 158.795 verkaufte Fahrzeuge
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Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz zehn: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Quelle: VW Konzernbericht 2017

Platz 9: VW Gol – 203.148 verkaufte Fahrzeuge
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Der Kleinwagen wird speziell für den lateinamerikanischen Markt gebaut und ist dort eines der erfolgreichsten Autos überhaupt. 2017 konnte Volkswagen den Absatz deutlich steigern.

Platz 8: VW Santana - 293.313 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

Platz 7: VW Bora - 334.900 verkaufte Fahrzeuge
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen.

Platz 6: VW Lavida - 507.574 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

Platz 5: VW Passat/Magotan - 660.996 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

Platz 4: VW Polo – 755.506 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der deutsche Kleinwagen-Klassiker dominiert die Neuzulassungsstatistiken oft Monat für Monat in Folge. 2017 präsentierte VW-Markenvorstand Herbert Diess die neueste Variante des Polo.

Auf die Fahrzeuge mit dem manipulierten Dieselmotor EA189 wird derzeit eine neue Software aufgespielt. Die Wiedergutmachung des Diesel-Skandals, der in den USA aufgeflogen war, kostet den Konzern bereits mehr als 25 Milliarden Euro.

  • rtr
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