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Diesel-Affäre Drei konkrete Beschuldigte bei Zulieferer Bosch

In der Diesel-Affäre kristallisieren sich konkrete Beschuldigte heraus. Die Staatsanwaltschaft hat gegen drei Bosch-Manager ein Verfahren eingeleitet. Auch ein Mitarbeiter von Porsche steht im Visier.
29.06.2017 Update: 29.06.2017 - 17:02 Uhr Kommentieren
Der Konzern zählt zu den weltweit wichtigsten Autozulieferern. Quelle: dpa
Bosch

Der Konzern zählt zu den weltweit wichtigsten Autozulieferern.

(Foto: dpa)

Stuttgart Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat bei ihren Ermittlungen gegen den Autozulieferer Bosch im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre nun drei Beschäftigte des Konzerns im Visier. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts der Beihilfe zum Betrug bei einer möglichen Manipulation der Abgasnachbehandlung an VW-Fahrzeugen eingeleitet, wie ein Behördensprecher dem Handelsblatt bestätigte.

Es gehe um Führungskräfte mit Personalverantwortung. Der hierarchisch höchste Beschuldigte gehöre dem mittleren Management an. Eine Erhärtung des Verdachts ist damit nicht verbunden. Allerdings ist die Konkretisierung auf Personen eine Vorbedingung für eine mögliche Anklage. Bosch macht als einer der weltweit wichtigsten Autozulieferer unter anderem mit seiner Dieseltechnik viel Geschäft.

Im Fall Daimler ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin gegen unbekannte Bosch-Mitarbeiter. Bosch droht zudem ein drittes Verfahren – in Bezug auf den Autobauer Fiat prüft die Staatsanwaltschaft, ob auch hier ein Anfangsverdacht besteht. Zudem gebe es Vorermittlungen gegen Mitarbeiter des Sportwagenbauers Porsche AG wegen möglicher Beihilfe zum Abgasbetrug, sagte ein Sprecher der Strafverfolger. Bisher sei allerdings kein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Dem Autobauer lagen noch keine Details zu dem Fall vor. Ein Sprecher versicherte, dass Porsche mit den Behörden wie üblich in Rechtsfällen kooperieren werde.

Das sind die Bestseller von VW
Platz 10: VW Up - 158.795 verkaufte Fahrzeuge
1 von 10

Trotz gesunkener Verkaufszahlen reicht es noch für Platz zehn: Der Kleinstwagen von VW überzeugt mit pfiffigen Lösungen auf engstem Raum. Agilität in der City und geringe Kosten, damit kann der Zweitürer ebenso punkten.

Quelle: VW Konzernbericht 2017

(Foto: vw)
Platz 9: VW Gol – 203.148 verkaufte Fahrzeuge
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Der Kleinwagen wird speziell für den lateinamerikanischen Markt gebaut und ist dort eines der erfolgreichsten Autos überhaupt. 2017 konnte Volkswagen den Absatz deutlich steigern.

(Foto: picture alliance/dpa)
Platz 8: VW Santana - 293.313 verkaufte Fahrzeuge
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Auch die dritte Generation ist ein echter Verkaufserfolg. In Deutschland führte das damals noch sehr kantige Modell eher ein Langweiler-Schattendasein, machte aber international Karriere: 2013 wurde ein komplett neu entwickelter Santana speziell für den chinesischen Markt vorgestellt.

(Foto: AFP)
Platz 7: VW Bora - 334.900 verkaufte Fahrzeuge
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Dass der Name der fünftürigen Limousine zwischen Golf- und Passat-Größe überhaupt noch geführt wird, ist der Bedeutung des chinesischen Automarktes zu verdanken, der für die Wolfsburger so unglaublich wichtig geworden ist. Und egal was man von der Formgebung in Europa hält: Chinesen lieben nun mal klassische Limousinen.

(Foto: Hersteller)
Platz 6: VW Lavida - 507.574 verkaufte Fahrzeuge
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Und noch eine Limousine, wobei diese untere Mittelklasse sogar in China entwickelt wurde. Den hierzulande unbekannten Lavida bietet VW seit zwei Jahren auf dem größten Wachstumsmarkt an. Mit Erfolg.

(Foto: Reuters)
Platz 5: VW Passat/Magotan - 660.996 verkaufte Fahrzeuge
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Platz, Qualität und High-Tech überzeugen viele Käufer. Die geräumige untere Mittelklasse ist in Deutschland vor allem als Kombi für Dienstwagen-Fuhrparks gefragt, der Rest der Welt findet die Limousine interessanter. Den Absatz des Bestsellers, den es schon seit mehr als 40 Jahren gibt, ging im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück.

(Foto: vw)
Platz 4: VW Polo – 755.506 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

Egal welche Generation - der deutsche Kleinwagen-Klassiker dominiert die Neuzulassungsstatistiken oft Monat für Monat in Folge. 2017 präsentierte VW-Markenvorstand Herbert Diess die neueste Variante des Polo.

(Foto: Reuters)

Auch ein Bosch-Sprecher betonte, der Konzern nehme die Vorwürfe der Manipulation von Dieselsoftware sehr ernst. „Bosch unterstützt seit Bekanntwerden der Vorwürfe die laufenden Ermittlungen und kooperiert uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden“, sagte der Sprecher.

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    Zu Details auch der seit knapp zwei Jahren laufenden internen Ermittlungen des Konzerns sowie personellen Konsequenzen wollte der Sprecher nichts sagen. Es gelte bis zur Aufklärung zum Schutz der Mitarbeiter die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft rechnet noch mit längeren Ermittlungen. Als Indiz für die umfängliche Kooperation von Bosch mit den Behörden gilt die Tatsache, dass der weltgrößte Automobilzulieferer – anders als die Kunden Daimler und VW – bislang von Hausdurchsuchungen verschont blieb. In einem Zivilverfahren in den USA zahlte Bosch bereits 300 Millionen Euro für einen Vergleich. Der Konzern ersparte sich damit einen langwierigen Gerichtsprozess, sieht aber in der Zahlung keinerlei Schuldeingeständnis. Bosch hatte die Rückstellungen für rechtliche Risiken um 300 Millionen Euro auf über eine Milliarde Euro in der Bilanz erhöht.

    Der Abgasskandal begann im September 2015 bei Volkswagen. Bosch hatte Software an VW geliefert, mit der der Wolfsburger Autobauer die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipulierte. Als weltgrößter Zulieferer von Motorsteuerungen sind die Schwaben in allen anhängigen Straf- und Zivilverfahren in den USA und Europa wegen des Verdachts der Beihilfe verwickelt.

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