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Diesel-Affäre Verdächtigter Audi-Techniker wieder frei

Monatelang saß Giovanni Pamio, Ex-Audi-Techniker, wegen der Diesel-Affäre in Untersuchungshaft. Nun ist er frei gekommen. Dafür könnte er einen ehemaligen Vorsitzenden belastet haben.
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Die Justiz untersucht, wer bei Audi maßgeblich für die Manipulationen an Dieselmotoren verantwortlich war. Quelle: AFP
Der Skandaldiesel

Die Justiz untersucht, wer bei Audi maßgeblich für die Manipulationen an Dieselmotoren verantwortlich war.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Seit heute kann er sich wieder frei bewegen. Der internationale Haftbefehl gegen Giovanni Pamio, ehemaliger Audi-Techniker und mehrere Monate wegen der Diesel-Affäre des Konzerns in Untersuchungshaft, wurde aufgehoben. Das erfuhr das Handelsblatt aus informierten Kreisen. Offenbar reichte dem Oberlandesgericht München, an das sich Pamios Anwälte gewandt hatten, die Vorwürfe in den USA nicht aus, um den Italiener länger in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim festzuhalten.

Die Amerikaner hatten den internationalen Haftbefehl beantragt, weil sie Pamio für die Abgas-Manipulationen mit verantwortlich machen. Der deutsche Haftbefehl war schon früher aufgehoben worden, nachdem die Staatsanwaltschaft zuvor vergeblich gegen Pamios Freilassung Beschwerde eingelegt hatte.

Für Pamio, der seinen Wohnsitz in Karlsruhe hat, hat die Diesel-Affäre damit ein wenig an Schrecken verloren. Völlig sorgenfrei dürfte er aber noch nicht sein. Noch ist Diesel-Affäre um Abgas-Tricks bei Fahrzeugen von VW, Audi und Porsche nicht aufgeklärt. Insbesondere suchen die Münchner Staatsanwälte weiter nach den persönlich Verantwortlichen.

Dabei dürfte ihnen der Italiener zumindest behilflich gewesen sein. In zahlreichen Vernehmungen in Räumen des Bayerischen Landeskriminalamts soll er die Führungsspitze von Audi schwer belastet haben. Seine Anwälte hatten stets betont, dass Pamio nur ein Bauernopfer sei. Derartige strategische Entscheidungen wie Abgas-Manipulationen habe er innerhalb des Unternehmens gar nicht treffen dürfen.

Pamios Schilderungen könnten auch zur Inhaftierung des ehemalige Audi-Motorenentwickler und Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz geführt haben. Eine Haftbeschwerde von Hatz scheiterte kürzlich. 

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