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Diesel-Skandal Schweizer Verbraucherschützer klagen gegen VW

Die Schweizer Verbraucherschutz-Stiftung SKS verklagt VW und dessen Generalimporteur Amag. Rund 180.000 Fahrer verlangen wegen der Abgas-Manipulation Schadenersatz. Den Schweizern fehlt aber die Sammelklage.
07.09.2017 - 10:35 Uhr Kommentieren
Die Schweizer können keine Sammelklage wie in den USA gegen VW einreichen. Daher greift zunächst eine Verbandsklage – darauf folgt dann die eigentliche Klage. Quelle: dpa
VW-Abgasmanipulationen

Die Schweizer können keine Sammelklage wie in den USA gegen VW einreichen. Daher greift zunächst eine Verbandsklage – darauf folgt dann die eigentliche Klage.

(Foto: dpa)

Bern Die Schweizer Verbraucherschutz-Stiftung SKS hat wegen der Abgas-Manipulationen gegen VW und dessen Generalimporteur Amag in Zürich Klage eingereicht. Rund 180.000 VW-Fahrer sollen nach ihrem Willen bis zu 7000 Franken (gut 6100 Euro) Schadenersatz erhalten, wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte. Der Vorwurf lautet auf Irreführung. VW und Amag hätten die Käufer widerrechtlich getäuscht.

Da es nach Schweizer Recht keine Sammelklagen wie etwa in den USA gibt, setze die Stiftung zunächst auf eine sogenannte Verbandsklage. Richter sollen dabei feststellen, ob mit den Abgasmanipulationen schweizerisches Recht verletzt wurde. Bei einem positiven Bescheid folge die eigentliche Klage auf Schadenersatz, erklärte Geschäftsführerin Sara Stalder.

Die Amag hatte die Vorwürfe schon in der vergangenen Woche zurückgewiesen. Weder liege eine widerrechtliche Täuschung vor, noch sei den Fahrern tatsächlich ein Schaden entstanden. Die Amag habe selbst erst im September 2015 aus den Medien von der „Dieselthematik“ gehört und den Verkauf möglicherweise betroffener Neuwagen sofort gestoppt.

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