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Diesel-Skandal Viele Fahrer wollen auf Benzin umsteigen

Die anhaltende Diskussion über die Umweltbelastung und mögliche Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zeigen Wirkung. Bei der Planung des nächsten Autokaufs bleibt der Diesel immer öfter außen vor.
30.04.2017 - 09:40 Uhr Kommentieren
Viele Diesel-Fahrerdenken planen beim nächsten Autokauf den Motorentyp zu wechseln. Quelle: dpa
Motor im Zwielicht

Viele Diesel-Fahrerdenken planen beim nächsten Autokauf den Motorentyp zu wechseln.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ein großer Teil der Diesel-Fahrer denkt angesichts der hohen Feinstaubbelastung durch Dieselmotoren und drohender Fahrverbote über einen Umstieg auf andere Motortypen nach. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank hervor. Nur noch zwei von fünf Diesel-Fahrern planen demnach beim nächsten Autokauf die erneute Anschaffung eines Diesels. Der Rest will wechseln oder ist unsicher.

Fast jeder dritte Dieselfahrer kündigte bei der Befragung an, er werde beim nächsten Mal voraussichtlich einen Benziner kaufen. Jeder siebte liebäugelt mit einem Hybridfahrzeug, das Verbrennungsmotor und elektrischen Antrieb kombiniert. Reine Elektroautos werden dagegen bislang kaum als Alternative in Betracht gezogen - nicht zuletzt wegen der geringen Reichweite und der hohen Kosten.

Deutlich weniger Wechselbereitschaft zeigen Benzin-Fahrer. Fast drei Viertel von ihnen wollen auch beim nächsten Autokauf wieder zum Benzinmotor greifen. Wer wechseln will, erwägt vor allem den Umstieg auf einen Hybridantrieb. Vom Benzin- auf einen Dieselmotor zu wechseln, planen gerade einmal 4 Prozent der Befragten.

Deutlich polarisierter als beim Diesel ist das Meinungsbild beim Thema autonomes Fahren. Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) könnte sich vorstellen, beim nächsten Auto eine solche Technik zu bestellen, wenn sie zu einem akzeptablen Preis angeboten würde. Doch die andere Hälfte zeigt wenig oder gar kein Interesse.

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    Vier von fünf Befragten sehen im autonomen Fahren vor allem einen Mehrwert für ältere Fahrer oder Personen mit körperlichen Einschränkungen. Bei den Gegnern des autonomen Fahrens überwiegt die Sorge vor einem Verlust des Fahrspaßes und die Angst vor Kontrollverlust.

    Trotz der hohen Kosten ist das Verhältnis der Autofahrer zu ihrem fahrbaren Untersatz offenbar meist von einer gewissen Nüchternheit geprägt. Nur jeder Fünfte gibt der Umfrage zufolge seinem Auto einen Namen: Frauen häufiger (25 Prozent) als Männer (15 Prozent).

    • dpa
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