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Diesel-Streit Aktionärsschützer warnt Autohersteller vor freiwilliger Diesel-Nachrüstung

Milliardenaufwendungen für freiwillige Nachrüstungen stellen aus Sicht der Wertpapierschützer ein Problem für die Aktionäre von Autoherstellern dar.
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Aktionärsschützer sehen freiwillige Nachrüstungen der Autohersteller kritisch. Quelle: dpa
Diesel-Streit

Aktionärsschützer sehen freiwillige Nachrüstungen der Autohersteller kritisch.

(Foto: dpa)

BerlinAktionärsschützer der DSW haben die Automobilhersteller vor einer freiwilligen Umrüstung von Diesel-Fahrzeugen auf eigene Kosten gewarnt. „Milliardenaufwendungen für freiwillige Nachrüstungen wären ein Problem für die Aktionäre. Sie würden sicher Schadensersatzforderungen auslösen“, sagte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der „Welt am Sonntag“ laut Vorab-Bericht. „Anleger könnten zu dem Ergebnis kommen, dass den Unternehmen vermeidbarer Schaden entstanden sei, wenn ohne gesetzliche Grundlagen Kosten übernommen würden.“

Sofern die Autobauer keine Gesetze verletzt hätten, würde er Ansprüche der Aktionäre gegen die Konzerne wegen Untreue bejahen, sagte Tüngler. Politiker vor allem von SPD und Grünen sowie Verbraucherschützer und Umweltverbände fordern im Diesel-Betrugsskandal Nachrüstung auf Kosten der Hersteller. Die SPD will Hersteller notfalls mit Bußgeldern zu Nachrüstungen zwingen. Das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium sieht dagegen keine juristische Handhabe, die Autokonzerne zur Nachrüstung auf eigene Kosten zu verpflichten.

Einige Aktionärsvertreter verwiesen auch auf Vorteile einer Beilegung des Diesel-Streits etwa durch Nachrüstungen aus Anlegersicht. Es könne auch „Schaden durch Unterlassung entstehen“, sagte Ingo Speich, Manager bei der Fondsgesellschaft Union Investment, der Zeitung. Der Imageverlust für die Autoindustrie sei so groß, dass die Unternehmen auch Schaden nähmen, wenn nicht endlich Ruhe in das Thema komme. „Deshalb wäre es grundsätzlich sinnvoll, wenn man zu einer Lösung auch bei Nachrüstungen käme“, sagte Speich.

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