Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dieselgate VW ruft europaweit 8,5 Millionen Diesel zurück

Neuer Tiefschlag für Volkswagen: Das Kraftfahrt-Bundesamt lehnt für Deutschland den Plan des Konzerns für einen freiwilligen Rückruf ab. Die Folge: Volkswagen ruft die betroffenen Diesel-Fahrzeuge aus ganz Europa zurück.
15.10.2015 Update: 15.10.2015 - 16:55 Uhr 59 Kommentare

VW muss Millionen Autos zurückrufen

Berlin/Flensburg Millionen Autofahrer müssen wegen des VW-Abgas-Skandals im nächsten Jahr mit ihrem Diesel in die Werkstatt. Der Volkswagen-Konzern ruft im Abgas-Skandal in ganz Europa rund 8,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge zurück. 2,4 Millionen davon entfallen auf Deutschland, wie der Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte.
Zuvor hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf für alle 2,4 Millionen Fahrzeuge mit manipulierter Software in Deutschland angeordnet, wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag in Berlin sagte. Die Großaktion soll Anfang 2016 starten und dürfte sich über Monate hinziehen. Eine freiwillige Reparatur reichte der Behörde nicht aus. Die Halter der betroffenen Wagen müssen erst aktiv werden, wenn sie Post erhalten haben.

Das Bundesamt werde „den Beginn und den Fortgang der Rückrufaktion überwachen“, sagte Dobrindt. Bis Ende Oktober muss Volkswagen der Behörde nun die geplante neue Software für die 2,0-Liter-Modelle vorstellen, bis Ende November die Lösungen für die Fahrzeuge mit 1,6 Litern und 1,2 Litern Hubraum. Betroffen ist vor allem die Kernmarke mit dem VW-Logo, aber auch die VW-Schwestern Audi, Seat, Skoda und einige VW-Nutzfahrzeuge zählen zum Kreis der Marken im Rückruf.

Das KBA hält die Software in den betroffenen Diesel-Fahrzeugen des VW-Konzerns für illegal. Die Behörde vertrete die Auffassung, dass es sich um eine „unzulässige Abschalteinrichtung handelt“, sagte Dobrindt. Er erläuterte, dass 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen sind. Ursprünglich war von 2,8 Millionen Wagen hierzulande die Rede gewesen - dies ergab sich aus den ursprünglichen Zulassungen. Inzwischen seien aber rund 400 000 Wagen nicht mehr unterwegs.

Die Rückrufaktion sei für jeden Halter verpflichtend, sagte Dobrindt. Für konkretere Aussagen zum Zeitplan sei es noch zu früh, da viele technische Details der Nachbesserung in den Werkstätten noch zu klären seien. Die betroffenen Autofahrer bekommen demnächst Post, in den Schreiben wird dann das weitere Vorgehen erklärt. Für den genauen Ablauf in den Werkstätten stünden zudem noch Prüfungen der von Volkswagen vorgeschlagenen Nachbesserungspläne an.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Aktion dürfte sich bis weit ins nächste Jahr ziehen. Mit dem verpflichtenden Rückruf schaltet sich das KBA stark ein und überlässt ihn nicht allein dem Konzern. Europas größter Autobauer hatte Ende September in Aussicht gestellt, einen umfangreichen Katalog mit „technischen Lösungen und Maßnahmen“ zur Bewältigung des Skandals an das Bundesamt zu senden.

    VW plant demnach für die von Manipulationen betroffenen Autos mit 2,0 Litern Hubraum reine Software-Lösungen, bei Motoren mit 1,6 Litern Zylindervolumen sei zudem „mit großer Sicherheit“ zusätzlich eine Anpassung in der Motortechnik nötig - also ein Eingriff nicht nur über die Programmierung. Diese Lösung für die 1,6-Liter-Motoren sei nicht vor September 2016 zu erwarten, sagte Dobrindt. Was mit den kleineren 1,2-Liter-Motoren geschieht, blieb zunächst vage.

    Der VW-Konzern betont, dass alle neuen Diesel mit der Abgasnorm Euro 6 nicht von dem Skandal betroffen sind. Zudem seien auch diejenigen Wagen, die nun im Rückruf stehen, technisch sicher und fahrbereit.

    Der Minister betonte, er gehe davon aus, dass VW in der Lage sei, das Problem zu lösen. „Ob jede einzelne Maßnahme, die jetzt vorgeschlagen ist, geeignet ist dafür, müssen die Fachleute des KBA entsprechend entscheiden.“ Die Anordnungen der Behörde würden vor allem „auch den zeitlichen Faktor betreffen“. VW habe zugesichert, dass den Kunden durch die Umrüstungen keine Kosten entstünden.

    Unterdessen kündigte auch Österreich einen verpflichtenden Rückruf an. Dort müssen 363.000 Fahrzeuge in die Werkstatt, beim Zeitplan orientiere man sich an Deutschland, hieß es im österreichischen Verkehrsministerium. Die betroffenen Autofahrer müssten von Porsche Austria verständigt werden.

    FTC schaltet sich in Ermittlungen ein
    Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
    59 Kommentare zu "Dieselgate: VW ruft europaweit 8,5 Millionen Diesel zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das soll doch nur vom Sozial Sprengstoff ablenken. Was da kommt ... dagegen ist doch VW pillepalle.

    • Genau Becker, VW der böse Bub hat dich persönlich betrogen #mimimi... Bist wahrscheinlich trotzdem immer gern VW gefahren weil es für den Audi dann finanziell doch nicht gereicht hat. Jetzt bleibt dir nur noch der KIA und die daraus resultierende Häme im Bekanntenkreis die dich schwer zermürbt...

      Und bleib mir mit deinem schwachsinnigen Imageschaden fern - nach Weihnachten hat das jeder schon wieder vergessen.

      Der Einzige der eingesperrt gehört bist Du und deine grün/rote Sippschaft. IHR fügt Deutschland den größten Schaden uberhaupt zu!

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Aussterben ist aber so was von Veränderung, Herr Otto.
      Krude Thesen, schlecht geschlafen?

    • Marc Otto, lieber Unterschicht als naiver VW-Management Jünger!

    • Mein Gott Zipfel Titte,
      so was von einfach zu verarschen.
      Weiter die Winterkorns&Co. verteidigen während die für ihr grandioses Handeln 60 Mio. Abfindung und Pension absahnen.

    • Die verantwortlichen Manager haben ganz Deutschland betrogen. Schlißlich sind wir Steuerzahler Aktionäre bei VW. Was noch schwerer wiegt ist der uns zugefügte Imageschaden. Man könnte uns jetzt mit China in einen Topf werfen. Daher müssen die Manager in den Knast. Sämtliches Vermögen muß eingezogen werden. Dies ist das kriminelle Werk einer Bande, oder Seilschaft. Das ist organisiertes Verbrechen.
      Aber das hier geht gar nicht:
      >>Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stellt unterdessen eine Abschaffung des Steuervorteils für Diesel-Kraftstoff zur Debatte, um mit dem so eingesparten Geld den Einsatz von Elektro-Fahrzeugen stärker zu fördern.<<

      Deutschland hat da nicht viel zu bieten. Wollen wir wie bei der Solarindustrie, weitere chinesiche Arbeitsplätze subventionieren ?

    • [email protected] Herr Roland Magiera.

      Man bemerkt sofort, dass Sie Staatsdiener sind
      <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

      Irrtum Dummchen, ich arbeite bei dem (fast) weltgrößten Automobilhersteller der Welt. Und was ich an Steuern zahle, davon können 20 H4 / Flüchtlings Familien sehr gut leben.

      ...süß, diese BILD-Leser aus der Unterschicht.

    • Herr Harald Meier15.10.2015, 11:54 Uhr

      ....
      die VW-Verbrecher Gang hat auch in Deutschland, Frankreich, China,... mit krimineller Energie gegen Gesetze verstoßen.
      ------------------------

      Alles Verbrecher, sagt hier ein besonders gut informierter Mann aus der Unterschicht.

    • "Unser ganzes System ist so aufgebaut, dass wir uns mit Lügen umgeben. Wer ehrlich ist, sich genau an geltendes recht hjält, zieht imemr den Kürzeren. "
      ---

      Man bemerkt sofort, dass Sie Staatsdiener sind, denn da fehlt nur noch der gigantische Betrug am Steuerzahler. Ist mir schon klar, dass so ein elender und menschenverachtender Ausbeuter wie der Staat auch durch und durch verdorben ist. Das ist aber längst nicht überall so sollten Sie wissen!

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%