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Dieselskandal Ex-VW-Manager Schmidt stimmt Auslieferung nach Deutschland zu

Der frühere Automanager ist damit einverstanden, in sein Heimatland überstellt zu werden. Nun hat auch ein US-Richter dem zugestimmt.
16.07.2020 Update: 17.07.2020 - 00:42 Uhr Kommentieren
Die USA haben im Dieselskandal eine ganze Reihe früherer Mitarbeiter von Volkswagen angeklagt. Quelle: dpa
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Die USA haben im Dieselskandal eine ganze Reihe früherer Mitarbeiter von Volkswagen angeklagt.

(Foto: dpa)

Detroit In das Verfahren um die Auslieferung des wegen seiner Rolle im Dieselskandal in den USA verurteilten und inhaftierten Ex-Volkswagen-Managers Oliver Schmidt nach Deutschland kommt Bewegung. Schmidt gab am Donnerstag bei einer Gerichtsanhörung in Detroit seine Zustimmung, in sein Heimatland überstellt zu werden.

Ein US-Richter in Detroit hat dann am Donnerstag der Überstellung Schmidts nach Deutschland zugestimmt. Der heute 51-Jährige sollte eigentlich erst im Dezember 2022 aus der US-Haft entlassen werden. Die restliche Strafe soll er nun in Deutschland absitzen.

Schmidt war 2017 als angeblicher Mittäter bei VWs Abgasmanipulationen in den USA zu sieben Jahren Gefängnis und 400.000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden. Seine Anwälte setzen sich seit Jahren für eine Auslieferung nach Deutschland ein, wo er seine restliche Haft absitzen könnte.

Dies gelang zuvor bereits dem Ex-VW-Ingenieur James Liang, der als erster Angeklagter im Abgasskandal in den USA verurteilt worden war. Er wurde Ende 2019 nur wenige Wochen nach seiner Rückkehr nach Deutschland vorzeitig aus der Haft entlassen.

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    Mehrere Ex-Mitarbeiter angeklagt

    Schmidt war laut US-Anklage von Februar 2012 bis März 2015 in leitender VW-Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut und soll angeblich die Justizbehörden bei ihren „Dieselgate“-Ermittlungen getäuscht haben. Das FBI hatte den Deutschen am 7. Januar 2017 vor dem Rückflug von einem Florida-Urlaub in die Heimat geschnappt.

    Ob mit Schmidt ein Drahtzieher oder eher ein Bauernopfer in dem Skandal verurteilt wurde, der dem VW-Konzern schon über 30 Milliarden Euro an Rechtskosten verursacht hat, ist bis heute nicht ganz klar.

    Die USA haben in der „Dieselgate“-Affäre eine ganze Reihe früherer Mitarbeiter von Volkswagen angeklagt, darunter auch der Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Doch trotz internationaler Haftbefehle müssen die meisten von ihnen keine unmittelbaren Konsequenzen fürchten, da ihnen keine Auslieferung in die USA droht.

    Bislang konnte nur Liang und Schmidt der Prozess in den USA gemacht werden. Im Juni wurde jedoch ein weiterer VW-Manager in Kroatien festgenommen, der vor US-Gericht gestellt werden könnte.

    Mehr: Daimler-Chef fokussiert Mercedes wieder auf Luxusautos.

    • dpa
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