Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dieselskandal Staatsanwältin Elke Hoppenworth treibt Ex-VW-Manager in die Enge

Die Staatsverfolgerin hat die Anklage gegen Ex-VW-Manager initiiert – und sich damit Feinde gemacht. Für sie brechen nun ungemütliche Zeiten an.
1 Kommentar
Unter anderem gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn wurde Anklage erhoben. Quelle: AP
Volkswagen-Logo

Unter anderem gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn wurde Anklage erhoben.

(Foto: AP)

BraunschweigMit den diversen Verfehlungen im Volkswagen-Konzern kennen sich nur wenige so gut aus wie die Braunschweiger Oberstaatsanwältin Elke Hoppenworth. Schon vor weit mehr als einem Jahrzehnt brachte sie die Lustreisen des früheren Personalvorstands Peter Hartz vor Gericht.

Doch der Prozess war nur eine Kleinigkeit, verglichen mit dem Dieselskandal, in dem die 60-Jährige jetzt die erste Anklage auf den Weg brachte. Seit gut dreieinhalb Jahren koordiniert Hoppenworth die Ermittlungen im wohl größten Wirtschaftskrimi in der Geschichte der Bundesrepublik. Recht kann sie es dabei keinem so richtig machen.

Wuchs zuletzt von Monat zu Monat das öffentliche Unverständnis darüber, dass sich das Ermittlungsverfahren so lange hinzieht, gehen nun die Verteidiger der fünf Angeklagten hart mit ihr ins Gericht. Sie bemängeln zum einen die chronologische und in ihren Augen thematisch wenig übersichtliche Aktenführung.

Die Staatsanwaltschaft trete zudem den Anspruch auf rechtliches Gehör mit Füßen, erboste sich der Rechtsbeistand eines Ex-VW-Managers. Denn die Anklage sei überraschend gekommen, nachdem erst Anfang April noch erneute Akteneinsicht gewährt wurde. Der Anwalt von Martin Winterkorn ließ gar verlauten: Die Verteidigung werde sich auf diese „Gangart“ der Staatsanwaltschaft einstellen. Nicht nur für die Angeklagten brechen ungemütliche Zeiten an.

Startseite

1 Kommentar zu "Dieselskandal: Staatsanwältin Elke Hoppenworth treibt Ex-VW-Manager in die Enge"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist schon erstaunlich, dass sich über Jahre hin immer noch ein Journalist findet, der in seiner Not mit Nebensächlichkeiten vom Kern des Tatbestandes des üblen Betruges durch VW, den wir alle schmerzhaft ertragen müssen, abzulenken versucht. Schon Goethe schrieb: West-östlicher Divan - Kapitel 7: "Getretener Quark wird breit nicht stark".

Serviceangebote