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Dieselskandal VW-Manager sahen das Diesel-Fiasko auf den Konzern zukommen

Mitarbeiter des Autobauers haben offenbar vor Bekanntwerden der Dieselaffäre vor einem möglichen Desaster gewarnt. Das zeigen neue Dokumente.
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VW-Manager sahen Diesel-Fiasko auf Volkswagen zukommen Quelle: dpa
Abgasuntersuchung

VW hatte am 3. September 2015 den US-Behörden gestanden, mit illegaler Software die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben.

(Foto: dpa)

New YorkRanghohe Mitarbeiter des deutschen Autoherstellers Volkswagen haben das Ausmaß des Dieselskandals offenbar frühzeitig erkannt und Topmanager des Konzerns davor gewarnt, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte. Das berichtet unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ), die gemeinsam mit dem NDR und WDR entsprechende Dokumente einsehen konnte.

„Unter diesen Spitzenleuten waren Vertraute des damaligen Vorstandschefs Martin Winterkorn“, schreibt die SZ. Einer von ihnen war den Informationen zufolge Bernd Gottweis, damals Chef der Qualitätssicherung des VW-Konzerns. Er soll am 13. September – also fünf Tage, bevor die ganze Affäre durch die US-Umweltbehörden an die Öffentlichkeit gelangte – eine E-Mail an einen Juristen des Unternehmens geschickt haben.

Der Konzern habe „jede Glaubwürdigkeit bei den Behörden verloren“, teilte Gottweis darin mit und warnte, dass dem Konzern ein „sofortiger Stopp der Produktion“ und eine „Klageschrift der US-Justizbehörden“ drohten. Die Situation könnte außer Kontrolle geraten, sollte sich der Autobauer „von dem Vorgang“ nicht distanzieren, wird der Manager in einem Beitrag von „tagesschau.de“ zitiert.

Etwa zu der gleichen Zeit habe auch ein Ingenieur Warnungen an den damaligen VW-Markenvorstand Heinz-Jakob Neußer und an andere ranghohe Vertreter des Konzerns geschickt, wie es in den Berichten weiter heißt. Der Mitarbeiter schrieb demnach über die Verhandlungen zwischen dem Konzern und den US-Behörden, die dem Bekanntwerden des Dieselskandals vorausgegangen waren: Volkswagen verhalte sich wie „ein uneinsichtiger Täter“.

Bisher habe der Konzern „keine erkennbare Reue“ gezeigt. In der Nachricht habe er sogar Fettdruck und „viele Ausrufezeichen“ genutzt, heißt es weiter.

Für den Autobauer dürfte sich mit der jüngsten Entwicklung der Druck weiter erhöhen. Volkswagen hatte am 3. September 2015 den US-Behörden gestanden, mit illegaler Software die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben.

Auf die neuen Dokumente ist laut „Süddeutsche Zeitung“ die Staatsanwaltschaft Braunschweig gestoßen.

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