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„Digitalisierungs-Hub“ Siemens schickt Mitarbeiter nach Singapur

Siemens schickt 60 Mitarbeiter in den neu gegründeten „Digitalisierungs-Hub“ nach Singapur. Der deutsche Technologiekonzern will im Stadtstaat Chancen ausloten, die sich aus Digitalisierung und Urbanisierung ergeben.
11.07.2017 - 13:04 Uhr Kommentieren
Im asiatischen Stadtstaat ist Siemens schon seit fast 110 Jahren vertreten. Quelle: dpa
Singapur

Im asiatischen Stadtstaat ist Siemens schon seit fast 110 Jahren vertreten.

(Foto: dpa)

München Der asiatische Stadtstaat Singapur soll für Siemens zum Experimentierfeld für die Digitalisierung werden. Siemens schickt zunächst 60 Mitarbeiter - vom Software-Spezialisten bis zum Ingenieur - in ein neu gegründetes „Digitalisierungs-Hub“ nach Singapur. Bis 2022 soll die Mannschaft auf 300 Experten aufgestockt werde, wie Vorstandschef Joe Kaeser am Dienstag in München sagte.

Für Siemens gehe es darum, Chancen auszuloten, die sich in Asien durch die Digitalisierung und Urbanisierung ergäben. Singapur erhofft sich vom Münchener Technologiekonzern Lösungen für die Probleme der 5,6-Millionen-Einwohner-Stadt, in der fast 8000 Menschen pro Quadratkilometer leben.

Singapur habe keinen Platz für noch mehr Straßen und setze daher auf autonomes Fahren, um die Fahrbahnen besser zu nutzen, erklärte der Chef des Büros für wirtschaftliche Entwicklung in Singapur (EDB), Beh Swan Gin. Zwei der drei Vereinbarungen zur Stadtentwicklung, die die ersten Bausteine der Zusammenarbeit sind, drehen sich darum.

Ein Weltkonzern in stetem Wandel
1847
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Werner von Siemens wurde 13. Dezember 1816 in Niedersachsen geboren. Nach der Konstruktion des Zeigertelegrafen gründet er im Oktober 1847 zusammen mit dem Feinmechaniker Johann Georg Halske die „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ in Berlin. Der heutige Siemens-Chef Joe Kaeser betont gern, dass der Konzern in Berlin in einem Hinterhof gegründet wurde, als es im Silicon Valley noch gar keine Garagen gab. Auch Siemens war einmal ein Start-up, soll das heißen.

(Foto: dpa)
1866
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Die Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips im Jahr 1866 legt die Basis für den Einsatz der Starkstromtechnik. Die Elektrifizierung ist bis heute neben der Industrieautomatisierung und der Medizintechnik zentrales Standbein des Technologiekonzerns.

(Foto: )
1879
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Auf der Berliner Gewerbeausstellung 1879 präsentiert Siemens & Halske die erste elektrische Eisenbahn der Welt mit Fremdstromversorgung. Heute macht Siemens mit Hochgeschwindigkeitszügen, U-Bahnen und anderen Zügen Milliardenumsätze. Die Sparte wurde durch den Kauf des Bahngeschäfts des britischen Invensys-Konzerns zudem in der Signal- und Leittechnik gestärkt. Allerdings ist die langfristige Zukunft der Sparte offen, Siemens hatte sich schon öfter nach Partnern umgesehen, um zum Beispiel einen europäischen Bahnchampion nach dem Vorbild von Airbus zu formen. 1903 werden die Starkstromabteilungen von Siemens & Halske mit der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert & Co. zur Siemens-Schuckertwerke GmbH fusioniert.

(Foto: dapd)
1919
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1919 schließen sich die führenden Glühlampenhersteller Deutschlands zur Osram GmbH KG zusammen. Siemens & Halske ist mit 40 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Später wird Siemens Alleineigentümer von Osram – bis sich der Konzern entschied, die Tochter an die Börse zu bringen. Noch hält Siemens 17,5 Prozent an der Osram Licht AG, wird sich aber wohl in absehbarer Zeit auch von dieser Restbeteiligung trennen.

(Foto: dpa)
1932
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1932 gründet Siemens zusammen mit der Erlanger Firma Reiniger, Gebbert & Schall die Siemens-Reiniger-Werke AG. Das Joint Venture entwickelt sich rasch zu einer führenden elektromedizinischen Spezialfirma. Die Medizintechnik gilt heute als Ertragsperle im Konzern. Vorstandschef Joe Kaeser hat angekündigt, sie an die Börse zu bringen. Mit einem Wert von 25 bis 30 Milliarden Euro könnte sie den Einzug in den Dax schaffen. Während des Zweiten Weltkriegs beschäftigt Siemens auch Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in seinen Werken. Zu Kriegsende ist auch Siemens in der Existenz bedroht. Die meisten Gebäude und Werksanlagen sind zerstört, das Vermögen wird konfisziert.

(Foto: Reuters)
1945
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Teile der Unternehmensführung werden noch im Februar 1945 nach München, Mülheim a.d. Ruhr und Hof verlagert. Siemens & Halske bekommt den Hauptsitz in München, die Siemens-Schuckertwerke in Erlangen. Berlin bleibt jeweils zweiter Firmensitz. In diesem Jahr eröffnete Konzernchef Joe Kaeser die neu gebaute Konzernzentrale am Wittelsbacher Platz in München.

(Foto: Siemens)
1966
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Die Unternehmensteile werden zusammengelegt. Zum 1. Oktober 1966 wird die Siemens Aktiengesellschaft gegründet. 1969 gründen Siemens und die AEG die Kraftwerk Union AG. Im Jahr 2001 ging Siemens auch an die US-Börse. 2014 kündigte der Konzern aber den Rückzug von der Wall Street an. Die Kosten für eine US-Notierung sind hoch, der Nutzen aber überschaubar.

(Foto: dpa)

Mit dem Strom-Monopolisten SP Group will Siemens eine Software zur Planung und Überwachung des Stromnetzes entwickeln. Siemens wolle in Singapur „führendes Industrie-Know-how einsetzen (...), um das Energiemanagement zu optimieren, die Infrastruktur zu modernisieren und die Industrien zu transformieren“, sagte Kaeser. Der Konzern ist seit fast 110 Jahren in Singapur vertreten und beschäftigt dort mehr als 1500 Mitarbeiter. 

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