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DIHK-Umfrage unter Unternehmern Bis zu 40.000 Ausbildungsplätze könnten unbesetzt bleiben

Die deutschen Unternehmen suchen noch nach Auszubildenden. Laut einer DIHK-Umfrage drohen Tausende Ausbildungsplätze unbesetzt zu bleiben. Schon im vergangenen Jahr fand jeder dritte Betrieb keinen passenden Lehrling.
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Nicht jeder Betrieb findet Auszubildende. In diesem Jahr drohen gleich 40.000 Stellen unbesetzt zu bleiben, schätzt der DIHK. Quelle: dapd
Azubis in Mecklenburg-Vorpommern

Nicht jeder Betrieb findet Auszubildende. In diesem Jahr drohen gleich 40.000 Stellen unbesetzt zu bleiben, schätzt der DIHK.

(Foto: dapd)

Berlin Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen viele Betriebe noch händeringend nach Lehrlingen. „In den letzten 20 Jahren war es für Unternehmen noch nie so schwer, ihre offenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es drohten knapp 40 000 Plätze unbesetzt zu bleiben.

Nach einer aktuellen DIHK-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben, die der Zeitung vorliegt, konnten fast ein Drittel der Unternehmen schon im Vorjahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Das sind fast dreimal so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Als Gründe nannte Schweitzer die rückläufige Zahl an Schulabgängern und den wachsenden Trend zum Studium.

Aber auch Angebot und Nachfrage passen oft nicht zusammen. So gibt es regelmäßig einen Ansturm auf einige wenige Berufe, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Gut ein Drittel der jungen Leute entscheiden sich für einen der zehn gefragtesten Berufe. Und auch die regionale Verteilung ist höchst unterschiedlich. In einigen Regionen gibt es im Verhältnis zur Bewerberzahl zu viele, in anderen zu wenig Ausbildungsplätze.

Markt mit Tücken
Ausbildungsjahr beginnt
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Weniger Betriebe, die ausbilden: Von bundesweit 2,11 Millionen Betrieben mit mindestens einem Angestellten hatten 2013 noch knapp 438.000 einen Azubi.

(Foto: dpa)
Nachwuchsmangel bei Azubis
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Das ergibt für 2014 522.000 Azubis – 2007 waren es noch 625.000.

(Foto: dpa)
Altenpfleger
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Die Autoren des Berufsbildungsberichts warnen: „Das deutsche System der Berufsausbildung steht vor der Herausforderung, auch in Zukunft eine tragende Säule des deutschen Bildungssystems zu bleiben und die adäquate Qualifizierung des künftigen Fachkräftebedarfs zu sichern.“

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Stipendien für Studenten an Hochschulen
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Dabei kämpfen die Betriebe mit dem Uni-Boom: Immer mehr junge Menschen drängen an die Hochschulen.

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Abitur
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Doch der höchste deutsche Bildungsabschluss wirkt sich auch positiv für die Betriebe aus: 2014 hatte jeder vierte Azubi Abitur – 2009 war es nur jeder fünfte.

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Freie Ausbildungsplätze im Handwerk
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Positiver Trend bei der „unversorgten“ Gruppe: Die Masse derer, die gern eine Ausbildung machen würden aber keine Stelle finden, ist kleiner geworden.

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Integrationskurs "Deutsch als Fremdsprache"
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Türkisch- und arabischstämmige Schulabgänger haben es nach wie vor schwer: „Auch bei gleichen schulischen Voraussetzungen sind ihre Einmündungschancen deutlich niedriger.“

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Die Bundesagentur für Arbeit zählte per Ende Juli etwas mehr offene Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerber. Aber das ist Statistik. Es werden Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, auf der anderen Seite aber auch junge Leute leer ausgehen, weil für sie im Wunschberuf keine Stelle frei ist und viele nicht zum Umzug oder zu einer alternativen Ausbildung bereit sind.

Der DIHK-Umfrage zufolge stellen sich mittlerweile 75 Prozent der Betriebe mit speziellen Förderprogrammen auch auf leistungsschwächere Jugendliche ein. Aber auch die leistungsstärkeren Schulabgänger werden dem „FAS“-Bericht zufolge intensiv umworben. Jedes zehnte Unternehmen locke mit Zusatzleistungen wie kostenlosem Smartphone, einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio oder höherem Verdienst.

  • dpa
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