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Doppelt so hohe Personalkosten der US-Fabriken Japaner überrollen den US-Automarkt

Die aggressive Expansionspolitik von Toyota & Co. setzt GM, Ford und Chrysler zunehmend unter Druck.
  • Josef Hofmann (Handelsblatt)
Nissan-Studie in Detroit

Nissan-Studie in Detroit

HB DETROIT. Seit vier Jahren sinken die Zulassungszahlen auf dem US-Automobilmarkt, seit mehr als zwei Jahren herrscht ein gnadenloser Preiskrieg. Die asiatische Konkurrenz lässt sich davon nicht schrecken und trumpft auf der diesjährigen Detroit Motor Show mit zahlreichen interessanten Autos auf. Die Asiaten verbinden die Neuvorstellungen auch mit ambitionierten Zielen. So schockte der US-Präsident des weltgrößten Autobauers Toyota Yukitoshi Funo in Detroit die Konkurrenz mit der Prognose, dass seinem Unternehmen trotz bereits beschlossener Produktionsausweitung in den USA nach 2010 eine Kapazität von 400 000 Autos fehlen werden. „Diese Lücke müssen wir füllen“, sagte Funo dem Handelsblatt. Im vergangenen Jahr verkaufte Toyota in den USA 1,85 Millionen Fahrzeuge. In den kommenden Jahren will das Unternehmen in den USA „jedes Jahr um ein paar Prozent wachsen“, sagt Funo. Für 2004 peilt er ein Plus von rund 5 Prozent an. Dem US-Markt insgesamt wird etwa die Hälfte des Wachstums prophezeit.

Toyota ist mit seiner aggressiven Expansionsstrategie in den USA nicht allein. Auch andere japanische Hersteller bauen seit Jahren massiv Produktionskapazität in den USA auf. Die Marktforscher von Global Insight gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Experten, darunter Analysten von Credit Suisse First Boston rechnen sogar damit, dass die japanischen Hersteller in den kommenden fünf Jahren ihre Marktanteile in den USA um ein Viertel auf dann 35 Prozent erhöhen können. Auf dem „großen Schlachtfeld der globalen Automobilhersteller“; wie es Chrysler-Chef Dieter Zetsche kürzlich bezeichnete, wären sie dann die großen Gewinner.

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