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Drohende Fahrverbote Diesel-Restwerte sind im freien Fall

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Droht der Total-Absturz?

Einen konkreten Blick in die Zukunft wagt das Marktforschungsinstitut BF Forecasts (BFF), das sich auf die Prognose von Restwerten spezialisiert hat. BFF-Berater Maarten Baljet sagt: „Die entscheidende Frage wird sein, wie stark die Kunden bei ihrer Kaufentscheidung differenzieren.“

Während Diesel mit der Abgasnorm Euro-4 und älter womöglich schon bald mit Fahrverboten belegt werden könnten, gilt für Diesel mit Abgasnorm Euro-5 eine Übergangsfrist. Moderne Diesel mit Euro-6 dürften auch bei einem Fahrverbot weiterfahren.

Fahrverbote könnten trotzdem auch bei modernen Dieseln zu Wertverlusten führen. „Private Gebrauchtwagenkäufer denken beim Kauf schon an zukünftige Risiken“, sagt Baljet.

Schlecht für die Kunden: Auch ein Umstieg auf gebrauchte Elektro- oder Hybridautos schützt nicht unbedingt vor Wertverlust. Das beste Elektroauto in der Restwertprognose von BF Forecasts, der Opel Ampera-E, kommt auf einen geschätzten Restwert von 45 Prozent nach vier Jahren – und schneidet damit schlechter ab als die meisten Verbrenner. Momentan gebe es noch keinen ausgeprägten Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos, betont Baljet. „Aber das könnte sich mit der kommenden Modellgeneration ändern.“ Mit der Reichweite steige auch der Restwert.

Für die Dienstwagen-Flotten ist der Diesel allerdings ein unterschätztes Risiko. „Hier gab es lange zu wenig Bewegung in Richtung der alternativen Antriebe“, sagt Baljet.

Trotz immer neuer Dieselskandale hielten die Flottenmanager dem Diesel die Treue. Die Kostenvorteile durch niedrigen Verbrauch bei hoher Laufleistung schienen den Flottenmanagern zu verlockend.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hingegen sieht nun nicht die Käufer, sondern die Hersteller der Dieselfahrzeuge in der Pflicht. Der Autofahrerverband fordert eine Hardware-Nachrüstung der potenziell gefährdeten Euro-5-Fahrzeuge, um Fahrverbote für die Autohalter zu verhindern.

Eine rechtliche Handhabe, die Autohersteller dazu zu zwingen, sieht der Verband zwar nicht. Doch ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker betont: „Auch ohne rechtliche Verpflichtung sollten die Hersteller ihrer Verantwortung gerecht werden und die Autos ihrer Kunden nachrüsten.“ Die Verbraucher dürften nicht auf den Kosten sitzen bleiben, so Becker.

Doch viele Dieselfahrer dürften sich ohnehin umorientieren. Zwar raten viele Experten davon ab, in akuter Panik das eigene Auto zu verkaufen.

Diese Autos sind Restwert-Riesen
Porsche Macan: „Volksporsche“ mit Wiederverkaufswert
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Der Macan hat die Verkaufszahlen von Porsche beflügelt und ist auch als Gebrauchtwagen gefragt. Beim Restwert ist das Modell in der Prognose der Marktforscher von BF Forecasts stabiler als die Konkurrenten. Nach vier Jahren können Käufer noch 60 Prozent des Neupreises verlangen. Allerdings nur für den Benziner...

G-Klasse: Der Klassiker bleibt auch als Diesel stabil
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Diesel schneiden im Restwert-Vergleich durchweg schlecht ab. Ausnahmen gibt es nur in der SUV-Klasse Einen Restwert von 51 Prozent erreichen mit Dieselmotor nur die G-Klasse von Mercedes (im Bild) und der Audi Q7.

Mercedes E-Klasse: Entscheidend, was unter der Haube ist
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Die E-Klasse gilt ebenfalls als wertstabil. Allerdings sind die hier die Details wichtig. Denn den Spitzenplatz in der Business-Klasse erreicht nur der Kombi (T-Modell) mit Benzin-Motor. Hier bekommen Verkäufer einen Restwert von 51,5 Prozent. Bei Dieselmodellen fällt der Restwert deutlich schlechter aus.

Porsche Panamera E-Hybrid: Doppelherz mit Langzeitwert
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Auch in der Oberklasse baut Porsche das Modell mit dem höchsten Restwert. Allerdings nur als halbelektrischer Plug-in-Hybrid. Hier beträgt der Restwert nach vier Jahren noch 49,5 Prozent, sagen die Marktforscher voraus.

Opel Karl: Verkappter Koreaner mit Blitz
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Der Kleinstwagen Opel Karl ist nicht nur günstig, sondern auch wertstabil. Das Modell, das Opel bislang aus den GM-Werken in Südkorea bezog, erreicht bei den Restwerten der Kleinstwagen den Spitzenwert von 53 Prozent.

VW Polo: Kleiner mit großem Restwert
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Der Polo erweist sich im Vergleich von BF Forecasts als wertstabilster Kleinwagen. Nach vier Jahren können Verkäufer noch 56,5 Prozent des Neupreises erwarten.

Audi A5: König der Dienstwagen
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Der Audi A5 ist gerade frisch überarbeitet worden. In der Mittelklasse kommt kein Modell auf einen höheren Restwert. Autoverkäufer können nach vier Jahren mit 55 Prozent des Neupreises rechnen.

Was allerdings die Zahl Neuzulassungen betrifft, verliert der Diesel dramatisch an Beliebtheit: Laut Diesel-Barometer der DAT sank die Zahl im vergangenen Jahr 2017 um 13,2 Prozent, während sie bei den Benzinern um 13,8 Prozent zunahm.

Im Januar befragte das Portal Autoscout 24 deutsche Autofahrer in einer repräsentativen Studie zu ihren Überlegungen bei einem möglichen Fahrzeugerwerb. Das Ergebnis: Nur 14 Prozent konnten sich vorstellen, ein Auto mit Dieselantrieb zu kaufen.

Daten der Restwert-Prognostiker von BFF zufolge könnte das eine gute Entscheidung sein: Vergleicht man die Wertentwicklung etwa eines aktuellen VW Golf mit den Antriebsarten Benzin, Diesel und Hybrid, so zeigt sich, dass der Benziner am wertstabilsten ist (46 Prozent Restwert nach 48 Monaten), auf Platz zwei folgt der Hybrid (44,5 Prozent) – auf dem letzten Platz landet der Diesel (43 Prozent).

Unser Auto-Experte Stefan Menzel ordnet die Entwicklung bei den Diesel-Restwerten ein. Das Video finden Sie hier bei Facebook.

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Mehr zu: Drohende Fahrverbote - Diesel-Restwerte sind im freien Fall

39 Kommentare zu "Drohende Fahrverbote: Diesel-Restwerte sind im freien Fall"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • HalLo Frau Bollmohr

    ok, gut.
    Ihrer Position kann ich auch nachvollziehen.

    LG

  • @Herr chris schnitzler
    02.03.2018, 12:09 Uhr

    "Hallo Frau Bollmohr,

    es geht in diesem Artikel um Fahrverbote für Dieselkraftfahrzeuge und deren angestrebte Fahrverbote. Ist Ihnen das bewusst?"

    Ja.

  • Die Autoindustrie ist Verursacher der Misere!
    Die Autoindustrie muss als Verursacher die Folgen ihres Betruges zahlen!

    Was gibt es da zu lamentieren? Sobald die ersten Fahrverbote kommen (und sie werden kommen) werden Besitzer von Dieselfahrzeugen Recht mit ihren Klagen bekommen. Es gibt eine Möglichkeit der Umrüstung und um diese Umrüstung werden die betroffenen Autohersteller nicht herum kommen. Das entspricht absolut meinem Gerechtigkeitsgefühl.


  • Hallo Frau Bollmohr,

    es geht in diesem Artikel um Fahrverbote für Dieselkraftfahrzeuge und deren angestrebte Fahrverbote. Ist Ihnen das bewusst?

  • Zum besseren Verständnis meiner Kommentare von 11:52 und von 13:01 Uhr hier ein Ausschnitt aus dem Artikel rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-so-viel-gehalt-verdienen-menschen-in-der-stadt-aid-1.7418315 samt des Kommentars dazu (vom 25.02.2018):

    „… dennoch klafft zwischen den Gutverdienern und denen, die kaum von einem Vollzeitjob in der teuren Großstadt leben können, eine immer größere Lücke.“

    Das geht nicht und muss sich - um des gesellschaftlichen Zusammenhalts - und des (nicht nur sozialen) Friedens - willen endlich ändern.

    Das gilt übrigens nicht nur für unser Land, sondern in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung auch überall sonst auf der Welt.

    Wer einen beträchtlichen Teil seiner Zeit in den Dienst der Gemeinschaft stellt (= Vollzeit arbeitet), muss von seiner Arbeit auch leben können. Und zwar, OHNE sich dann noch in seiner „freien“ Zeit zwecks „Aufstockung“ mit Behördenbürokratie und dem Ausfüllen endloser Formulare herumschlagen zu müssen. Wie auch immer man es anstellt, um dem Missstand „Armut trotz Arbeit“ abzuhelfen (darüber sollte sich jeder selbst ein paar Gedanken zu machen): Es gibt Lösungswege, und die müssen gefunden werden.

    In meinem eigenen (alles andere als „stromlinienförmigen“) Berufsleben habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass gerade die sowohl vom „Spaßfaktor“ als auch vom nötigen Aufwand an „Arbeits“-Zeit her „angenehmsten“ Jobs auch die in finanzieller Hinsicht „einträglichsten“ waren, während ausgerechnet die „härtesten“ Jobs zugleich auch die am schlechtesten bezahlten waren.

    Da stimmt doch ganz gewaltig was nicht.

  • @Herr Peter Delli
    gebe Ihnen vollkommen recht: Wenn ich stundenlang auf der Autobahn oder in der Stadt im Stau stehe oder sonst massiv den Autogestank einatmen muss, geht es mir danach noch recht gut - im Vergleich zu - dem Gestank, der aus dem Nachbar Kamin kommt, wenn er mal wieder einheizt - nach 30 Sekunden höllische Kopfschmerzen. Da kann man im Winter nur nach Mitternacht lüften, wenn sich der Dreck verzogen hat! Das nervt uns richtig!

    Ich finde es ein Unding, wenn die EU einen Grenzwert von 40 etliche Jahre UNGEPRÜFT aufrecht erhält. Wo sind die Studien! Warum ist der amerikanische Grenzwert bei 103 - wo sind da die Studien????

  • Als Hausbrand wird der Brennstoff zur Verwendung in Kleinfeuerungen in Privathaushalten wie dem Herd, Kamin, Heizöfen, Zentralheizung u. ä. sowie dessen Verbrennung bezeichnet.

    Besonders üblich ist die Bezeichnung für Festbrennstoffe wie Brennholz (als Scheitholz oder Holzpellet) und Kohle (stückig oder als Brikett). Bei flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen ist die Bezeichnung als Hausbrand hingegen weniger gängig.

  • Hallo Herr Spiegel
    was meinen Sie mit Hausbrand? Ihren Heurigen selbstgebrannten?
    Wenn Sie sich erinnern hat es in Ostdeutschland vor der Wene gehörig gestunken jeden Tag und ich bin froh das mit den Kohleöfen der "DDR" mitsamt der stark umweltbelastenden Industrien in Leuna und Umgebung Schluss gemacht wurde und die Umweltstandards auf westdeutsches Niveau gehoben werden konnten. Dazu gehörte auch die sofortige Schliessung des AKW Greifswald mit schlampiger Verarbeitung und teilen russischer Herkunft-baugleich mit Tschernobyl- und wiederholten schweren Störfällen welche durch das Politbüro in Ostberlin gerne verschwiegen wurden- für den GAU hat es in Wahrheit nicht viel gefehlt.

  • Mal ganz abgesehen von den Diesel-Stinker, der Hausbrand ist wohl der eigentliche Verursacher von Staub u.s.w. in der Luft. Wenn man durch das Land fährt stinken und rauchen die Holz- und Kohleheizungen. Das ist eine echte Frechheit, denn im Grund kann es jeder wahrnehmen und zuordnen. Das ist aber erneuerbare Energie, wie diese Scharlatane sagen und die ist bekanntlich heilig.

  • Hallo Herr Peter Spiegel
    ja da stimme ich Ihnen vollstens zu! Frau Annette Bolmohr bringt selbst wenig an eigenen Vorschlägen zustande, kritisieren ist eben einfacher.
    Hallo Herr Koeh,
    Hamburg benötigt zukünftig drinegend geld allein schon für die Baukosten der Elbphilhamonie mit ihren gewaltigen monatllichen Fixkosten und bereits ersten Bauschäden!
    Herr Scholz sieht sich selbst trotz G2o Skandal schon als neuer Bundeskanzler?!
    Hallo Frau Bauer,
    ja die Dieseltoterklärung ist skandalös, den die Haushalte tragen mit Ölverbrennung ebenfalls zur schlechten Luft bei - hinzu kommen Reifenabrieb und Brems- und Kupplungsstäube von allen Kraftfahrzeugen, die meisten Emissionen kommen vom LKW.

    Der Diesel kann technisch mehrfach nachgerüstet werden und es gibt vom KIT in Karlsruhe bereits neue Schadstoffarme Kraftstoffe, die sich im Verbrenner emiissionsarm verbrennen lassen- das wäre Aufgabe der Politik diese Brennstoffe zu fördern-damit wären dann die von Atomstrom angetriebenen Fahrzeuge überflüssig , denn darauf wird es bei einer massenmotorisierung mit E fahrzeugen letztlich hinauslaufen- das begreifen weite Teile der Politiker und Bevölkerung noch nicht

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