Duft- und Aromenhersteller Givaudan verdient deutlich mehr

Dank höherer Margen und eines besseren Finanzergebnisses hat der Duft- und Aromenhersteller Givaudan seinen Reingewinn im vergangenen Jahr um über 20 Prozent gesteigert. Beim Umsatzplus lag das Unternehmen zudem über dem Marktdurchschnitt.

HB GENF. So verbesserte sich der Reingewinn im abgelaufenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 406 Mill. sfr, wie das in Genf ansässige Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz nahm um 3,6 Prozent auf 2,78 Mrd. sfr zu und wuchs damit schneller als der Gesamtmarkt, der nach Aussage von Analysten jährlich um zwei bis drei Prozent zulegt. Insbesondere im letzten Quartal konnte Givaudan mit einem Umsatzplus von 12,5 Prozent einen Schlussspurt hinlegen.

Den Ausblick für das laufende Jahr hält Givaudan gewohnt vage. So solle die führende Marktposition verteidigt und erneut ein gutes Resultat erzielt werden.

Die Givaudan-Aktie tendierte gegen 12.40 Uhr 0,3 Prozent höher auf 944,50 sfr, während der SMI 0,7 Prozent gewinnen konnte. Schweizer Analysten kommentierten den Jahresabschluss überwiegend positiv. Umsatz und Reingewinn hätten stärker zugenommen als erwartet, jedoch habe letzterer vor allem von finanziellen Einmalgewinnen in Höhe von rund 54 Mill. sfr profitiert, schreibt Sarasin-Analyst Bernd Pomrehn, der die Aktie mit „buy“ empfiehlt, und das Kursziel von 980 sfr wahrscheinlich leicht anheben will.

Im zurückliegenden Jahr konnte Givaudan den Umsatz in der kleineren Sparte Riechstoffe, die unter anderem Parfums für Modekonzerne wie Calvin Klein produziert, deutlicher steigern als in der Aromensparte.

Der Riechstoff-Umsatz zog dank einer seit bereits fünf Jahren anhaltenden starken Entwicklung im Bereich Konsumgüter um über fünf Prozent auf 1,13 Mrd. sfr an. Wegen höherer Betriebskosten, teurer Rohstoffe und regulatorischer Änderungen in den USA sank allerdings die operative Marge in dem Bereich auf 14,2 von 15,8 Prozent.

Das zweite Konzernstandbein Aromen, in dem Givaudan zum Beispiel Geschmacksstoffe für Kartoffelchips oder Cola produziert, konnte gemäss den Angaben vor allem in den Schwellenländern des asiatisch-pazifischen Raums, Lateinamerikas und Osteuropas punkten. Der Umsatz kletterte hier um 2,5 Prozent auf 1,65 Mrd. sfr. In diesen Märkten will Givaudan auch weiter schnell wachsen. „Unser Ziel ist es, (dort) in den kommenden Jahren über fünf Prozent oder im hohen einstelligen Prozent-Bereich zu wachsen“, sagte Givaudan-CEO Gilles Andrier in einem Reuters-Interview. Mit zunehmendem Wohlstand werde in diesen neuen Märkten auch der Konsum wachsen, wovon Givaudan profitieren werde.

Die Margen konnte Givaudan wie bereits im Vorjahr abermals steigern. So kletterte dank Standortzusammenlegungen, Kostenmanagements und Programmen zur Margenverbesserung die Betriebsgewinn (Ebitda)-Marge auf 23 von 21,8 Prozent im Vorjahr.

Die Dividende für 2005 soll 17,60 sfr je Aktie betragen. Im Vorjahr waren inklusive einer Sonderdividende von 6,50 sfr 16,30 sfr je Aktie ausgeschüttet worden. Zudem hat Givaudan nach eigenen Angaben die Frist für das derzeit laufende Aktienrückkaufprogramm über zehn Prozent des Aktienkapitals respektive 720 000 Aktien bis 31. Mai 2007 verlängert.

Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg auf 513 (480) Mill. sfr. Im laufenden Jahr werden durch die weitere Straffung der Produktpalette gemäss Givaudan nochmals 45 Mill. sfr Umsatz wegfallen, nach 27 Mill. sfr im Vorjahr.

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