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Dystar Das Sterben der Chemie-Restposten

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Der prominenteste Insolvenzfall mit Wurzeln in der deutschen Großchemie bleibt unterdessen die niederländische Gruppe Lyondell-Basell, die Anfang des Jahres für ihre US-Gesellschaften und zwei europäische Holdings Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Konkursrechts stellte. Das Unternehmen entstand Ende der 90er-Jahre aus Kunststoff-Sparten von Hoechst und BASF und wurde später als Gemeinschaftsunternehmen von BASF und Shell geführt, bevor es 2004 an den aus Russland stammenden Investor Lev Blavatnik verkauft wurde. LyondellBasell - mit zuletzt rund 50 Mrd. Dollar Umsatz viertgrößter Chemiehersteller der Welt - kam durch die hohen Schulden aus der Lyondell-Übernahme und den drastischen Einbruch im Kunststoffgeschäft zu Fall.

Kreativer Wandel

Neugründungen Die Neuordnung der deutschen Chemielandschaft ab Mitte der 90er-Jahre, vor allem die Zerschlagung von Hoechst, erwies sich als fruchtbarer Nährboden für die Gründung neuer Unternehmen. Während etliche dieser Firmen nicht überlebten, konnten sich andere mit Erfolg als selbständige Konzerne etablieren.Dazu gehören etwa einstige Hoechst-Tochtergesellschaften wie SGL Carbon oder Celanese oder die 2004 aus Bayer ausgegliederte Lanxess AG.

Verkäufe Andere Sparten wurden verkauft oder Bestandteil neuer Chemiekonzerne. So stecken in der britischen Ineos-Gruppe unter anderem frühere Aktivitäten von Veba und BASF. Wichtige Chemiegeschäfte von Hoechst sind heute Teil von Clariant, die Pflanzenschutzsparte gehört zu Bayer Crop Science. Die BASF-Pharmasparte machte Karriere unter dem Dach des US-Konzerns Abbott.

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