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E-Auto-Batterien BMW will den Kongo als Kobalt-Quelle für E-Autos erschließen

BMW würde gerne Kobalt aus dem Kongo beziehen. Doch dazu will der Autobauer zunächst dabei helfen, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.
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Der Autobauer will die humanitäre Situation im Kongo verbessern, um von dort Kobald für E-Auto-Batterien zu beziehen. Quelle: dpa
BMW i3 an der Steckdose

Der Autobauer will die humanitäre Situation im Kongo verbessern, um von dort Kobald für E-Auto-Batterien zu beziehen.

(Foto: dpa)

Hamburg Der Autobauer BMW will den Kongo langfristig als Bezugsquelle für Kobalt als wichtigen Rohstoff für den Bau von Elektroauto-Batterien erschließen.

Zusammen mit dem Chemiekonzern BASF und dem Batteriehersteller Samsung SDI hat BMW die Entwicklungshilfe-Organisation GIZ beauftragt, anhand einer Pilotmine zu erproben, wie sich die Arbeits- und Lebensbedingungen im Kleinstbergbau in dem zentralafrikanischen Land verbessern lassen.

Bisher kommt der Kongo wegen Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit für BMW dafür nicht infrage. Da in der Demokratischen Republik Kongo aber die weltweit größten Kobalt-Reserven liegen, suchen die Konzerne nach Wegen, die Lage in dem Land zu verbessern.

„Wenn wir jemals dort Kobalt kaufen wollen, ist das nur möglich, wenn die Bedingungen anders sind als heute“, sagte ein Sprecher. Kobalt ist neben Lithium ein Schlüsselelement für die Produktion von Batterien für die Auto- und Elektronikindustrie.

Private Förderung unter Lebensgefahr

Der Abbau im Kongo wird zu 80 bis 85 Prozent von ausländischen Konzernen beherrscht, die das Metall industriell fördern. Rund um diese Anlagen graben jedoch Familien oder kleine Kooperationen unter oft lebensgefährlichen Bedingungen in kleineren Minen. Dabei werden auch Kinder eingesetzt.

„Die größte Herausforderung ist es, die Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards beim nicht-industriellen Abbau von Kobalt sicherzustellen“, erklärte BMW. Wenn das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgreich ist, könnte es auf weitere Minen übertragen werden.

Bisher beziehen Autobauer wie BMW Kobalt meist aus Nordafrika, Südamerika und Australien. Mit dem weltweiten Ausbau der Elektromobilität wird immer mehr davon benötigt.

  • rtr
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