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E-Autobauer E-Mail von Elon Musk: Alle Tesla-Mitarbeiter sollen bei der Auslieferung helfen

Erst kommt der Elektropionier nicht bei der Produktion hinterher, nun ist es die Auslieferung, die Probleme bereitet. Wieder einmal sind die Mitarbeiter gefragt.
Update: 22.03.2019 - 19:41 Uhr Kommentieren
E-Mail von Musk: Tesla-Mitarbeiter sollen bei Auslieferung helfen Quelle: dpa
Elon Musk

Nach Produktionsproblemen hat es der Tesla-Chef mit Auslieferungsproblemen zu tun.

(Foto: dpa)

DüsseldorfSchon vor Monaten musste sich Tesla-Chef Elon Musk bei seinen Kunden entschuldigen: „Tut uns leid, wir sind von der Produktions- direkt in der Lieferlogistikhölle angekommen“, twitterte der Tesla-Chef im September auf dem Kurznachrichtendienst. Das neue Problem sei aber leichter zu lösen, versprach Musk. Der E-Autopionier aus dem kalifornischen Palo Alto mache rasante Fortschritte. „Das Problem sollte in Kürze gelöst sein“, zeigte sich der Tech-Milliardär zu diesem Zeitpunkt noch zuversichtlich.

Doch Musk hat sich geirrt. Mit dem Start der Auslieferungen des Model 3 in Europa und China scheint der Elektropionier überfordert. In einer E-Mail appellierte der Unternehmer an diesem Donnerstag an Mitarbeiter aus allen Abteilungen, bei der Auslieferung von Fahrzeugen zu helfen. Das berichtet die Online-Nachrichtenseite „Business Insider“ unter Berufung auf das Schreiben berichtet.

Demnach habe die Auslieferung bei Tesla derzeit höchste Priorität. „Wir haben Autos gebaut und die Leute haben sie gekauft. Nun müssen wir die Autos auch zu den Käufern bringen“, will Musk den Angestellten wohl ins Gewissen reden. Die Tesla-Aktie notierte am frühen Freitagabend 2,6 Prozent tiefer.

Die Probleme in der Lieferlogistik sind einmal mehr ein Beweis dafür, dass Tesla derzeit ein Opfer des eigenen Erfolgs ist. Auf dem europäischen Markt will Tesla mit dem Model 3 dieses Jahr zum Marktführer aufsteigen. Die Zahlen aus dem Elektrovorzeigeland Norwegen können sich sehen lassen. Schon in den ersten Monaten des Jahres steht das Model 3 dort an der Spitze der Verkaufscharts.

Und auch in China ist das Liefervolumen laut Musk deutlich angestiegen. Doch so lange die eigene Produktion in Schanghai noch im Bau ist, müssen auch dort alle Fahrzeuge aus den USA importiert werden. An manchen Orten ist die Lieferrate der E-Mail zufolge 600 Prozent höher als üblich. Hinzu kommen die seit Längerem bestehenden Auslieferungsprobleme in Nordamerika, die einst Anlass für Musks Höllen-Tweet waren.

Von der Auslieferungshölle dürfte es für den E-Autobauer auch schon bald zurück in die Produktionshölle gehen: Der Produktionsstart jedes Modells hat bei Tesla bisher für Probleme gesorgt. Im Herbst wollen die Kalifornier ihr neues Model Y auf den Markt bringen.

Bei der Produktion des Model 3 kam Tesla lange nicht hinterher: Vor drei Jahren hatte Tesla das Model 3 vorgestellt, erst in vergangenen Sommer schaffte das Unternehmen die selbst gesetzte Zielmarke von 5000 Fahrzeugen pro Woche.

Auf den Mitarbeitern lastet ein dementsprechend großer Druck – der sich bereits anhand des Krankenstandes bemerkbar zu machen scheint: Fabrikarbeiter von Tesla fielen im vergangenen Jahr fast dreimal so lange wegen arbeitsbedingter Unfälle und Krankheiten aus wie 2017, wie aus einem Tesla-Bericht an die zuständige Behörde hervorgeht.

Im Montagewerk im kalifornischen Fremont stieg die Zahl der ausgefallenen Arbeitstage demnach von 7619 auf 22.454. Auch wenn man den Zuwachs an Beschäftigten insgesamt einberechnet, ist das in etwa eine Verdopplung. Die Zahl der Arbeitsunfälle blieb dagegen konstant.

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