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E-Autobauer Spitzenpersonal verlässt Tesla – Aktie fällt zeitweise um neun Prozent

Chefbuchhalter Dave Morton verlässt den Elektroautohersteller Tesla nach nur einem Monat. Er ist nicht der einzige, der seinen Posten aufgibt.
Update: 07.09.2018 - 18:10 Uhr Kommentieren
Der Chefbuchhalter tritt zurück. Quelle: Reuters
Tesla

Der Chefbuchhalter tritt zurück.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfNach nur einem Monat im Amt tritt Dave Morton als Chefbuchhalter bei Tesla zurück. Das teilte der E-Autobauer aus dem Silicon Valley an diesem Freitag mit. Die Aktie des US-Unternehmens fiel daraufhin vorbörslich um mehr als neun Prozent und nahm dieses Defizit mit in den Handel. Am Nachmittag notierte die Aktie noch 6,2, am frühen Abend 5,5 Prozent im Minus.

Kurz nach der Bekanntgabe von Mortons Rücktritt berichtete Bloomberg, dass auch Personalchefin Gabrielle Toledano das Unternehmen verlassen werde. Nach 15 Monaten im Job hatte sie sich im August eine Auszeit genommen – am Freitagmorgen verkündete sie laut der Nachrichtenagentur, nicht zu Tesla zurückzukehren.

Morton selbst sagte laut dem US-Sender CNBC in einem Statement, dass er den Job wieder aufgebe wegen „der großen öffentlichen Aufmerksamkeit, die dem Unternehmen derzeit gewidmet wird“. „Seit meinem Amtsantritt am 6. August haben die öffentliche Aufmerksamkeit und das Tempo innerhalb des Unternehmens meine Erwartungen übertroffen“, soll Morton gesagt haben. Das habe ihn dazu veranlasst, seine Zukunft bei Tesla zu überdenken.

Er habe zwar keine Meinungsverschiedenheiten mit der Führungsriege und der Finanzberichterstattung. „Ich möchte mir allerdings im Klaren darüber sein, dass ich wirklich an Tesla, seine Mission und Zukunftsaussichten glaube“, sagte Morton.

Erst Ende Juli hatte der Konzern verkündet, Morton als neuen Chefbuchhalter gewonnen zu haben. Tesla-Chef Elon Musk hatte Morton beim Amtsantritt für sein Wirken in der Festplatten-Industrie gelobt, der Manager habe einen „großartigen Hintergrund“.

Zuvor hatte Morton 23 Jahre lang für den Festplattenhersteller Seagate Technology in verschiedenen Führungspositionen gearbeitet. Zuletzt war er dort Finanzvorstand.

Morton hatte eigentlich eine wichtige Personallücke schließen sollen, sein Vorgänger Eric Branderiz hatte Tesla im März „aus persönlichen Gründen“ verlassen.

Musk nahezu täglich in den Schlagzeilen

Der Abgang des Spitzenpersonals kommt in einer Zeit, in der Elon Musk nahezu täglich in den Schlagzeilen landet. So twitterte der Tesla-Chef Anfang August, darüber nachzudenken, den E-Autopionier für 420 Dollar pro Anteilsschein von der Börse zu nehmen. Die Finanzierung sei gesichert.

Nur zwei Wochen später verkündete der Gründer dann kurzerhand Tesla doch nicht von der Börse nehmen zu wollen. Die US-Börsenaufsicht ermittelt nun, weil sie klären will, wo das Geld hätte herkommen sollen und ob Musk versucht hat, Anleger zu täuschen.

Zwischen der Verkündung des Delistings und dem Rückzug vom Börsen-Rückzug gab Musk der „New York Times“ ein Interview, das viele Anleger aufschreckte und woraufhin die Aktie zwischenzeitlich um zehn Prozent absackte.

Musk erzählte nicht nur, wie es zu dem legendären Delisting-Tweet kam, sondern gab der Öffentlichkeit auch ungewohnt intime Einblicke in seine Privatsphäre. So erzählte der Unternehmer, durchaus 120 Stunden pro Woche zu arbeiten, zuletzt vor 17 Jahren länger als eine Woche frei gehabt zu haben, unter Schlafstörungen zu leiden und deshalb regelmäßig Schlafmittel zu nehmen.

In diesem Interview sagte Musk auch, kein Fan von Gras zu sein. Marihuana mindere die Produktivität – es habe schon einen Grund, warum im Englischen der Begriff „stoned“ für bekifft stehe. Man sei dann so aktiv „wie ein Stein“ („like a stone on weed“), sagte Musk. An diesem Donnerstag kiffte er dann während eines Interviews mit Joe Rogan vor laufender Kamera.

Und nur einen Tag zuvor, am Mittwoch, setzte er seine digitale Schlammschlacht mit dem Briten Vernon Unsworth fort. Er gehört zu einer Gruppe von Tauchern, die im Juli eine Fußballmannschaft aus einer Höhle in Thailand befreiten. Musk hatte seine Hilfe angeboten, Unsworth sagte daraufhin, dass Musks U-Boot viel zu groß und damit unbrauchbar für eine Rettungsaktion gewesen wäre.

Die Retter hätten den Unternehmer praktisch aus der Höhle herauskomplimentiert: „Musk soll sich das U-Boot hinstecken, wo es weh tut“, sagte Unsworth. Musk bezeichnete Unsworth auf Twitter als Pädophilen, ohne Anhaltspunkte für seine Unterstellung zu liefern. Am Mittwoch legte Musk schließlich nach, indem er den Taucher als „Kindervergewaltiger“ betitelte.

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