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E-Mobilität BASF will erst 2020 über Fabrikstandort für Batteriekomponenten entscheiden

Der Konzern weist Berichte zurück, wonach er Kathoden für Batteriezellen in Brandenburg herstellen will. Auch die angebliche Investitionssumme sorgt für Irritation.
10.12.2019 Update: 10.12.2019 - 11:51 Uhr Kommentieren
Der Konzern produziert Vorprodukte für Lithium-Ionen-Batterien. Quelle: AFP
BASF-Fahnen

Der Konzern produziert Vorprodukte für Lithium-Ionen-Batterien.

(Foto: AFP)

Frankfurt BASF hat noch keine Entscheidung über den Standort getroffen, an dem der Ludwigshafener Konzern eine Fabrik für Batteriematerialien bauen will. Über das Vorhaben werde der Vorstand erst im kommenden Jahr entscheiden, sagte eine Sprecherin des Chemieriesen auf Anfrage des Handelsblatts.

Der Berliner „B.Z.“ und die „Bild“-Zeitung hatten zuvor jeweils unter Berufung auf Insider berichtet, dass die BASF für 500 Millionen Euro ein Werk für Kathodenmaterial am Standort Schwarzheide in Brandenburg bauen wolle.

Auch die von den Medien genannte Investitionssumme kann man bei dem Chemiekonzern offenbar nicht nachvollziehen. Bisher war bei BASF von rund 400 Millionen Euro die Rede, die man in zwei Fabriken für Batteriematerialien investieren will. Bereits bekanntgegeben hat der Konzern Pläne für ein Werk in Finnland, wo Vorprodukte für Kathoden hergestellt werden sollen. Das eigentliche Kathodenmaterial will die BASF in dem zweiten Werk produzieren.

Das bestehende Werk der BASF in Schwarzheide gilt bereits seit Längerem als einer der möglichen Standorte für diese Fabrik. Und angesichts der Pläne von Tesla, eine Fabrik für Elektro-Autos in Brandenburg zu errichten, wäre Schwarzheide eine naheliegende Wahl. Tesla ist in den USA bereits Kunde des Chemiekonzerns.

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    Die BASF setzt sich nach eigenen Angaben für eine „wettbewerbsfähige und nachhaltige Wertschöpfungskette“ für Batterien in Europa ein. Der Chemiekonzern ist daher auch eines von 17 Mitgliedern im europäischen Batterie-Konsortium, für das die EU-Kommission am Montag Beihilfen von insgesamt 3,2 Milliarden Euro genehmigt hat. Die BASF sieht sich dabei aber ausschließlich als Chemielieferant und verfolgt nach eigenen Aussagen nach wie vor keine Ambitionen oder Pläne, in die Zell- oder Batteriefertigung selbst einzusteigen.

    Als Produzent von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien sieht sich der Ludwigshafener Chemieriese schon heute als einer der weltweit führenden Hersteller. Produktionsanlagen betreibt der Konzern bisher in den USA und Japan. Gesteuert wird das Geschäft von Schanghai aus.

    Der Umsatz der BASF in diesem Bereich bewegt sich nach Angaben von BASF-Chef Martin Brudermüller im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Er soll in den nächsten Jahren aber mit dem Markt für Lithium-Ionen-Batterien deutlich wachsen. Für 2025 rechnet die BASF mit einer Produktion von zehn bis 15 Millionen Elektrofahrzeugen weltweit.

    Daraus könnte nach Einschätzung des Konzerns ein Bedarf von 700 bis 1000 Kilotonnen Kathodenmaterial und ein Marktvolumen von 25 bis 30 Milliarden Euro resultieren. Batteriematerialien gelten damit als das Marktsegment mit dem größten Wachstumspotenzial.

    Die Investitionsanforderungen in der Produktion sind allerdings ziemlich hoch. Die bisher geplanten Investitionen von rund 400 Millionen Euro ermöglichen nach Schätzung der BASF den Aufbau von Kapazitäten für Kathodenmaterial, mit dem die Batterien für jährlich etwa 300.000 Elektro-Pkw hergestellt werden könnten. Um die nötigen Kapazitäten für die Herstellung von 15 Millionen Elektro-Autos zu schaffen, müsste alleine die Chemiebranche demnach insgesamt rund 20 Milliarden Euro investieren.

    „Wir wollen Batteriezellen ‚Made in Germany‘“

    Mehr: Bei der E-Mobilität gibt es für alles einen Plan – nur nicht für das Recyceln der wertvollen Batterien. Der wird aber dringend gebraucht, meint Handelsblatt-Reporterin Kathrin Witsch.

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