E-Mobilität Siemens gibt Stromtankstellen auf

Der Traum vom benzinlosen, umweltfreundlichen Fahren – so schön er ist, rentabel scheint er nicht. Siemens gibt sein Geschäft mit Tankstellen für Elektroautos auf. Als Auto-Partner konnte lediglich Volvo gewonnen werden.
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Auf deutschen Straßen sind bisher nur wenige Elektroautos unterwegs. Die EU will das ändern und E-Autos auch mittelfristig weiter fördern. Siemens gibt sein Geschäft mit Stromtankstellen trotzdem auf. Quelle: dpa

Auf deutschen Straßen sind bisher nur wenige Elektroautos unterwegs. Die EU will das ändern und E-Autos auch mittelfristig weiter fördern. Siemens gibt sein Geschäft mit Stromtankstellen trotzdem auf.

(Foto: dpa)

MünchenSiemens gibt sein Geschäft mit Tankstellen für Elektroautos auf. „Wir steigen aus diesem Geschäft aus, das stimmt, weil sich der Markt langsamer entwickelt als ursprünglich erwartet“, bestätigte eine Sprecherin am Dienstag einen Bericht der „Welt“. „Wir suchen zusammen mit dem Betriebsrat intern eine Lösung für die Mitarbeiter des Geschäftsfelds.“ Angaben zur Zahl der Betroffenen machte sie nicht.

Siemens hatte Elektro-Mobilität unter dem früheren Chef Peter Löscher zwar groß als Zukunftsthema propagiert, war aber nur zögerlich auf den nach wie vor kleinen Markt für E-Autotechnik vorgedrungen. Als Auto-Partner hatten die Münchner lediglich die schwedisch-chinesische Volvo gewonnen.

  • rtr
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3 Kommentare zu "E-Mobilität: Siemens gibt Stromtankstellen auf "

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  • Ich kann das mit der Brennstoffzelle nicht nachvollziehen, der Wirkungsgrad ist schlecht wie ein Verbrenner, Herstellung von Wasserstoff viel Energieaufwendiger als Benzin, seit 50Jahren wird diese "bald" kommen... Mein E-Auto als Familienkutsche fährt seit Jahren brav mit einer Batterie, wo liegt das Problem?

  • Siemens hat den Trend erkannt: Das Elektroauto auf Batteriebasis ist eine Totgeburt, die nur von den EU-Politikern (vergeblich) am Leben gehalten wird. Es ist im Prinzip das gleiche Drama wie bei der von der EU gepushten Einführung der Energiesparlampe, die - kaum eingeführt - schon von der LED-Technologie ersetzt wird. Die Zukunft gehört dem Elektroauto mit Brennstoffzelle, das wird aber noch eine Weile dauern, alles andere ist nur Nischen- bzw. Übergangstechnologie.

  • Viel zu früh, nach meiner Meinung.

    Es ist primitiv, nur auf das schnelle Geld zu schauen. Viele Projekte brauchen einfach viel Zeit, um ihre Durchbruchs-Reife zu entwickeln - entsprechend erfordert es LANGEN ATEM im Vorlauf.

    Dass DIE größte wirtschaftliche Potenz Deutschlands diesen großen Trumpf - nachhaltig und langatmig in Vorleistung zu gehen - kaum mehr ausspielt, ist ein
    Armutszeugnis für den gesunden Menschenverstand.

    Offensichtlich wird dort nur kurzfristiges Rendite-Gegeier angelsächsischer Manier bedient - Deutschlands Tugenden aber liegen u.a. bei 'Soliditiät', 'Verlässlichkeit' und 'Nachhaltiger Treue'.

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