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EADS-Aktie legt zu Deutschland kauft sich bei Rüstungskonzern ein

Die Diskussionen sind auf der Zielgeraden: Deutschland steht unmittelbar davor, seinen Anteil am Rüstungskonzern- und Airbus-Hersteller EADS aufzustocken. Die übrigen Aktionäre verleihen bereits Vorschusslorbeeren.
Update: 03.12.2012 - 11:30 Uhr 2 Kommentare
Ein „Tiger“-Kampfhubschrauber aus dem Hause EADS. Quelle: dpa/picture alliance

Ein „Tiger“-Kampfhubschrauber aus dem Hause EADS.

(Foto: dpa/picture alliance)

Frankfurt Die Aussicht auf eine Einigung der Haupteigner auf eine neue Aktionärsstruktur hat EADS am Montag Auftrieb gegeben. Die im MDax gelisteten Aktien des Rüstungs- und Luftfahrt-Konzerns stiegen um bis zu 3,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 26,60 Euro. Insidern zufolge soll der Staatsanteil an EADS auf weniger als 30 Prozent sinken. Offenbar spekulierten einige Anleger darauf, dass EADS im Rahmen dieses Deals eigene Aktien zurückkaufe, sagte ein Börsianer. Das hatte zuvor die „Financial Times Deutschland“ berichtet.

Das größte europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS bestätigte am Montag Gespräche seiner Großaktionäre über die Neuordnung der Aktionärsstruktur. Das Unternehmen beteilige sich „aktiv“ daran, allerdings sei ein relevantes Ergebnis nicht zwingend zu erwarten.

EADS

Aktionärsstruktur EADS

in Prozent


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Die Bundesregierung drängt indes auf schnelle Vereinbarungen. „Angestrebt wird, schnellstmöglich zu einer Einigung zu kommen“, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag. Vertreter der Regierungen von Deutschland, Spanien und Frankreich sowie der Unternehmen Lagardere und Daimler seien seit Samstag in intensiven und konstruktiven Verhandlungen über eine neue Beteiligungsstruktur vertieft und diese Gespräche dauerten an. Zum Stand äußerte er sich nicht.

Nach dem Plan würden die drei Staaten auf zusammen 28 Prozent am Mutterkonzern des Flugzeugbauers Airbus kommen. Sie hätten damit noch einen Puffer - etwa für Käufe weiterer kleiner Pakete - bis zur Schwelle von 30 Prozent, ab der sie den übrigen EADS-Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten müssten. Damit würden sie der EADS auch Spielraum für einen Aktienrückkauf geben, etwa um Anteile der verkaufswilligen industriellen EADS-Aktionäre Daimler und Lagardere zu erwerben und sie nachher einzuziehen.

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2 Kommentare zu "EADS-Aktie legt zu: Deutschland kauft sich bei Rüstungskonzern ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Denke Daimler dürfte auch schon einen Teil seiner EADS Papiere über Leerverkäufe abgestoßen haben. Das Aktienrückkaufprogramm soll ja Lagardere helfen. Schnell noch die Gewinne mitnehmen, bevor die nächste Krise kommt.

  • Ist ja seltsam, daß nach den Kriegswirren des letzten Jhds. Waffenhandel schon wieder das Maß aller Dinge ist und wir von feigen Sesselfurzern mit martialischem Gehabe überschwemmt werden?
    Und genauso seltsam der Michel, dem das alles am Arsch vorbei geht, oder wie im Spiegel Begründungen für Blutbäder erfindet.

    Das schmale Brett wird immer wieder betreten, weil a. immer dieselben sich aufwerfen zu führen und nichts anderes zulassen als den Sozialdarwinismus, und b. Michel en gros eben nur Grütze im Kopf hat.
    Das große Maul ob der Überschwemmung mit Flüchtlingen sollte er sich daher sparen.

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